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Clubs bedauern Abgang der NHL-Stars

Berlin Clubs bedauern Abgang der NHL-Stars

Die DEL-Clubs bedauern nach dem Ende des Lockouts den Abschied ihrer NHL-Profis. Wie sie sportlich diesen Verlust auffangen wollen, ist noch nicht klar. DEL-Geschäftsführer Tripcke sieht die Abgänge weniger problematisch: „Wir sind nicht von den Spielern abhängig.

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Christian Ehrhoff erreichte die Nachricht vom Ende des Lockouts in den USA in der Kabine. Foto: Siegfried Kerpf

Berlin. “

Nationalspieler Christian Ehrhoff erreichte die Nachricht über das Ende seines Gastspiels in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der Kabine. Der Profi der Krefeld Pinguine bereitete sich gerade auf das Spiel gegen Ingolstadt vor, als das Ende des Tarifstreits in der National Hockey League (NHL) verkündet wurde.

„Schade, dass es vorbei ist. Denn es war eine Superzeit“, sagte der 30-Jährige der „Westdeutschen Zeitung“. Wie Ehrhoff bedauern auch die anderen DEL-Clubs die Abreise der NHL-Stars. Für sie geht es jetzt darum, die hinterlassene sportliche Lücke zu schließen.

Peter John Lee, Manager des deutschen Meisters Eisbären Berlin, sagte der Nachrichtenagentur dpa zwar: „Wir müssen nicht unbedingt etwas machen. Wenn alle unseren Spieler gesund sind, müssen wir den Verlust ausgleichen können.“ Den Markt werde er bis 31. Januar, dem Ende der Transferperiode für ausländische Spieler, aber beobachten.

Gleichwohl bedauerte Lee die Rückkehr seiner beiden Stars Daniel Brière und Claude Giroux. Ihre 14 Tore und 39 Vorlagen halfen mit, dass die Eisbären das beste Offensivteam der Liga sind. „Sie haben der Mannschaft viel gegeben“, befand der Manager.

Auch in Mannheim war die Stimmung nach der Nachricht des Lockout-Endes getrübt. Der Vizemeister muss drei Profis ziehen lassen: Dennis Seidenberg, Jason Pominville und Marcel Goc. „Es war ein Genuss, ihnen bei der Ausübung ihres Berufs zusehen zu dürfen“, wird Adler-Manager Teal Fowler im „Mannheimer Morgen“ zitiert, „dass sie in die NHL zurückkehren, ist ein großer Verlust für uns - sportlich und menschlich.“

Elf Tore und 40 Vorlagen gingen auf das Konto des NHL-Trios. Ob die Mannheimer auf dem Transfermarkt tätig werden oder die Abgänge mit Spielern aus dem ursprünglichen Kader auffangen werden, steht noch nicht fest. Ehrhoff war mit 26 Punkten viertbester Scorer in Krefeld und mit acht Toren gefährlichster Verteidiger.

Auch die Hamburg Freezers stellen sich darauf ein, den Rest der Saison ohne Stürmerstar Jamie Benn auskommen zu müssen. „Es ist zwar sehr schade, dass er nicht zurückkommt, aber immerhin hatten die Fans die Chance, so einen Spieler in Hamburg zu sehen“, sagte Freezers-Sportchef Stéphane Richer der „Hamburger Morgenpost“.

Zweitligist SC Riessersee hatte im abgelaufenen Jahr für Aufsehen gesorgt, weil er gleich drei Profis aus Nordamerika nach Bayern gelotst hatte: Eric Condra, Rick DiPietro und Matt D'Agostini. Die Zeiten sind nun vorbei. Bei Geschäftsführer Ralph Bader überwiegt über den Frust des Verlustes aber die Freude über eine „tolle Zeit, die wir mit den Jungs hatten“. Sportlich und für das Image des Vereins sei das Trio sehr wertvoll gewesen. „Wir waren in der Presse und haben einen neuen Sponsor gewonnen“, meinte Bader.

Auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zieht ein positives Fazit des Wirkens der NHL-Cracks in Deutschlands höchster Liga: „Die Jungs haben eine gute Werbung für unseren Sport geleistet.“ Sein Bedauern über das Ende des Engagements hält er zurück. „Die Spieler waren länger als erwartet hier. Das sie jetzt weg sind, sehe ich nicht problematisch.“ Der Wegfall der NHL-Stars werde nicht dazu führen, „dass sich nun die Kräfteverhältnisse verschieben“, sagte Tripcke: „Unsere Liga ist nicht von diesen Spielern abhängig.“

dpa

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