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Sport im Norden Zittern um den Dressur-Weltcup
Sportbuzzer Sport im Norden Zittern um den Dressur-Weltcup
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16:13 16.02.2018
Kämpfen um den Topstatus der VR Classics. Cheforganisatorin Bettina Schockemöhle und Veranstalter Paul Schockemöhle. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Neumünster

Auch in der 68. Auflage knatschen noch keine Türen. Die VR Classics sind ein jung gebliebener Klassiker. Der Etat für das viertägige Spektakel der Extraklasse mit dem Drei-Sterne-CSI der Springreiter sowie der FEI-World-Cup-Kür in der Dressur ist mit 950000 Euro sicher. Dennoch macht sich in Neumünster etwas Unsicherheit breit. Der Dressur-Weltcup könnte im Sommer Geschichte sein. Die FEI, die internationale Dachorganisation des Pferdesports, prüft den Standort. Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg), Rekordsiegerin in Neumünster, ist – auch wenn sie in diesem Jahr nicht am Start ist – eine der großen Fürsprecherinnen der Classics. „Natürlich gibt es größere und modernere Hallen, aber die Stimmung und Atmosphäre sind einmalig und rufen große Emotionen hervor“, sagt die 48-Jährige. Darüber hinaus würden die Standorte von der FEI doch in jedem Jahr geprüft. „Wir betonen jedenfalls immer wieder, wie gerne wir in Neumünster reiten.“

 

Rückt für die fehmaranerin Inga Czwalina ins VR-Classics-Feld der Springreiter: Jörg Kreuzmann (Kasseburg). Quelle: Fotos: Jörg Lühn

VR Classics kompakt

Die VR Classics starten um 8 Uhr mit Prix St. Georg Kl. S*. Weitere Prüfungen heute: M**-Zeitspringen (18.30) und ein M*-Springen Mannschaft mit Stechen (20 Uhr). Höhepunkte sind am Sonntag der Vier-Sterne-Dressur-Weltcup (10 Uhr) und das Vier-Sterne-Weltranglistenspringen mit Stechen (13.20 Uhr).

Veranstalter Paul Schockemöhle zeigt sich ebenfalls ganz entspannt. „Dressur ist die Grundlage fürs Springen“, sagt der 72-Jährige. Er werde sich die Prüfungen am Sonnabend und Sonntag ansehen, „schließlich habe ich ja auch einige Pferde dabei und bin selbst Züchter.“ Zweiter deutscher Standort in der neunteiligen Serie der Western European League ist Stuttgart.

Bei den Springreitern sieht die Welt anders aus. Hier stagnieren die Zahl der Drei- und Vier-Sterne-Prüfungen, während Ein- und Zwei-Sterne-CSI wie Pilze aus dem Boden schießen. Neumünster gehört zu den elf Turnieren, die Springsport auf Drei-Sterne-Niveau bieten. „Neumünster ist von der Zucht und Tradition sehr holsteinisch geprägt, aber die Pferde müssen gut ausgebildet und an große Aufgaben herangeführt werden“, sagt Paul Schockemöhle.

Glanzlicht und Höhepunkt ist der mit 50000 Euro dotierte Große Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken am Sonntag. Außerdem geht es drei weitere Male um Weltranglistenpunkte im Parcours. Diese Springen sind mit jeweils 25000 Euro dotiert. Um in der Kategorie einen weiteren Stern zu bekommen, fehlen laut Chef-Organisatorin Bettina Schockemöhle rund 90000 Euro. „Das heißt aber keineswegs, dass die Prüfungen leichter sind. Ich bewundere den Parcoursbauer“, sagt Schockemöhle.

Unterdessen gab es zwei Absagen: Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) musste wegen Erkrankung seiner Pferde passen. Weil Inga Czwalina (Fehmarn) endgültig verzichtete, um in Borken (Nordrhein-Westfalen) an den Start zu gehen, bekam Jörg Kreutzmann (Kasseburg) den freien Platz.

 Jörg Lühn

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