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Sport im Norden Zweimal um den Erdball
Sportbuzzer Sport im Norden Zweimal um den Erdball
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00:00 19.10.2012
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Lübeck

„Eigentlich war ich nie scharf auf Wettkämpfe“, erzählt Bernd Benda und muss selbst ein wenig über sich lachen. Denn inzwischen ist der 73-Jährige aus Leutkirch ein regelrechter Marathon-Fanatiker, läuft im Jahr bis zu 14 Rennen über 42,195 Kilometer. Morgen reist der gebürtige Potsdamer nun in die Hansestadt, um beim Stadtwerke Lübeck Marathon seinen sechsten Wettkampf in diesem Jahr zu absolvieren – und zugleich ein Jubiläum zu feiern.Denn am Sonntag steht er zum 150. Mal an der Startlinie eines Marathon-Laufes. „Ich habe in meinem Leben mehr als 80 000 Kilometer zurückgelegt, theoretisch bin ich zweimal um den Erdball gerannt“, rechnet der Marathon-Metusalem von der TSG Leutkirch voller Stolz vor.Den Sport entdeckte der ehemalige Mitarbeiter einer Zahntechnik- Firma zwar schon in jungen Jahren. „Der Mensch hat zwei Beine und kann laufen“, lautete schon damals sein Credo. Doch erst mit 44 Jahren absolvierte er seinen ersten Marathon in Kressbronn am Bodensee. „Wenn ich acht Stunden arbeiten kann, dann kann ich auch 42 Kilometer laufen.“ Als Benda mit 61 seinen Job verlor, rückte der Wettkampf endgültig in seinen Lebensmittelpunkt. „Ich habe dann angefangen, Marathons zu sammeln.“ Bei der 5. Ausgabe des Lübecker Spektakels soll die Sammlung nun abermals erweitert werden. Dass Benda sein Jubiläum fern der Heimat feiert, war nicht geplant. Eine Grippe hatte seinen Start vor zwei Wochen in Lindau am Bodensee verhindert. Für den Rentner, der 1999 in New York in der Altersklasse M60 auf den 16. Platz kam, kein Problem: „Ich möchte den Lauf genießen und mir ein bisschen die Gegend angucken“, meint der 73-Jährige. Auch seine Lebensgefährtin Frieda Hepp wird dabei sein. Zwar läuft sie nicht. Aber das Paar nutzt das Wettkampf-Wochenende meist für einen Kurzurlaub und freut sich „auf die Stadt und ihre sieben Türme“. Im „hohen Norden“ war Benda allerdings schon einmal, startete im Februar vergangenen Jahres beim Kieler Marathon. „Das war ganz schön kalt und windig“, erzählt der Lauf-Enthusiast, der am Sonntag auf etwas bessere Wetterverhältnisse hofft. „Es sollen ja 14 Grad werden, das wären dann ideale Bedingungen.“ Über den Kurs hat er sich in der Vorbereitung auf das Rennen allerdings nicht schlau gemacht. „Mir ist egal, wie die Strecke aussieht. Ich muss ja keine Bestzeiten mehr laufen“, sagt er und hofft doch, „unter 4:30 Stunden“ ins Ziel auf dem Markt zu kommen. Während er zwischen 1986 und 1992 noch unter drei Stunden blieb, hat Benda im hohen Alter seine Ansprüche zurückgeschraubt. „Ich freue mich einfach über jeden Marathon, den ich bestritten habe.“ Im Ziel sei er zwar immer „ein wenig kaputt“. Doch ans Aufhören denkt der Jubilar noch lange nicht. „Ich liebe das Laufen im Freien, da kann ich entspannen. In Fitnessstudios ist die Luft so schlecht“, sagt der rüstige Rentner. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt ihm nach einem Wettkampf meist nicht – weil bereits das nächste Event wartet. „Nach einem Marathon mache ich Pause, um dann ab der zweiten Woche wieder bis zu 70 Kilometer zu laufen“, erzählt Benda und beteuert: „Es macht mir einfach immer noch Spaß.“ Auch wenn es für ihn neben dem Laufen noch andere schöne Dinge gibt. Und so will er in Lübecks Altstadt auch als Hobbyfotograf auf seine Kosten kommen.

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