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Sport im Norden Wer ist für Sie die Mannschaft des Jahres?
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21:10 30.12.2017
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Die Tischtennis-Jungs des TSV Bargteheide kürten sich im Sommer in Bad Blankenburg zum besten U18-Team der Republik, als sie durch einen deutlichen 6:1-Finalsieg Deutscher Jugend-Meister wurden. Damit schafften Constantin Velling, Leo Schultz, Jonathan Dietrich, Luca Meder und Tom Hansen etwas bisher Einmaliges. Denn erstmals gelang es einer Tischtennis-Mannschaft in Deutschland, ihren Triumph in der Schülerklasse (2013) anschließend in gleicher Stammbesetzung bei den Jungen zu wiederholen. Damit krönte das Quintett eine gemeinsame Jugendzeit mit mehr als 60 Medaillen aus den letzten Jahren bei Ranglisten und Meisterschaften und unterstrich seinen Ruf als „goldene Generation“ im Tischtennisverband Schleswig Holstein.

Die drei U18-Zehnkämpfer des Polizei-SV Eutin wurden in Papenburg Norddeutscher Mannschaftsmeister 2017 mit 18530 Punkten. Niklas Sagawe (17) holte sich dort zudem den Einzeltitel mit 6418 Zählern und „zog“ den im Juni noch 15-jährigen David Schliep (6127) zur Vizemeisterschaft. Das PSV-Meistertrio komplettierte der gleichaltrige Mika Jokschat als Vierter mit 5985 Punkten. Mitte August folgte dann für die drei Ostholsteiner die Krönung im Zehnkampfmekka Bernhausen. Erneut kamen Sagawe, Schliep und Jokschat ohne Ausfall durch die beiden DM-Tage und holten sich überraschend mit 18 211 Punkten ihren ersten nationalen Titel. 2015 war das PSV-Trio im U16-Neunkampf schon nationaler „Vize“, 2016 folgte Rang vier, und 2017 passte alles zusammen fürs goldene Happy End.

Im Jahr 2012 mussten die Fußballer von Eutin 08 den bitteren Gang in die Kreisliga antreten, doch mit Coach „Mecki“ Brunner ging es in der Folge steil bergauf: Direkter Wiederaufstieg in die Verbandsliga (2013), dort gleich wieder Meister und SH-Liga-Aufstieg (2014). Nach den Plätzen vier und zwei gelang im dritten Anlauf der große Wurf – Meister mit nur einer Niederlage und 21 Punkten Vorsprung vor Holstein Kiel II. Nach einem 2:0 gegen den Bremer SV reichte ein 0:0 bei Altona 93 schließlich zum groß gefeierten Aufstieg in die Regionalliga Nord. Dort wurde der Höhenflug allerdings gestoppt, und Trainer Brunner musste gehen. Unter dessen Nachfolger Lars „Calli“ Callsen überwintern die Rosenstädter zwar auf einem Abstiegsplatz, haben den Klassenerhalt in der Rückrunde aber weiterhin in eigener Hand.

  Gleich zwei Regionalliga-Aufstiege konnten die Fußballtalente des JFV Hanse Lübeck in diesem Sommer feiern, die mit der A- und B-Jugend den Sprung schafften.

Die U16-Korbjäger der Lübeck Lynx vertreten die Farben der Lübecker Turnerschaft nach einjähriger Abstinenz bereits zum zweiten Mal im deutschen Basketball-Oberhaus.

Unter ihrem mittlerweile bewährten Coach Stefan Tresselt, der gestern seinen 54. Geburtstag feierte, schafften die „Luchse“ vor allem dank ihrer Routiniers Emil Wagner, Tillmann Kaas, Asann und Sainn Jaiteh (alle Jg. 2002) sowie den ein Jahr jüngeren Anton Marshall, Fabian Drinkert und Ole Schrader im Juni die erneute Qualifikation zur Jugend-Bundesliga. Nach durchwachsener Vorrunde haben sich die Lynx, die bis auf den Reinbeker Frederic Schnur allesamt aus Lübeck stammen, eingespielt und liegen zur Halbzeit der Relegationsrunde unter acht Teams mit vier Siegen und vier Niederlagen auf Rang fünf.

Neuer Name, alte Ziele. Seit dem 1. Juli firmieren die Zweitliga-Handballer als VfL Lübeck-Schwartau unter dem Dach einer Co. KG (Kommanditgesellschaft). „Es ist der Start in ein neues Zeitalter“, erklärte Chef Michael Friedrichs. In der Lübecker Hansehalle ohnehin spielend, erhofft er sich durch Lübeck im Namen ein Mehr an Sponsoren. Mit professionelleren Strukturen soll es bis 2020 zurück in die 1. Liga gehen – das ist das Ziel. Platz sechs in der Vorsaison, das Hoch, bis zum vorletzten Spieltag um den Aufstieg mitspielen zu können, mit 1860 Zuschauern im Schnitt die Nummer eins der Region zu sein – all das machte Lust auf mehr. Und der neue VfL ist weiter in der Erfolgsspur, beendete die Hinrunde jetzt auf Platz drei,

verzauberte seine Fans mit sieben Siegen in neun Heimspielen, erdete als einziges Team der Liga die Überflieger des Bergischen HC. Keine Frage: Der VfL ist der mannschaftliche Leuchtturm der Region.

