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Badminton Trittau hat bescheidene Wünsche
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15:51 18.12.2018
Trittaus Bundesliga-Team vor dem Spiel in Bonn gegen den 1. BC Beuel mit (h.v.l.) Matthew Clare, David Jones, Jonathan und Nikolaj Persson sowie (v.vl.) Jessica Hopton, Priskila Siahaya, Kilasu Ostermeyer und Ary Trisnanto Quelle: TSV Trittau
Bonn/Trittau

Badminton-Bundesligist TSV Trittau geht auf einem Abstiegsplatz in die Weihnachtsfeiertage, und die Wünsche für das neue Jahr dürften ungleich bescheidender ausfallen als in den Jahren zuvor. Nach einem 3:4 beim 1. BC Beuel am 3. Advent warten die Trittauer weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison, und der Final-Four-Teilnehmer der vergangenen zwei Jahre wäre vermutlich schon wunschlos glücklich, wenn er nach den neun Spielen der Rückrunde den Klassenerhalt geschafft hätte. Denn auf Tabellenplatz 6, der zur erneuten Teilnahme am Playof-Viertelfinale berechtigt, fehlen schon sieben Punkte.

Priskila Siahaya verbesserte ihre Saisonbilanz durch den Sieg gegen Beuels Schweizerin Ronja Stern auf 5:4-Einzelsiege. Quelle: Agentur 54°

Vielversprechende 3:1-Führung

„Ein Punkt ist letztlich zu wenig, zumal die Gegner genauso geschwächt waren wie wir“, stellte Jonathan Persson nach der siebten Niederlage im neunten Saisonspiel fest. Trotz der Ausfälle von Joachim Persson (Fußbruch) und Gergely Krausz (Turnier in den USA) auf der Herrenseite sah es in Beuel zunächst gut aus für die Trittauer. Zwar verloren Matthew Clare und David Jones, der nach dem 6:1-Sieg der Trittauer Zweiten am Samstag gegen EBT Berlin (wir berichteten) eiligst nach Bonn nachgereist war, das englische Duell gegen Peter Briggs/Callum Hamming deutlich in drei Sätzen (6:11, 7:11, 4:11). Doch anschließend holte das Trittauer Damen-Trio zwei Siege. Kilasu Ostermeyer und Jessica Hopton setzten sich im Damendoppel bemerkenswert deutlich gegen die deutschen WM-Teilnehmerinnen Hannah Pohl/Lisa Kaminski durch (11:4, 11:9, 11:9), Priskila Siahaya hatte mit Beuels Schweizerin Ronja Stern nur im dritten Satz Schwierigkeiten und gewann letztlich sicher (11:8, 11:8, 3:11, 11:6). Und im zweiten Herrendoppel knüpften Ary Trisnanto und Nikolaj Persson an erfolgreichere Zeiten an. Nach ihrem jüngstem Erfolg beim 3:4 gegen Mülheim legten sie gegen Max Weißkirchen/Tim Fischer im einzigen Fünf-Satz-Match des Tages ihren zweiten Saisonsieg nach (8:11, 11:9, 11:8, 10:12, 11:6).

Lukas Resch zu stark für David Jones

Anschließend aber ging den Trittauern die Luft aus, einzig Matthew Clare/Jessica Hopton gewannen im Mixed noch einen Satz gegen Peter Briggs/Hannah Pohl (9:11, 11:9, 12:14, 5:11). „Da hätten wir punkten müssen“, befand Jonathan Persson. Auch der Auftritt von David Jones gegen Lukas Resch, den Deutschen U19-Meister in Einzel, Doppel und Mixed und aktuell die größte Nachwuchshoffnung des DBV, überzeugte ihn beim 5:11, 6:11, 8:11 nicht. Letztlich musste aber auch Persson gegen Max Weißkirchen dessen Überlegenheit anerkennen.

Jonathan Persson wollte trotz seiner Knieprobleme Trittaus vierten Siegpunkt in Bonn holen, gab aber nach klarem Rückstand im dritten Satz auf. Quelle: 54°/Felix Koenig

Jonathan Persson gibt verletzt auf

„Als mein Spiel begann, stand es 3:2 für uns und ich wollte trotz immensem Trainingsrückstand versuchen mein Einzel und damit einen zweiten Punkt für das Team einzufahren.“ Doch nach zwei verlorenen Sätzen (8:11, 5:11) gab Persson, aufgrund seiner anhaltenden Knieprobleme gehandicapt ins Spiel gegangenen, im dritten Durchgang beim Stand von 3:8 auf.

Der 24-Jährige war zwar enttäuscht über die nun schon vierte Auswärtsniederlage, konnte sich aber zumindest damit trösten, dass der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz dank des ersten Auswärtspunktes nicht angewachsen war. Mit sechs Zählern liegen die Trittauer einen Punkt hinter Wipperfeld (3:4 gegen Lüdinghausen) und zwei hinter Dortelweil (3:4 in Mülheim).

Keine Verstärkung für Rückrunde in Sicht

Direkt nach der Partie in Bonn machte er sich auf den Weg in den Urlaub, jettete zu seiner Freundin Kate Foo Kune nach Mauritius. Abstand gewinnen, abschalten, neue Kraft tanken. Am 13. Januar geht’s weiter, beginnt die Rückrunde mit einem TSV-Heimspiel gegen den TV Refrath. Bis dahin will der jüngste der drei Persson-Brüder seine Knieprobleme auskuriert haben. Der älteste Persson, Joachim, wird bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf eine personelle Verstärkung des Erstliga-Teams mag indes niemand zu hoffen. Sabina Persson als Abteilungsleiterin jedenfalls wagt es nicht, einen solchen Wunsch zu äußern: „Wo soll der herkommen?“, fragt sie angesichts der äußerst begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Vereins. Und an den Weihnachtsmann glaubt auch niemand beim TSV . . .

9. Spieltag auf einen Blick

1. BC BeuelTSV Trittau 4:3

Peter Briggs/Callum Hamming – Matthew Clare/David Jones 11:6, 11:7, 11-4; Hannah Pohl/Lisa Kaminski – Kilasu Ostermeyer/Jessica Hopton 4:11, 9:11, 9:11; Max Weißkirchen/Tim Fischer – Ary Trisnanto/Nikolaj Persson 11:8, 9:11, 8:11, 12:10, 6:11; Max WeißkirchenJonathan Persson 11:8, 11:5, 11:3; Ronja Stern – Priskila Siahaya 8:11, 8:11, 11:3, 6:11; Peter Briggs/Hannah PohlMatthew Clare/Jessica Hopton 11:9, 9:11, 14:12, 11:5; Lukas ReschDavid Jones 11:5, 11:6, 11:8.

Außerdem spielten: 1. BC WipperfeldUnion Lüdinghausen 3:4, TV RefrathBW Wittorf 6:1, 1. BC Bischmisheim – TSV Freystadt 6:1, 1. BV Mülheim – Fun-Ball Dortelweil 4:3.

Christian Schlichting

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