Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sportmix CAS bestätigt Olympia-Aus von russischen Gewichthebern
Sportbuzzer Sportmix CAS bestätigt Olympia-Aus von russischen Gewichthebern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:08 04.08.2016
Anzeige
Rio de Janeiro

Russland muss ohne Gewichtheber und mit einem Ruder-Rumpfteam bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro starten.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat einen Einspruch Russlands gegen den kompletten Olympia-Ausschluss durch den Gewichtheber-Weltverband IWF abgewiesen. Auch 17 russische Ruderer hatten beim CAS keinen Erfolg.

Die Entscheidung der IWF nach Regel 12.4 sei „gültig und unter den gegebenen Umständen richtig angewendet“ worden, teilte der CAS am Mittwoch mit. Betroffen sind acht vom russischen Verband nominierte Sportler. Die IWF hatte den Ausschluss damit begründet, dass der russische Verband und seine Gewichtheber durch die vielen Dopingfälle „den Sport in Verruf gebracht“ hätten. Zuvor hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF einen Komplett-Bann gegen Russlands Sportler verhängt.

Bestätigt hatte der CAS auch die Olympia-Sperre von 17 russischen Ruderern um Daniel Andrijenko. Die Verweigerung ihrer Startrechtgenehmigung für die Rio-Spiele stehe im Einklang mit den Regeln des Weltverbandes FINA und der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees. Trotz systematischen und staatlich gesteuerten Dopings hatte das IOC keinen Komplett-Bann gegen Russland verhängt, sondern eine Einzelprüfung der Athleten des Landes durch die internationalen Fachverbände angeordnet.

„Als Ergebnis der Sitzung hat das Gericht entschieden, die Klage von Daniel Andrijenko und anderer Sportler (...) abzulehnen und sie (...) in Folge der ungenügenden Zahl der Dopingtests in zertifizierten und sicheren ausländischen Labors nicht zuzulassen“, erklärte der russische Verband in Moskau mit.

Das Ad-hoc-Gericht des CAS hat in Rio weiter viel zu tun. Seit der Aufnahme der Arbeit am 27. Juli sind im Zuge des russischen Dopingskandals bereits 18 Fälle eingegangen, über die in den nächsten Tagen entschieden werden muss. Das ist ein Rekord an Fällen bei einer Ausgabe der Olympischen Spiele, teilte der CAS mit.

Darunter ist der Einspruch von Schwimm-Weltmeisterin Julija Jefimowa gegen ihre Rio-Sperre. Sie war 2013 wegen Dopings gesperrt und damit vom IOC für die Sommerspiele nicht zugelassen worden - wie generell alle bereits überführten Doping-Sünder aus Russland. Der CAS kündigte sein Urteil für Donnerstag an.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auch wenn Russland gerade in beispielloser Manier am Doping-Pranger steht: Kaum jemand verschließt die Augen davor, dass auch andere Länder erhebliche Probleme haben, ihr Sportler zu überwachen.

04.08.2016

Das deutsche Olympia-Team soll von den Sommerspielen in Rio wie vier Jahre zuvor aus London 44 Medaillen mitbringen. Der Fehlstart 2012 ist nicht vergessen. Man sollte aus den ersten Tagen „keine falschen Schlüsse ziehen“, warnte DOSB-Sportchef Schimmelpfennig.

04.08.2016

Erstmals bestimmen Athleten und Olympia-Fans den Fahnenträger der deutschen Mannschaft bei der Eröffnung der Rio-Spiele. Fünf Kandidaten standen zur Wahl. Dirk Nowitzki hat den passenden Rat für seinen Nach-Nachfolger.

03.08.2016
Anzeige