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Sportarten Wehking als Titelfavorit zu Gast im Norden
Sportbuzzer Sportarten Wehking als Titelfavorit zu Gast im Norden
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15:24 03.01.2019
Mit links an alter Wirkungsstätte: Lennart Wehking gehörte in der Saison 2009/2010 zu den Zweitliga-Aktivposten des SV Siek. Quelle: Nuppenau/LN-Archiv
Schwarzenbek/Siek

Der Titelfavorit kommt in den Norden – und mit ihm ein alter Bekannter. „Wenn wir in Schwarzenbek und Siek gewinnen, können wir ernsthaft über den Wiederaufstieg sprechen und in die Zweitliga-Planungen einsteigen“, sagt Lennart Wehking vor den Wochenendspielen, die in der 3. Tischtennis-Bundesliga auf ihn und sein noch ungeschlagenes Team vom 1. FC Köln warten.

Am Sonnabend (14.15 Uhr) beim Tabellensiebten in Schwarzenbek (Cesenaticostraße), einen Tag später (14 Uhr) beim Fünften in Siek – das hört sich nicht nach den größten Hürden auf dem Weg zum Titel an. Doch Wehking, der 2009/10 mit Siek Platz drei in der 2. Liga Nord holte und die Zeit mit Spielertrainer Wang Yansheng „unter uns Linkshändern“ als „sehr gut in der Erinnerung“ beschreibt, weiß: „Das wird nicht einfach. Schwarzenbek hat ein homogenes Team. Hartmut Lohse ist mein Jahrgang, ihn kenne ich ewig, habe aber leider nie mit dem sympathischen Typen in einer Mannschaft gespielt.“ In Siek sei es „immer schwer. Es ist super cool, dort zu spielen wegen der stimmungsvollen Halle, aber deshalb für Gästeteams auch schwierig – das hat sich längst ’rumgesprochen in Tischtennis-Deutschland.“

„Trainer-Lehrerstelle“ in Hannover

Wehking weiß, wovon er spricht. Schließlich ist der 33-Jährige, seit seinem Abschied aus Siek für die Kölner am Tisch und in dieser Saison mit einer 10:3-Einzelbilanz im unteren Paarkreuz nicht nur als Aktiver mittendrin, sondern seit zwei Jahren auch dank seiner „Trainer-Lehrerstelle“ in Hannover. Er arbeitet an einer Eliteschule des Sports, und absolviert die zweite Hälfte seiner Stelle als Landestrainer des niedersächsischen Tischtennisverbandes (TTVN) am nördlichsten der fünf Bundesstützpunkte. Dort hat er Talenten wie Tobias Hippler oder dem Jugend-Olympioniken Cedric Meißner (beide Spitzenspieler bei Zweitligist Celle) das Rüstzeug für den Weg zum Profi mitgegeben.

Vorfreude auf Karina Pankunin

„Inzwischen ist die nächste Generation da, und wieder sind ein paar Bundeskader-Athleten darunter“, erzählt Wehking. Künftig sollen auch die weiblichen Talente aus Schleswig-Holstein häufiger in Hannover trainiert werden, „die Bundestrainerin hat mehrere Lehrgänge zu uns gelegt“, weiß er und freut sich auf Talente wie Karina Pankunin vom TSV Schwarzenbek.

„Das wird ein wichtiges Wochenende“

„Insgesamt könnte die Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Sachen Talentförderung aber sicher noch intensiviert werden“, sieht Wehking, inzwischen auch Leistungssportreferent beim TTVN, „reichlich Potenzial“. Am Wochenende aber kommt er nicht als potenzieller Partner, sondern als Konkurrent und sagt: „Das wird ein ganz wichtiges Wochenende für uns. Nach zwei Siegen im Norden wären wir dann wohl kaum noch einzuholen von der Konkurrenz.“

Wettkampfpraxis beim Winterturnier gesammelt

Die Schwarzenbeker haben auch über die Feiertage intensiv trainiert und sammelten beim Winterturnier in Ahrensburg Wettkampfpraxis. Dort gewann Frederik Spreckelsen das Einzel im Finale gegen Lohse, der im Halbfinale Moritz Spreckelsen ausschaltete. Abgerundet wurde das gut besetzte Turnier mit dem Sieg im Doppel durch Frederik und Moritz Spreckelsen. Siek tritt erneut ohne seinen Chilenen Juan Lamadrid an, für ihn rückt Till Rahberger aus der Oberliga nach.

Christian Schlichting

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