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Sport im Norden Weltcup – und das war’s für Finn Schröder
Sportbuzzer Sport im Norden Weltcup – und das war’s für Finn Schröder
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23:31 31.05.2018
Finn Schröder gewann im Vorjahr in Sarasota/Florida WM-Bronze mit Malte Großmann. In Belgrad starten sie jetzt das letzte Mal. Quelle: Foto: Drv/seyb
Lübeck

Finn Schröder und sein Partner Malte Großmann (Hamburg) sind gestern in Serbien eingeflogen – – mit einem Tag Verspätung. „Ich musste noch fürs Studium eine Präsentation halten. Kein großes Ding, aber der Prof’ hat darauf bestanden“, erklärte der Lübecker, der in Bochum Wirtschaft studiert. Auf der Ada Ciganlija-Strecke ist das Duo Schröder/Großmann heute ab 9.45 Uhr im Vorlauf gefordert. Die Konkurrenz, darunter Deutschland I mit Laurits Follert und Paul Schröter, ist mit 22 Booten groß.

Und Schröder wird mit einer „Mischung aus Frust und Wut“ ins Boot klettern. Denn er weiß: „Es ist mein letztes Rennen in diesem Jahr werden.“ Nach Belgrad ist für ihn die Saison vorbei. Die Bundestrainer haben entschieden, Nico Merget, der in Belgrad im Vierer startet und dessen Partner Malte Daberkow seine Karriere beendet hat, fortan ins Großmann-Boot zu setzen. „Beide sind für die nächsten Wettkämpfe als Ersatzleute vorgesehen“, erklärt Schröder, der damit auch die WM Mitte September im bulgarischen Plovdiv abhakt. Denn der Verband wird in diesem Jahr keinen Zweier mit Steuermann melden. Im Vorjahr gewann der 24-Jährige im nicht-olympischen Boot WM-Bronze.

Schleswig-Holsteins Sportler des Jahres 2017 – „ausgebootet“. Den Rückschlag hat Schröder gefasst aufgenommen: „Dazu bin ich zu lange im Geschäft. Ich bin nicht sauer oder so. Malte und ich haben alles reingehauen, aber es fehlte das letzte Quäntchen. Es lief nicht hundertprozentig rund, auch wenn wir dicht dran waren.“ Und das mache ihm Mut, um dranzubleiben. „Ich bin nicht weit weg, glaube an meine Chance. Ich will 2020 bei den Olympischen Spielen dabei sein. Daran hat sich nichts geändert“, erklärte Schröder, der die nächsten Monate so neu planen muss. „Ich werde wohl in den Urlaub gehen, ich schaue nach Belgrad, wie es weitergeht.“

Björn Lötsch, sein Heimtrainer bei der Lübecker RG, glaubt noch nicht so recht an das Aus: „Dafür kann noch so viel passieren. Bei den Weltcups müssen alle ihre Form auch erst einmal bestätigen.“ Er ist sich sicher: „Sie werden Finn in dieser Saison noch brauchen“. Aber ärgerlich sei es schon. Lötsch kämpferisch: „Wir werden Finn aufbauen, dass er stärker in die neue Saison geht.“ Dazu zähle eventuell auch die Suche nach einem neuen Partner: „Er war mit Malte gut, aber eben nicht sehr gut. Da müssen und werden wir uns Gedanken machen.“

jek

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