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Sport im Norden VfL-Linksaußen Damm lag nach Horrorcrash in der Notaufnahme
Sportbuzzer Sport im Norden VfL-Linksaußen Damm lag nach Horrorcrash in der Notaufnahme
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18:51 28.11.2018
Sebastian Damm liegt nach einem Unfall auf der Autobahn in der Notaufnahme. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Schocknachricht für Schwartaus Zweitliga-Handballer: Linksaußen Sebastian Damm lag nach einem Unfall auf der Autobahn 1 in der Notaufnahme des Universitätsklinikums Lübeck. „Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Bis auf ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Knieverletzung bin ich okay. Man hat mir aber gesagt, dass ich 100 Schutzengel hatte“, berichtete der 23-Jährige.

Am späten Dienstagabend ist es passiert. Auf der Fahrt von Travemünde nach Lübeck zum Training kam Damm mit seinem VW Polo an der Einfädelung von der Autobahn 226 auf die A1 kurz vorm Dreieck Bad Schwartau zum Stehen. „Vor mir stand noch ein Mercedes Sprinter. Wir wollten an der Baustelle auf die A1 einbiegen. Und dann habe ich es nur noch knallen gehört, weil mir ein Auto hinten raufgefahren ist“, erzählt Damm mit leiser Stimme weiter. Dass es ein Multivan war, habe er erst am nächsten Morgen von der Polizei erfahren. Der Van, der wohl mit 50, 60 Sachen angerauscht kam, hat Damms Polo dann unter den Sprinter geschoben. „Mein Auto hat gequalmt. Leute haben mich rausgezogen. An viel mehr kann ich mich aber nicht erinnern, nur noch, dass mein Auto ziemlich demoliert aussah. Danach hatte ich einen Filmriss.“ Der angehende Medizinstudent, der in Vorbereitung auf sein Studium beim Deutschen Roten Kreuz jobbt, von montags bis donnerstags im Rettungswagen unterwegs ist, hatte jetzt selbst Retter, ist ihnen dankbar.

Doch er steht noch immer unter Schock. Die Mannschaft auch, seit sie beim Training davon erfuhr. Damms Mutter hatte Trainer Torge Greve informiert. Der Linksaußen teilte es seinen Jungs am Abend dann per WhatsApp mit, erhielt von Antonio Metzner kurz danach auch den ersten Krankenbesuch. „Da hatte Basti Glück im Unglück. Wir sind alle froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte Käptn Martin Waschul. Er hoffe jetzt, dass der Flügelflitzer schnell wieder gesund werde.

Damm, der im letzten Heimspiel gegen Emsdetten mit sechs Treffern einer der Matchwinner war, sieht für die nächsten Wochen allerdings schwarz: „An Handball ist da vorerst nicht zu denken. Das Ganze hat mich doch schon ganz schön mitgenommen.“ Die gute Botschaft: Am späten Mittwochabend konnte er die Notaufnahme bereits wieder verlassen.

Jens Kürbis

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