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Formel 1 Hamilton bestimmt in Spielberg das Training
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16:32 07.07.2017
Lewis Hamilton ist beim Training in Spielberg der Schnellste. Quelle: Ronald Zak
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Spielberg

Sebastian Vettel hat sich direkt hinter dem dominierenden Lewis Hamilton für seinen geplanten Sturm auf die Mercedes-Hochburg Spielberg warm gefahren. An dem Briten kam der deutsche Ferrari-Star im Freitagstraining aber nicht vorbei.

Hamilton ließ sich auch von einer defekten Zündkerze nicht beirren und drehte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Formel-1-Einheit die schnellste Runde. Nach Platz vier konnte sich WM-Spitzenreiter Vettel, der sich auf dem 4,326 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs einmal ordentlich drehte, noch auf den zweiten Rang verbessern.

Am Ende fehlten dem viermaligen Weltmeister etwas mehr als 0,14 Sekunden auf Hamilton, der im vergangenen Jahr in der Steiermark gewinnen konnte. „Wir sind viele Runden gefahren, haben ein gutes Gespür für das Auto und jetzt schauen wir, dass wir uns noch ein bisschen steigern können“, resümierte Vettel, der 50 Runden absolvieren konnte - 20 mehr als Hamilton. „Hier und da sind wir noch ein bisschen zuviel gerutscht, es geht in die richtige Richtung.“

Dritter hinter Vettel auf dem Red-Bull-Ring wurde der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Renault-Fahrer Nico Hülkenberg landete auf Position neun, Sauber-Mann Pascal Wehrlein kam ein Jahr nach seinem Formel-1-Premierenpunkt in Österreich nicht über den vorletzten Platz hinaus.

Vettel hatte sich in der Auftakteinheit genauso wie sein Teamkollege Kimi Räikkönen in Kurve eins einen Dreher geleistet. „Ich habe den Randstein innen zu sehr mitgenommen, es ist aber nichts passiert“, funkte der Hesse Entwarnung, nachdem er mit seinem Ferrari auch noch rückwärts gerollt war. Unbeschadet konnten Vettel und Räikkönen ihren Probelauf fortsetzen. An Hamiltons Zeit von 1:05,975 Minuten, die er auf den härtesten in Österreich aufgebotenen Reifen aufstellte, reichten sie jedoch nicht heran.

Nach dem erstmal beigelegten Streit mit Vettel um den Wutrempler in Baku sieht sich der Brite im WM-Zweikampf jedenfalls im Kommen. „Ferrari spürt ganz deutlich unseren Druck“, konstatierte Hamilton. Den Ausraster von Vettel in Aserbaidschan hatte er ohnehin als ein Zeichen nervlicher Schwäche ausgelegt.

Spielberg soll indes weiter in Silberpfeil-Hand bleiben. Seit der Rückkehr in den Formel-1-Kalender 2014 war Mercedes auf der Power-Strecke nicht zu bezwingen. 2014 und 2015 trug sich Nico Rosberg in die Gewinnerleiste ein, in der vergangenen Saison folgte ihm Hamilton nach.

Der 32-Jährige brachte sich für eine Wiederholung in Stimmung. Weitgehend unbeirrt von den Ausflügen der Konkurrenz ins Kiesbett spulte Hamilton, der in der WM-Wertung 14 Punkte Rückstand auf Vettel hat, sein Programm ab. Der Austausch einer Zündkerze zwang den Mercedes-Piloten kurz an die Box, ehe er wieder ausfahren konnte. Seine Tagesbestzeit von 1:05,483 Minuten holte niemand ein.

Vettel hingegen hat in der Steiermark einiges gutzumachen. Mit dem ausbalancierten Ferrari, der die Reifen auf die Temperaturen bringt, mit denen die schnellsten Zeiten möglich sind, sollen die ernüchternden Ergebnisse aus den Vorjahren getilgt werden. Ein Motorendefekt 2014 und ein geplatzter Hinterreifen 2016 sorgten für vorzeitige Rennenden bei ihm, 2015 verpasste Vettel als Vierter das Podium.

Kurz vor Ende des zweiten Freien Trainings leistete sich der Hesse nochmals einen kleinen Ausrutscher bei Kurve drei. Mit dem knappen Rückstand zum Ende des Tages kann Vettel sicher gut leben.

dpa

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