Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sportmix Mercedes kontra Red Bull: F1-Titanen vor Machtfrage
Sportbuzzer Sportmix Mercedes kontra Red Bull: F1-Titanen vor Machtfrage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 28.06.2013
Motorsportchef Toto Wolff will mit Mercedes Branchenprimus werden. Foto: HOCH ZWEI
Anzeige
Silverstone

Der Ton zwischen den beiden Top-Teams ist rau vor dem GP von Großbritannien in in Silverstone, die ungewohnt heftigen Attacken der Red-Bull-Spitze haben beim Silberpfeil-Team den Kampfgeist gestärkt. „Ganz sicher hat das unser Team enger zueinander gebracht“, sagte Teamchef Ross Brawn in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Einen Monat lang hielt der Zoff um den umstrittenen Privattest von Mercedes für Reifenhersteller Pirelli die Formel 1 in Atem. Sebastian Vettels Red-Bull-Rennstall und Ferrari brachten das Verfahren des Weltverbands FIA mit ihrer Anzeige ins Rollen. Vor allem Red Bull machte Stimmung gegen Mercedes und schimpfte über das Urteil: Verwarnung und Sperre für den Nachwuchstest. „Keiner kann diesen Prozess kritisieren“, konterte Brawn.

„Es gibt für mich eine Grenze, und die wurde von Red Bull überschritten. Ich habe es im Sport und in meinen 20 Jahren in der Wirtschaft noch nie erlebt, dass jemand so auftritt“, befand Mercedes-Manager Wolff. So etwas vergisst man in der Königsklasse nicht. Dabei ist man beim Werksteam durchaus überrascht über die Wucht der Angriffe aus dem Hause Red Bull. Denn noch wirkt der dreimalige Konstrukteurs-Weltmeister den Silberpfeilen klar überlegen und scheint mit Vettel auf dem sicheren Weg zum vierten Titel in Serie. Doch der Mercedes-Aufschwung seit Saisonbeginn hat Red Bull anscheinend in unerwartete Aufregung versetzt.

18 Seiten umfasste angeblich die Expertise, die Red Bull dem FIA-Tribunal zustellte. 162 WM-Punkte Abzug habe der selbst oft als Grenzgänger in Regelfragen aufgefallene Vettel-Arbeitgeber gefordert, berichtete das Fachblatt „Auto, Motor und Sport“ auf seiner Internetseite. Die tatsächliche Strafe verspottete Red-Bull-Teamchef Christian Horner als „verwirrend milde“. Das ärgert Mercedes mächtig. „Die Sperre für den Nachwuchstest ist eine harte, aber faire Strafe“, sagte Boss Brawn.

Auf ein bis zwei Zehntelsekunden schätzt der Teamchef den Nachteil durch die verpasste Testchance Mitte Juli in Silverstone. „Wir wollten 35 verschiedene technische Programme bei diesem Test absolvieren“, verriet Brawn. „All die Dinge müssen wir nun bei den Freitagstrainings probieren - oder wir können sie gar nicht erledigen. Das wird Wirkung auf das Team haben“, erklärte der 58 Jahre alte Brite.

Trotzdem spürt der achtmalige Weltmeister-Macher, dass es bei Mercedes nach drei Jahren endlich aufwärts geht. „Das Team nimmt Fahrt auf, arbeitet immer besser“, frohlockte Brawn. Vier Pole Positions in sieben Rennen, Nico Rosbergs Sieg in Monaco und die gelungene Integration von Neuzugang Lewis Hamilton machen Lust auf mehr. Der interne Umbau mit der Verpflichtung zahlreicher Top-Ingenieure zeigt endlich Wirkung und soll jetzt abgeschlossen sein. „Ich kann mir keine Zutaten vorstellen, die wir dem Team noch hinzufügen könnten“, sagte Brawn.

Mercedes fühlt sich allmählich bereit für den ganz großen Angriff, auch auf Vettel und Red Bull. „Ich möchte die geballte Power des Konzerns nutzen“, bekräftigte Motorsportchef Wolff. Die Formel 1 steuert auf einen erbitterten Kampf der Titanen zu.

Bericht «Auto, Motor und Sport»

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Er hat vor der Presse gesprochen, mit dem Team trainiert - und ab dem Wochenende wird beim FC Bayern auch unter dem Kommando von Josep Guardiola gespielt.Am Samstag läuft der deutsche Fußball-Rekordmeister zum sogenannten Traumspiel 2013 beim Fanclub Wildenau in Weiden auf.

29.06.2013

Die beiden Alpha-Männer der deutschen Springreiter saßen kurz vor Mitternacht einträchtig nebeneinander. Doch gefühlsmäßig lagen zwischen Bundestrainer Otto Becker und seinem Vorreiter Ludger Beerbaum nach dem Nationenpreis in Aachen Welten.

28.06.2013

Für die Sprinter André Greipel, Marcel Kittel oder Mark Cavendish könnte schon zum Auftakt der 100. Tour der größte Traum eines jeden Radprofis in Erfüllung gehen.

29.06.2013
Anzeige