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Sport im Norden Weitgereiste und knapp Besiegte
Sportbuzzer Sport im Norden Weitgereiste und knapp Besiegte
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21:23 02.07.2013
Von Christian Schlichting
Und los: Voller Tatendrang starten die Triathleten zur 500-m-Schwimmstrecke im immerhin 17 Grad warmen Poggensee. Quelle: Fotos: Jürgen Nuppenau (3)

Anke Lakies schien weder überrascht noch enttäuscht. Als sie 1:20:08 Stunden nach ihrem Start die Ziellinie kreuzte und klar war, dass es für die frisch gekürte Vize-Europameisterin auch bei ihrem Heimat-Triathlon am Poggensee „nur“ zu Platz zwei gereicht hatte, konnte das ihr freundliches Lächeln nicht vertreiben. „Das ist keine Schande. Sie ist eine Super-Athletin“, zollte die 45-jährige Bad Oldesloerin der mit eineinhalb Minuten Vorsprung ins Ziel gelaufenen, 21 Jahre jüngeren Nicole Schuldt ehrliche Anerkennung.

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Zweiter bei den Männer: Stephan Birnmeyer (Trias Bad Schwartau) auf der 7-km-Laufstrecke einmal rund um den Poggensee.

Schon zwei Tage vor dem Rennen hatte sie mit der Wettkampfvorbereitung begonnen und bei einem Blick auf die Starterlisten realisiert, dass es mit dem dritten Poggensee-Sieg in Folge schwer werden würde. Schließlich ist Nicole Schuldt kein unbeschriebenes Blatt, startet für DHfK Leipzig in der 2. Triathlon- Bundesliga. Verantwortlich für derart starke Konkurrenz beim mit 154 Startern eher beschaulichen Wettkampf am Poggensee war ausgerechnet einer von Lakies‘ Vereinskollegen: Stephan Schuldt, der trotz seines damals studienbedingten Umzugs nach Leipzig noch immer für den VfL Oldesloe aktiv ist, verband seinen Besuch bei den Eltern mit einem Start am Poggensee — und meldete seine Frau gleich mit an.

Einen Ferientrip zu den Großeltern nutzte Emma Metzner, um in Oldesloe anzutreten. Die 14-Jährige war die jüngste „Hobby-Starterin“ und hatte auch die weiteste Anreise, mischte wie ihr Vater für den Swim Club Raseborg aus Finnland mit. Während Emma in 1:44:21 in der U16 konkurrenzlos war, musste Papa mit einem „Platten“ aufgeben.

Jeweils ganz vorn in der Hobbygruppe waren Frank Westphal (1:22:12) bei den Männern und Vorjahressiegerin Bettina Paulsen (1:30:08) bei den Frauen. Ganz vorn bei den „Sportlern“ setzte sich diesmal der Vorjahres-Zweite Niels Steindorf (Radsportzentrum Hamburg) in 1:10:57 Stunden durch. Stephan Birnmeyer (Trias Bad Schwartau) wurde mit über einer Minute Rückstand (1:12:05) Zweiter, obwohl der 44-jährige Neustädter seine Siegerzeit von 2011 (1:13:29) gesteigert hatte.

In seiner ersten Wettkampf-Saison als „echter Triathlet“ in Diensten des Tri-Sport Lübeck finishte Sven Schardin (eigentlich als exzellenter Mittel- und Langstreckenläufer für den LBV Phönix auch auf nationaler Ebene unterwegs) in 1:14:47 Stunden und gewann als Gesamtfünfter die M35-Wertung.

Was umso bemerkenswerter ist, da die Schwimmstrecke in diesem Jahr „wohl doch etwas länger war als in den Jahren zuvor“, wie Fritz Dieterich als Vorsitzender und „Speaker“ des ausrichtenden Spiridon-Club Bad Oldesloe angesichts der „unterdurchschnittlichen Zeiten“ im Poggensee eingestand. Erstmals war die Wendeboje per GPS-Technik ganz genau so verankert worden, dass die Athleten auch tatsächlich die vollen 500 Meter zu schwimmen hatten . . .

Auch darüber tauschten sich die Aktiven nach der Siegerehrung im kleinen Kreis noch aus. „Das ist das Besondere am Poggensee-Triathlon, diese familiäre Atmosphäre“, schwärmte auch Lakies, für die nun die Sprint-LM in Heiligenhafen (s. oben) und anschließend Wettkämpfe in Hamburg und Bornhöved anstehen, bevor als Saison-Höhepunkt im September die Triathlon-WM in London folgt. Und spätestens dort würde sie nach einem zweiten Platz auch wieder zufrieden lächeln.

Heiligenhafen kürt Sprint-Meister
Für die „Dreikämpfer“ geht‘s Schlag auf Schlag: Waren sie gerade erst am Poggensee gefordert, wartet mit dem Fisherman Triathlon des TSV Heiligenhafen am Sonntag die nächste Herausforderung. Dort geht‘s vor allem um Landesmeisterehren im „Sprint“ (750 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen). Bei den weiblichen Startern steht unter anderem A-Juniorin Hannah Kownatzki (Tri- Sport Lübeck) im Fokus. Ebenso Klubkameradin Christina Hollstein bei den Frauen, die aktuell Vierte am Poggensee war. Die Segeberger Fahnen hält Dr. Diana Mull (TSV Bornhöved) hoch, aus dem Lauenburgischen will Christina Lehmann (Ratzeburger SV) mitmischen. Bei den Männern will‘s Tobias Melnyk (Möllner SV) wissen, der schon beim „7TT“ in Lübeck den Landestitel über die Olympische Distanz holte. Gut für vordere Platzierungen sind aber auch Stephan Bergermann (TSV Bargteheide) und Jan Stelzner (Tri-Sport Lübeck).

• Nähere Infos im Internet unter
www.fisherman-heiligenhafen.dejz

Christian Schlichting

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