  Das unterstreicht auch der Nachwuchs des VfL Bad Schwartau, dessen männliche Jugend A sich wieder in der Bundesliga etabliert hat, und deren weibliche A, die ins DM- Viertelfinale eingezogen war.

Rot-Weiß Moisling feierte 2017 den bislang größten Erfolg seiner Kunst- und Hallenradsportler: Unter der Obhut von Trainer Gerhard Clasen (75) brachten dessen „Nachfahren“ Britta (48) und Jörn (50) im Quartett mit Tobias Terpe (39) und dem erst 2016 für Jens Westergreen nachgerückten Lübecker Eigengewächs Anna Pätschke (21) als Landesmeister das Kunststück fertig, erstmals in der 108-jährigen Klubhistorie das Double auf nationalem Parkett zu gewinnen. Der Einrad-Vierer der Rot-Weißen gewann im September vor 800 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle nicht nur den Bundespokal (wie zuletzt 2015), sondern verdiente sich im Oktober in Hamburg auch noch den Titel des Deutschen Meisters, den das RWM-Quartett zuletzt 2014 geholt hatte.

Im niederrheinischen Wallfahrtsort Kevelaer vergoldeten Lübecks „Adlerträger“ vom LBV Phönix ihre leichtathletische Pilgerfahrt zur Endrunde der Deutschen Team-Meisterschaft. In der Altersklasse M30 wiederholten die Phönixer um Zbigniew Sikorski, Ralf Mordhorst, Klaas Franzen, Christopher Tuncay und Patrick Hagge ihren Triumph vom Vorjahr in Essen und verteidigten den DM-Titel mit 9606 Zählern und satten 894 Punkten vor der SG Lingen-Nordhorn. Für die Highlights sorgten Diskuswerfer Mordhorst (47,60 m), „Speedy“ Sikorski (11,42 Sek. über 100

m), Franzen (9:28,91 Min. über 3000 m) sowie die 4 × 100-m-Staffel, die mit Sikorski, Christopher Kokot, Hagge und Tuncay in 44,43 Sekunden den seit 1972 von Holstein Kiel und seit 1991 von einer weiteren LBV-Staffel gehaltenen Landesrekord nur um eine Zehntelsekunde verpasste.

Helge und Christian Sach sind die Methusalems des deutschen Katamaran-Segelns. 1966 in einem Schlauchboot und mit einer Wolldecke als Segel gestartet, sind die Brüder aus dem ostholsteinischen Zarnekau eine Institution. Helge, der gestern 61 Jahre alt wurde, und sein zwei Jahre jüngerer Bruder, gewannen insgesamt neun EM- und WM-Medaillen im olympischen Tornado und der internationalen Formula-18-Klasse. In diesem Jahr legten sie bei den F18-Worlds in Kopenhagen nach. Zur Halbzeit lagen sie auf Kurs Podium, segelten im Elitefeld mit Weltmeistern und Olympiasiegern unter 124 Teams auf Gesamtrang zehn, holten so noch Masters-Gold – auch wenn sie das nicht gern hören. Denn sie mögen es noch schneller, sind als Profis noch auf ihrem Riesen-Katamaran M32 und über das Wasser fliegend auf ihrem foilenden Nacra-Kat unterwegs – auch als Trainer für den Nachwuchs.

Der TSV Trittau ist mit seiner Badminton-Mannschaft aktuell bereits im fünften Jahr erstklassig. Und das, obwohl andere Vereine über das bis zu zehnfache Budget verfügen, um eine schlagkräftige Mannschaft in der 1. Bundesliga an den Start zu schicken. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Trittauer auf Anhieb dabei waren, als im Mai erstmals ein FinalFour-Turnier im Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen wurde. Auf Platz vier aus der vorgeschalteten Hauptrunde hervorgegangen, besiegten die Trittauer um die Teamkapitäne Iris Tabeling und Nikolaj Persson im Playoff-Viertelfinale den SC Union Lüdinghausen mit 4:1, erreichten so das Turnier der vier besten Badminton-Mannschaften Deutschlands in Bad Hersfeld, wo sie im Halbfinale dem späteren Titelträger TV Refrath mit 2:4 unterlagen und schließlich nach einem weiteren 2:4 im kleinen Finale gegen den 1. BC Düren Vierte wurden. Aktuell sind die Trittauer als Tabellenvierte erneut auf dem Weg zum Final Four – und das trotz unverändert schmalen Budgets.

LN

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