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Sport im Norden Trittau behauptet sich als Nummer eins im Land
Sportbuzzer Sport im Norden Trittau behauptet sich als Nummer eins im Land
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19:48 11.02.2019
Kilasu Ostermeyer (h.l.) und Jessica Hopton drehten im Damendoppel einen 0:2-Satzrückstand noch zu ihrem vierten gemeinsamen Saisonsieg. Quelle: Lühn
Neumünster

Der TSV Trittau ist dem Klassenerhalt in der Badminton-Bundesliga einen großen Schritt näher gekommen. Der 4:3-Sieg beim Landesrivalen Blau-Weiß Wittorf vor 358 Zuschauern bringt den Stormarnern zwei wichtige Punkte. „Mit dem Sieg haben wir unseren kleinen Puffer ausbauen können. Der Sieg war das Mindeste“, kommentierte TSV-Trainer Alexander Strehse. Insgeheim hatten die Trittauer wohl mehr erhofft als den knappen Erfolg, für den es zwei Punkte gibt, aber auch Wittorf einen Zähler verbucht.

Ary Trisnanto holt den entscheidenden vierten Einzelsieg

Ary Trisnanto holte den 4:3-Siepunkt für Trittau im zweiten Herren-Einzel. Foto Lühn Badminton BW Wittorf, 10.02.19 Quelle: Jörg Lühn

Umjubelt wurden auf Trittauer Seite das Damendoppel Kilasu Ostermeyer/Jessica Hopton sowie Ary Trisnanto, der im letzten Match des Tages den Mannschaftssieg nach Hause holte. „Respekt an Ary. Bei einem Spielstand von 3:3 hinzugehen und das Match in 3:0-Sätzen zu gewinnen, ist echt stark. Wir haben die richtige Aufstellung gewählt“, freute sich Nikolaj Persson, nachdem Tabellenplatz acht gefestigt war. Und das, obwohl mit seinen langzeitverletzten Brüdern Joachim und Jonathan Persson sowie Gergely Krausz (Oberschenkelverletzung) die drei besten Einzelspieler fehlten.

Zunächst sah es gar nicht gut aus für die Gäste. Nach der Drei-Satz-Niederlage im ersten Herren-Doppel, in dem David Jones und Matthew Clare die Sätze zwei und drei jeweils per Entscheidungspunkt mit 14:15 verloren, lagen Ostermeyer/Hopton auf dem zweiten Court mit 0:2-Sätzen zurück. „Wir waren doch ziemlich nervös zu Beginn, vor allem durch die lautstarke Kulisse, haben uns aber nachher gefangen“, konnte Hopton schließlich doch wieder lachen. In den drei Folgedurchgängen hatte das Duo das Match gedreht, obwohl Wittorfs Stine Küspert und Victoria Williams in dieser Saison schon oft einen langen Atem gezeigt hatten.

Priskila Siahaya mit achtem Einzelsieg in Folge

Mit dem Sieg von Priskila Siahaya im Damen-Einzel (ihrem nun schon achten in Folge) gegen die erstmals eingesetzte Malayin Lyddia Cheah Yi Yu ging Trittau 2:1 in Führung. Aber nach der Niederlage im zweiten Herren-Doppel (das von Abteilungsleiterin Sabina Persson eigentlich als Sieg eingeplant war) glitt der Vorsprung wieder vom Schläger: Trisnanto und Nikolaj Persson brachten gegen die Wittorfer Pawel Pietryja/Bjarne Geiss eine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel.

Trittaus erstes Herrendoppel David Jones (links) und Matthew Clare unterlag den Wittorfern, aber im Einzel holte Jones einen Sieg. Quelle: Jörg Lühn

Clare verliert erneut gegen seine Freundin Victoria Williams

Doch dann zeigte sich einmal mehr Wittorfs Schwäche in den Einzeln, Trittaus David Jones gewann mit 3:0 gegen Lucas Bednorsch (dessen Einzelbilanz somit bei 0:12 steht). Das Mixed ging für Trittau dann (wie erwartet) verloren. Nachdem Matthew Clare schon bei Trittaus 4:3-Sieg im Hinspiel an der Seite von Kilasu Ostermeyer gegen seine Freundin Victoria Williams und Gergory Mairs verloren hatte, musste er sich den beiden diesmal gemeinsam mit Jessica Hopton geschlagen geben. So hing alles an Trisnanto. Der gebürtige Indonesier, der als Badminton-Deutscher gilt, profitierte von Netzrollern und ein paar knappen Schiedsrichter-entscheidungen zu seinen Gunsten. Und: „Er hat Hawel mit seinen Temposchlägen das Spiel schwer gemacht“, wusste Nikolaj Persson. Mutter Sabina verriet: „Ich habe immer wieder um die beiden Punkte gebangt.“ Wittorfs Team-Manager Ralf Treptau war hingegen ziemlich geknickt: „Es war zu wenig und macht die Sache jetzt nicht einfacher“, kommentierte er die Situation des Aufsteigers und Tabellenschlusslichts.

BW WittorfTSV Trittau 3:4 Gregory Mairs/Vitaly DurkinDavid Jones/Matthew Clare 11:4, 15:14, 15:14; Stine Küspert/Victoria Williams – Kilasu Ostermeyer/Jessica Hopton 11:6, 11:5, 6:11, 5:11, 6:11; Pawel Pietryja/Bjarne Geiss – Ary Trisnanto/Nikolaj Persson 12:10, 6:11, 6:11, 11:5, 11:9; Lucas Bednorsch – Jones 5:11, 8:11, 9:11; Lyddia Cheah Yi Yu – Priskila Siahaya 8:11, 7:11, 9:11; Mairs/WilliamsClare/Hopton 12:10, 11:7, 11:4; Rafal Hawel – Trisnanto 9:11, 5:11, 6:11.

Jörg Lühn und Christian Schlichting

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