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Sportarten Holsteiner Jugend nutzt Heimvorteil in Schwarzenbek
Sportbuzzer Sportarten Holsteiner Jugend nutzt Heimvorteil in Schwarzenbek
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18:56 29.01.2019
NDM-Silber im Mädchen-Einzel und -Gold im Doppel im Visier: Michelle Weber (TSV Schwarzenbek) Quelle: Oliver Zummach
Schwarzenbek

Heimvorteil genutzt. So kurz, knapp und erfreulich lässt sich die Erfolgsbilanz des Tischtennis-Landesverbandes (TTVSH) bei den Norddeutschen Meisterschaften der U18- und U15-Jugend in Schwarzenbek zusammenfassen. Vier Titel, dazu vier weitere Endspielteilnahmen und zusätzlich sechs Plätze in den Halbfinalspielen ließen auch Oliver Zummach als Teamchef der TTVSH-Athleten ein zufriedenes Fazit ziehen: „Unser Ziel war es, wie in den Vorjahren wieder der erfolgreichste Verband zu sein. Das ist uns mit acht von 16 Startplätzen für die DM gelungen.“

Halbfinalisten sichern sich DM-Tickets

Jeweils die vier Halbfinalisten in den Einzelwettbewerben bei Schülerinnen und Schülern sowie Mädchen und Jungen sicherten sich ein Ticket für die U15-DM in Rees (9./10.3.) oder U18-DM in Wiesbaden (20./21.4.). Zusammen mit den drei vorab bereits über Ranglistenturniere qualifizierten Karina Pankunin, Chiara Steenbuck (beide TSV Schwarzenbek) und Anna Schüler (SV Friedrichsgabe) sind elf DM-Starter „eine sehr, sehr gute Zahl für uns“, so Zummach, der als Mitglied in der Abteilungsleitung des ausrichtenden TSV Schwarzenbek ergänzte: „Da haben wir unseren Heimvorteil bestens genutzt. Viele konnten am Sonnabend im eigenen Bett schlafen und waren deshalb topfit, als es darauf ankam.“

Endspiele im Doppelpack

Das galt auch für Michelle Weber, die sich sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Anna Schüler bis ins Finale spielte. Das Problem: Nur wenige Minuten, nachdem sie sich den Doppel-Titel gesichert hatte, musste sie im Einzel-Endspiel gegen die Hamburgerin Anna Tietgens antreten. Eine zu kurze Vorbereitungszeit, wie sich herausstellte. Erst nach einem 0:2-Satzrückstand agierten beide auf Augenhöhe, nach gewonnenem dritten Durchgang verlor sie den vierten knapp mit 9:11. Nachdem die erste Enttäuschung verflogen war, wusste die 16-Jährige ihr Ergebnis dann aber doch richtig einzuordnen: „Ich freue mich riesig. Mein Ziel war es, mich für die DM zu qualifizieren. Und das ist mir gelungen.“

Nach 0:2-Rückstand aufgedreht

Genauso wie ihrer Schwarzenbeker Klubkollegin Julia Braasch: Die erst 13-Jährige hat noch ein Jahr bei den U15-Schülerinnen vor sich, den Sprung zur DM schaffte sie aber schon jetzt. Und das letztlich doch etwas überraschend. Denn schon im Achtelfinale drohte gegen Michelle Wutskowsky das Aus. Doch nach 0:2-Satzrückstand fand Julia, die beim TSV schon im Verbandsliga-Damenteam spielt und eine 12:6-Hinrundenbilanz zu Tabellenplatz zwei beigesteuert hat, auch dank der Unterstützung durch Coach Ariane Liedmeier die richtige Taktik gegen die Brandenburgerin, siegte noch in fünf Sätzen. Anschließend setzte sich Julia auch gegen die Hamburgerin Antonia Nitz mit 3:1 durch. Mit dem Erreichen des Halbfinals war das DM-Ticket sicher – und nach der 1:3-Niederlage gegen Verena Frommer (Berlin) gab’s Nord-Bronze als Trostpflaster.

Schweres Los für Tjark Heinrich

Zwei Medaillen sicherte sich auch die nächste große Tischtennis-Nachwuchshoffnung des TSV Bargteheide: Der 15-jährige Tjark Heinrich spielte sich im Doppel mit Tim Jensen vom TSV Schwarzenbek bis ins Halbfinale, dort waren beide gegen die späteren Nord-Meister Nam Hoang Thai/Benjamin Voßkühler (Berlin) beim 0:3 dann allerdings chancenlos. Einen DM-Startplatz gab es aber ohnehin nur über die Einzel-Konkurrenzen. Und dort hatte Tjark, der bereits festes Teammitglied bei Bargteheides Verbandsoberliga-Herren ist, nach souverän gewonnener Vorrunde eine denkbar schwere Auslosung erwischt. Schon in der ersten K.o.-Runde war der Berliner Hoang Thai sein Gegner, gegen den er im Vorjahr das NDM-Finale bei den Schülern noch verloren hatte.

„Siegerlächeln“ nach 8:8

Diesmal aber dominierte der Bargteheider mit einem klaren 3:0-Sieg. Beim 3:2 im Viertelfinale gegen Voßkühler (Berlin) sah auch Vater Frank Heinrich „das bisher beste Tischtennis überhaupt von ihm“, mit viel Durchsetzungsvermögen schlug er schließlich beim Stand von 8:8 zwei „riesige Bälle“. Dass er danach bei aller Konzentration bereits ein „Siegerlächeln“ aufsetzte, erklärte Tjark anschließend so: „Ich wusste da halt schon, dass ich den nächsten Punkt auch machen werde“.

Zwei Kieler Glücksbälle

Ein Selbstbewusstsein, das ihm auch im Halbfinale gegen den topgesetzten Berliner Roy Affeldt zum 3:1-Sieg verhalf, bevor im TTVSH-internen Endspiel dann der zwei Jahre ältere Julius Stahl (FT Eiche Kiel) dann doch zu stark war. Nach knapp verlorenem ersten Satz (12:14) brachten „zwei Glücksbälle“ im zweiten Durchgang den Kieler auf die Siegerstraße und Tjark aus dem Konzept.

Christian Schlichting

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