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Sportmix 25 Jahre Budokan, 25 Jahre Wandtke
Sportbuzzer Sportmix 25 Jahre Budokan, 25 Jahre Wandtke
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18:17 15.11.2018
Top-Adresse für den Judosport in Deutschland: Seit 2010 ist der Herrendamm in Lübeck das Domizil von Vladimir Wandtkes Verein Budokan. Quelle: Dirk Silz
Lübeck

Kein Tamtam, keine Reden, keine Empfänge. Im Juli feierte Lübecks Judo-Vorzeigeklub Budokan sein 25-jähriges Jubiläum. Still und heimlich. „Der TSB hatte angefragt, ob wir nicht einen Tag der offenen Tür machen wollen. Ein Turnier für unseren Nachwuchs fanden wir passender“, erklärt der Vorsitzende Vladimir Wandtke. Am Samstag steigt so zum 25-Jährigen im Sportzentrum am Herrendamm der Sparkassen-Cup für U12- und U15-Talente. „Wir erwarten 180 Jungs und Mädels aus rund 20 Vereinen“, sagt Wandtke.

25 Jahre Budokan Lübeck – ein Bilderrückblick

Budokan in einer alten Industriehalle

25 Jahre Budokan – das sind 25 Jahre Vladimir Wandtke. „Mr. Budokan“ ist Vereinsgründer, Vereinschef, Honorartrainer, der Macher. Der 53-Jährige erzählt von den Anfängen: „Den Verein Budokan gab es schon davor. Hans Meier hat ihn um 1976 rum gegründet. 1982 wurde er aber aus dem Vereinsregister gelöscht. Ich habe ihn 1993 wiederbelebt.“ Zu dem Zeitpunkt trainierten die Judo-Talente unter dem Dach des „Sport- und Freizeitzentrums Budokan“, hatten nach dem Umzug von der Falkenstraße ins Gewerbegebiet Genin (Hinter den Kirschkaten) ein neues Domizil. „Wir haben da eine alte Industriehalle angemietet, sie in Eigenregie umgebaut.“ Aerobic, Judo, Fitness – alle hatten eigene Bereiche. Es gab sogar Saunen und Gastronomie. „Wir hatten da 100 Mitglieder“, erzählt Wandtke. Heute sind es knapp 500 von drei bis 82 Jahren mit den Sparten Judo, Taekwondo, Kickboxen und Ju-Jutsu. Und: Budokan hat seit Januar 2000 auch eine neue Heimat – das Sportzentrum am Herrendamm. Wandtke: „Als wir die alte Industriehalle kaufen sollten, um drinzubleiben, sind wir weg.“

Herrendamm-Sportzentrum als Glücksfall

Das neue Budokan-Zentrum am Herrendamm – für Wandtke ist es ein Glücksfall, in das er selbst viel Herzblut und Geld investiert hat. 2006 hat er es mit dem mittlerweile verstorbenen Hardy Büttner – als Wirt der Traditionskneipe „Alter Zolln“ in Lübeck eine Institution – gemeinsam von der KWL gekauft. Seit 2011 ist das Sportzentrum dank einer Großspende der Possehl-Stiftung mehrheitlich im Besitz des Vereins. Für Wandtke, immer noch Miteigner, ist es das „schönste und tollste Sportzentrum im Norden, es sucht sogar in Deutschland seinesgleichen“.

Hanno Villwock (l.) war für Budokan erfolgreich unterwegs. Quelle: Armin Rauter

Von Villwock bis Wandtke

25 Jahre Budokan – das sind auch 25 Jahre Wandtkes Frau Susanne. „Sie ist von Anfang an dabei.“ Die 51-Jährige ist noch heute als Trainerin aktiv, reist mit den Talenten zu Lehrgängen und Turnieren. Selbstredend sind auch die Kinder Igor, Vanessa und Viktor auf der Tatami groß geworden. Und nicht nur sie. Hanno Villwock, Stephan Claasen, Annika und Jan Schlichting, Constanze Tensfeld und Christoph Angermann – sie alle räumten für Budokan bei Meisterschaften ab, sammelten Titel und Trophäen. Aushängeschild ist indes Wandtke-Sohn Igor, der als erster Budokaner 2016 Olympische Spiele erlebte, 2015 Team-Europameister wurde und jetzt Tokio 2020 im Blick hat.

Budokan setzt auf die Jugend

Budokan bleibt der Talente-Quell für den deutschen Sport: Mit David Ickes (16), Viktor Wandtke (15), Felix Preißinger (16) und Melissa Corrigeux (17) sowie Kickboxerin Sophia Salzwedel (17) rücken schon die nächsten Hoffnungen nach. Nachdem sich Budokan aus Kostengründen vom Männer- und Frauen-Team, die es bis auf Zweitliganiveau geschafft hatten, verabschiedet hat, „wollen wir jetzt noch mehr in die Jugendausbildung investieren“, sagt Wandtke. Und wenn es sein muss, rund um die Uhr. Das Budokan-Zentrum hat bis auf Neujahr seine Pforten immer offen. Kein Wunder: Die Wandtkes sind hier auch zu Hause.

Jens Kürbis

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