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Sport im Norden Turniermodus in Handball-Regionsligen vor dem Aus
Sportbuzzer Sport im Norden Turniermodus in Handball-Regionsligen vor dem Aus
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20:10 23.03.2016
Bad Oldesloe

Im finalen Turnier blieb ihnen am Ende einer langen und insgesamt sehr erfolgreichen Saison die Krönung doch verwehrt: Trotz des „Heimvorteils“ in der Bad Oldesloer Masurenweghalle kassierten die C-Jugend-Handballerinnen des VfL Rethwisch ihre erste Saison-Niederlage, verloren 8:11 gegen die HSG Wagrien. Zwar gewannen sie ihre beiden weiteren Spiele gegen die GHG Hahnheide (9:6) und HSG Kalkberg (9:7). Doch auch Wagrien gab sich keine Blöße, und so blieb für die Rethwisch-Talente Platz 2 in diesem Turnier — und im Abschlussranking der Regionsliga 2015/16.

Denn im C-Jugend-Bereich hatte der Handballverband unterhalb der Landesklassen (SH-Liga und Landesliga) auf Regionsebene Neuland betreten. Zwar war an der Vorrunde festgehalten worden, in der in vier (regional sortierten) Staffeln die besten Teams aus Nord, Ost, Mitte und Süd ermittelt wurden. Auf Anregung der Vereine wurde anschließend in der Hauptrunde aber anstelle eines üblichen Ligenbetriebs erstmals auf Vierer-Turniere gesetzt, um alle Platzierungen auszuspielen. Weil Rethwisch aus den ersten beiden Turnieren jeweils als Sieger hervorgegangen war, standen die VfL-Handballerinnen das Turnier um Platz 1 bis 4.

 VfL-Trainerin Nina Kunde, die wie Kollegin Sarah Stiller selbst im Frauen-Team des VfL Rethwisch spielt und die Mädchen der Jahrgänge 2001 und 2002 im sechsten Jahr trainiert, zieht im Rückblick auf die Saison und den neuen Modus ein positives Fazit. „Das war besser als die Regelung mit Vor- und Hauptrunde. In der neuen Form war die Saison nicht so lang.“

Genau dieser Aspekt war ausschlaggebend, als sich die Vereine vor dieser Saison für einen neuen Modus stark gemacht hatten. Doch nun mussten viele auch die Nachteile erleben. „Einzelne Spiele kann man leichter mal verlegen. Durch die Turnierform war man terminlich natürlich stärker gebunden. Das wurde auch bei uns schwierig, als wir zum Beispiel aufgrund von Konfer-Fahrten mehrere Ausfälle hatten“, erzählt Kunde.

Ein Problem, dass auch Rainer Lennartz nicht verborgen blieb. Der Staffelleiter der Regionsliga im männlichen Jugend-Bereich weiß von fünf Teams, die — von anfänglich 28 Mannschaften — während der Saison abgemeldet wurden. Bei den Mädchen waren es vier von ursprünglich 31 Teams. Zudem seien zwar viele positive Reaktionen gekommen, weil die Hallen voller besetzt waren und die Turniere so „zu kleinen Events“ wurden. „Andererseits hat sich aber das Vorhalten der Hallen als großes Problem erwiesen“, weiß Lennartz. Das Heimrecht für ein Turnier ergab sich jeweils erst aus den Platzierungen der vorherigen Runde, stand also meist mit nur zweiwöchigem Vorlauf fest.

„Unsere Vereine fanden es nicht so toll, dass sie ewig ihre Hallen vorsorglich blockieren mussten“, weiß auch Tobias Birgel, Vorsitzender im Jugendausschuss der HG Lauenburg/Stormarn zu berichten.

Der positive Aspekt, dass in Turnierform weniger Auswärtsfahrten für die Teams anfallen, relativiert sich laut Birgel ebenfalls, „wenn Teams nur neun Spielerinnen haben, also bei drei Spielen am Tag nur wenig wechseln können und die Belastung dann doch sehr hoch ist für die Kinder.“

Eine Zusammenkunft der Vereinsvertreter hat laut Staffelleiter Lennartz jetzt ergeben, „dass für die meisten Klubs die Nachteile der alternativen Spielplangestaltung in Turnierform überwiegen.

Deshalb werden wir auf Regionsebene zur neuen Saison voraussichtlich wieder zum regulären Spielbetrieb in Staffelform zurückkehren.“

Von ing

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