Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sportarten Aus für „Rund um Ratekau“
Sportbuzzer Sportarten Aus für „Rund um Ratekau“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:57 10.10.2018
Gut 1000 Läufer waren stets bei „Rund um Ratekau“ am Start. Quelle: ws
Lübeck

Überraschendes Ende: „Rund um Ratekau“, eine der traditionsreichsten Laufveranstaltungen im Norden, hat im Juni bei der 30. Auflage seine letzte Runde gedreht. Über das abrupte Ende informierte jetzt das ehrenamtliche Organisationsteam Volker Thimm, Baptist Peltner und Jens Ehlers. Als Grund führt das Trio in einer Erklärung vor allem die „mangelnde Unterstützung und die in jeder Beziehung ausbleibende Würdigung durch den Vorstand des TSV Ratekau“ an. So habe sich die Helfersuche für die Durchführung der Großveranstaltung immer schwieriger gestaltet. In diesem Jahr seien so einige Streckenposten erst kurz vor den Starts eingeteilt worden – „und dies bei einem Verein mit gut 1200 Mitgliedern“.

Oktober 2018: „Rund um Ratekau“ ist nicht nur plakativ am Ende Ende. Quelle: E-Mail-LN-Sport

Sprecher Ehlers: „Erzwungene Aufgabe macht mich sehr traurig“

Ehlers, Sprecher des Orgateams, bedauert das Aus: „Wir alle haben sehr viel Herzblut in die Veranstaltung investiert. Die erzwungene Aufgabe macht mich deshalb sehr traurig. Ich denke wehmütig an die vergangenen Läufe zurück.“ Ihm tue es auch leid für die große Laufszene, die Jahr für Jahr gern nach Ratekau gekommen sei. Seit 1989 erreichten so gut 32 000 Läufer das Ziel. Im Juni waren es knapp 1000. Der Äthiopier Solomon Merne stellte dabei mit 29:46 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Mehr noch: So schnelle 10 Kilometer hatte es in den vergangenen zehn Jahren bei keinem Straßenlauf in Schleswig-Holstein gegeben.

Rückblick auf 29 Jahre „Rund um Ratekau“

TSV-Vorsitzender Pooch: „Suchen nach Alternativen“

Das Organisationstrio stellte klar, dass „Rund um Ratekau“ wirtschaftlich auf gesunden Beinen gestanden habe. „Für 2019 lagen die Zusagen von zwei neuen Sponsoren vor. Die Laufveranstaltung belastet die Finanzen des Vereins mit null Cent“, erklärt Ehlers. Ingo Pooch, Vorsitzender des TSV Ratekau, bestätigte auf LN-Nachfrage, dass der Vorstand über das Ende des Laufes informiert sei. „Wir sind unglücklich darüber, dass diese Traditionsveranstaltung nicht mehr durchgeführt wird, suchen aber nach Alternativen, damit es weitergeht.“ Man wisse aber, dass es schwierig sei, Leute zu finden, die dafür die Verantwortung übernehmen. „Ich habe allergrößten Respekt vor jedem, der ein Ehrenamt ausübt.“ Den Vorwurf der mangelnden Unterstützung bedaure er, „doch wir müssen respektieren, dass das so wahrgenommen wird“.

„Rund um Ratekau-Staffel“ beim Lübeck-Marathon

Am Start bleibt indes der Ratekauer Nostalgie-Lauf am letzten Sonntag im Jahr. Ehlers: „Da geht es weiter. Am 30. Dezember geht es wieder über die knackigen 15 Kilometer auf dem alten Rund-um-Ratekau-Kurs. Es können auch kürzere Strecken gerannt werden.“ Und: Am Sonntag beim Stadtwerke Lübeck Marathon zeigt das „Rund um Ratekau“-Team noch einmal Flagge, läuft als Staffel mit. Ehlers: „Wir wollen da einen Podestplatz.“

Jens Kürbis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Sonntag steigt die elfte Auflage des Stadtwerke Lübeck Marathons. 3766 Läufer haben für neun Strecken gemeldet. Der Marathon- und der Familienlauf sind bereits ausgebucht. Nachmeldungen für die restlichen Strecken sind ab Freitag im Börsensaal des Rathauses möglich.

09.10.2018
Sport im Norden Nord-Ostsee-Championat der Vielseitigkeitsreiter - Reumann und Westphal im Ihlwald in Titellaune

Junge Amazonen auf Meisterkurs: Anuschka Reumann (18) und Charlotte Westphal (11) reiten in Bad Segeberg auf CIC*-Niveau und in der A-Klasse zum Titel auf Landesebene.

08.10.2018

Rallye-Legende Dirk von Zitzewitz ist bei der Rallye Marokko auf der vierten Etappe ausgeschieden. Nach einem Fehler seines Piloten Austin Jones überschlugen sich der US-Boy und der Ostholsteiner in ihrem Side by Side-Buggy „Can Am Maverick X3“. Das Duo war auf Kurs Etappensieg und Gesamtführung.

08.10.2018