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Sportarten Wandtkes Titeljagd mit Fragezeichen
Sportbuzzer Sportarten Wandtkes Titeljagd mit Fragezeichen
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16:28 24.01.2019
Schwerstarbeit für Igor Wandtke (r.): Der Lübecker Wahl-Hannoveraner, der sich 2018 sowohl im DM-Finale als auch im Bundesliga-Endkampf gegen David Krämer behaupten konnte, will sich am Sonntag seinen fünften nationalen Einzel-Titel erkämpfen. Quelle: imago
Lübeck

Eigentlich sind die Vorzeichen gut, dass Igor Wandtke am kommenden Sonntag in Stuttgart mit dem fünften DM-Titelgewinn einen glänzenden Start ins neue Judo-Jahr feiert. Denn nach seinen nationalen Einzelerfolgen 2012, 2014, 2017 und 2018 ist der 28-jährige Wahl-Hannoveraner in der Männer-Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm auch diesmal der gejagte Titelfavorit – zumal mit Anthony Zingg (Bayer 04 Leverkusen) der ärgste Mitbewerber verletzungsbedingt auf Eis liegt . . .

Startchancen liegen bei 80 Prozent

Doch den LN gegenüber räumt der Olympia-Starter von 2016 in Rio de Janeiro ein: „Ich sehe meine Startchancen aktuell bei etwa 80 Prozent. Denn auch wenn ich mich eigentlich ganz gut fühle und natürlich auch heiß auf eine weitere DM-Goldmedaille bin, plagen mich doch meine Zipperlein in der Schulter und im rechten Knie.“ Insofern fügt Wandtke hinzu: „Mein Physiotherapeut und ich werden eventuell kurzfristig entscheiden müssen, ob das Risiko, sich in Stuttgart eine schwerere Verletzung einzuhandeln, eventuell zu groß ist. Schließlich stehen für mich bis April auch mit Blickrichtung auf die Olympia-Quali für 2020 in Tokio ja noch etliche sportliche Highlights auf dem Programm.“

Nach der DM geht’s zum Grand Slam

Die Saisonplanung des vierfachen Deutschen Einzelmeisters umfasst nach der DM in Stuttgart im 14-tägigen Rhythmus die Grand-Slam-Starts in Paris und Düsseldorf (jeweils mit anschließenden Trainingslagern) sowie den Grand Prix im marokkanischen Marrakesch (8. bis 10.3.). „Und direkt danach soll’s dann mit der Nationalmannschaft für jeweils zwei Wochen nach Japan und Südkorea gehen“, berichtet der 28-Jährige und freut sich schon auf „einen intensiven Judo-Frühling“.

Minsk und Tokio als Saison-Highlights

Denn da er den nahezu zeitgleich zur Deutschen Meisterschaft stattfindenden Grand Prix in Tel Aviv nach Vorgabe des Deutschen Judo-Bundes auslassen muss, will er danach in Düsseldorf, Paris und Marrakesch mit guten Leistungen und Top-Platzierungen möglichst viele Punkte für die Weltrangliste und die sogar noch wichtigere Olympia-Qualifikation einheimsen. Wandtkes Saison-Höhepunkte für 2019 sind die European Games im weißrussischen Minsk (21. bis 30. Juni) und natürlich die Weltmeisterschaften in Tokio (25. August bis 1. September).

Härteste Konkurrenz aus München?

Wie auch immer: In Stuttgart rechnet der fürs Judo-Team Hannover startende Titelverteidiger mit erstem Wohnsitz in Lübeck am Sonntag vor allem mit den „bewährten Rivalen“ und sagt: „Da Anthony Zingg und der letztjährige Vizemeister David Krämer auf der Startliste fehlen, dürften die drei Münchner Robert Barwig, Schamil Dzavbatyrov und Lukas Vennekold die härtesten Brocken für mich sein.“

Familienausflug ins Schwabenland

Sollten Schulter und Knie halten, wird der DM-Trip in die schwäbische Metropole zugleich zum (mittlerweile schon traditionellen) Familienausflug ausgestaltet. Igor Wandtke verrät: „Meine Eltern und Geschwister sammeln mich am Samstag mit dem Auto in Hannover ein, und dann wollen wir in Stuttgart wieder gemeinsam einen möglichst erfolgreichen Judo-Sonntag verbringen. Das hat im vergangenen Jahr ja auch prima funktioniert.“

Andreas Oelker

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