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Sportarten Todesfelde/Leezen siegt trotz vieler Fehler
Sportbuzzer Sportarten Todesfelde/Leezen siegt trotz vieler Fehler
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17:22 05.11.2018
Matchwinnerin in Todesfelde: Mit zwei Volltreffern in der Schlussphase drehte Laura Riehl (hier gegen Reinfelds Kerstin Albrecht) den Spieß für To/Lee noch um. Quelle: Agentur 54°
Todesfelde

„Spiele gegen Reinfeld sind immer eng, und auch in diesem Duell entwickelte sich ein Derbycharakter mit einem glücklichen, jedoch nicht unverdienten Ende“, stellte SG-Trainer Heiko Grell nach einem kampfbetonten Spiel und dem 25:24 (10:14) der SG Todesfelde/Leezen gegen den SV Preußen Reinfeld fest. Die Gastgeberinnen hatten vor 144 Zuschauern einen guten Start und kamen dank einer starken Abwehr zu Gegenstößen und einer 7:5-Führung (17.). Als die Gäste stärker auf und zum 8:8 (20.) kamen, nahm Grell eine Auszeit.

Derby-Statistik

SG To/Lee: Heller, Godowski – Wulf 6, Riehl 4, Grell 4/1, Hildebrandt, Hübner je 3, Schmidt, Hani je 2, Räihä 1, Knauft, Studt, Claasen. Reinfeld: Rahf, Buschmann – R. Tonding 5, Enke, Denker je 4, Schröder 4/2, Uhlenbrook  3/1, L.  Tonding 2, Eissing, Albrecht je 1, Wiencke, Heinz, Hirt, Oeder.

Die hatte jedoch nicht den erhofften Effekt, in der anhaltenden To/Lee-Schwächephase setzten sich die Reinfelderinnen zur deutlichen Pausenführung ab. In der Kabine forderte Grell dann mehr Aggressivität in den Abwehr – vor allem gegen den starken Rückraum der Gäste – ein. Und sein Team folgte ihm. Zwar bezeichnete Grell die Abschlüsse seines Teams als „unbefriedigend“, dennoch schaffte es den 16:16-Ausgleich (39.) und ging beim 18:17 durch Anna-Lena Grell (45.) erstmals wieder in Führung.

Drei Zeitstrafen in Folge

Nach dem 22:20 gab es eine Phase mit drei Zeitstrafen in kurzer Folge für die SG, die sie jedoch fast unbeschadet überstand. Das 23:21 (53.) von Mirlinda Hani hatte Signalwirkung für die SG. Reinfeld ging zwar nach drei Toren in Folge noch einmal in Führung (23:24, 56.), doch zwei Treffer von Laura Riehl bescherten der SG den Last-Minute-Sieg. Nach der Reinfelder Auszeit verhielt sich die SG in den restlichen 15 Sekunden taktisch klug und verteidigte den Vorsprung. „Wir haben gut gespielt, und letztendlich war es ein Sieg der Moral“, fasste Grell zusammen, fügte jedoch hinzu: „Auf beiden Seiten gab es zu viele technische Fehler, und die Qualität an sich könnte in der Oberliga besser sein.“

Verpasste Chance für Preußinnen

Reinfelds Trainer Detfred Dörling sah den Grund für die unglückliche Niederlage (die dritte der Saison) nicht in der wechselhaften Schlussphase: „In der ersten Spielhälfte hatten wir To/Lee im Griff, führten 14:10 und hätten nach der Pause den Sack zumachen müssen. Das haben wir durch einfache Fehler vorne und hinten versäumt“, ärgerte er sich auch über die verpasste Chance, am Gastgeber vorbei auf Tabellenplatz drei vorzurücken. Am Samstag (18 Uhr) geht’s nun im Heimspiel gegen den makellosen Tabellenführer MTV Heide.

Rainer Lennartz/Edith Preuß

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