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Sport im Norden Weltmeister auf dem Prüfstand
Sportbuzzer Sport im Norden Weltmeister auf dem Prüfstand
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20:10 10.01.2018
Lübeck

Eigentlich hatte die Rostocker Skullerin Dräger als immerhin vierfache Leichtgewichts-Weltmeisterin (2003 und 2005 im Doppelzweier, 2010 im Einer und Doppelvierer) und dreimalige Olympia-Starterin ihre Karriere im Januar 2017 für beendet erklärt – zum zweiten Mal nach 2013, nach der Geburt ihres Sohnes Ben.

Im Frust über die Stützpunkt-Umstrukturierung, über den damit verbundenen Wechsel von Trainer Meinhard Rahn nach Hamburg sowie über den Wegfall der Sporthilfe-Förderung war die gebürtige Lübeckerin aus „ihrem“ Rostocker ORC ausgetreten und hatte sich der Schweriner RG angeschlossen. Im Herbst stellte dann Björn Lötsch als Trainer der Lübecker RG der 36-jährigen alleinerziehenden Mutter und hauptberuflichen Polizeimeisterin „in alter Verbundenheit“ ein Boot zur Verfügung und ermunterte sie zur Rückkehr aufs Wasser.

Im Einteiler der LRG, für die sie zuletzt als 14-Jährige vor ihrem Wechsel von Lübeck nach Rostock aktiv war, absolvierte Dräger dann mit der Limburger U23-Skullerin Sophia Krause ihr erstes Rennen nach dem zweiten Rücktritt und landete nach der Sechs-Kilometer- Langstrecke auf dem Berliner Hohenzollernkanal nur knapp geschlagen auf Rang zwei. Das machte Appetit auf mehr . . .

Mittlerweile hat Dräger zwar einen – mündlich bereits positiv beschiedenen – Antrag auf Wiederaufnahme in die Sportfördergruppe gestellt und wird sich bei offiziellen Rennen und Regatten ab dem Frühjahr wieder für Schwerin in die Riemen – beziehungsweise Skulls – legen. Und sie stellt auch klar: „Ich will noch einmal alles versuchen, um mich für Olympia 2020 in Tokio zu empfehlen.“ Aber zugleich sagt sie: „Jetzt beim Ergo-Cup gehe ich quasi an alter Wirkungsstätte für die Lübecker Ruder-Gesellschaft an den Start.“ Als Richtwerte dienen ihre Zeiten von 7:04,9 und 7:05,0 Minuten, mit denen sie 2015 und 2016 an der Untertrave die klar schnellste Leichtgewichtlerin war.

Bei den parallel dazu ebenfalls um 13.50 Uhr startenden „schweren Frauen“ rechnet Lötsch als Coach und Orga-Chef mit einem ähnlich souveränen Sieg von Frieda Hämmerling (RGG Kiel) vor ihrer Ratzeburger Ex-Kollegin Marieluise Witting. Bei den Männern hofft Lötsch ab 14 Uhr indes auf einen (weiteren) LRG-Heimsieg: „Mein Favorit ist ganz klar unser U23-EM-Starter Christian von Warburg – vor Stephan Krüger und Titelverteidiger Samuel Tieben aus Scharnebeck.“ Dabei geht’s dem Rostocker Krüger ähnlich wie seiner Ex-Kollegin Dräger: Als einstiger Welt- und Europameister im Doppelzweier (2009 bzw. 2015) schwitzt der 29-Jährige in Lübeck ebenfalls schon für Tokio 2020.

Nicht so LRG-Recke Maximilian Munski: Der gestern 30 Jahre alt gewordene Olympiasilber-Gewinner startet am Samstag ab 14.20 Uhr im Sprint-Achter über 350 m, auch um für den Verein „Wirfueryannic“ zu werben, der sich das Thema Depression im Sport auf die Fahnen geschrieben hat.

oel

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