Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sportmix Team trennt sich von Motorrad-Pilot Fenati
Sportbuzzer Sportmix Team trennt sich von Motorrad-Pilot Fenati
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 10.09.2018
Romano Fenati (l) greift bei über 200 km/h an die Vorderradbremse von Stefano Manzi. Quelle: Motogp.com/europa Press
Misano

Die Entschuldigung für seine Skandalaktion beim Motorradrennen von Misano hat PS-Rüpel Romano Fenati auch keine Gnade mehr gebracht. Einen Tag nach dem Skandal trennte sich das italienische Marinelli-Snipers-Team von dem Piloten.

„Mit großem Bedauern müssen wir feststellen, dass seine unverantwortliche Tat das Leben eines anderen Fahrers gefährdet hat und auf keinen Fall entschuldigt werden kann. Der Fahrer wird ab sofort nicht mehr mit dem Marinelli-Snipers-Team an einem Rennen teilnehmen“, heißt es in der Mitteilung vom Montag.

Fenati hatte am Sonntag während des Rennes bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde an den Lenker seines Konkurrenten Stefano Manzi gegriffen und den Bremshebel gezogen. Mit dieser Ungeheuerlichkeit brachte er seinen Landsmann in Lebensgefahr. Zum Glück konnte Manzi sein Zweirad nach kurzem Schlingern wieder unter Kontrolle bringen.

Unmittelbar danach hatten die Rennkommissare Fenati mit einer Sperre von zwei Rennen belegt und damit für Erstaunen gesorgt. Beobachter werteten die milde Sanktionierung als unangemessen. Die Rennleitung stufte den Zwischenfall als „verantwortungslose Fahrweise“ ein. Manzi nannte das Bremsmanöver unverzeihlich.

Namhafte Piloten forderten härtere Strafen. „Er sollte nie wieder ein Motorrad fahren dürfen“, meinte der Brite Cal Crutchlow, der im MotoGP-Rennen in Misano Dritter geworden war. „Das Team hätte ihn sofort aus der Box werfen sollen. Man darf einem anderen Rennfahrer so etwas nicht antun, denn wir riskieren hier ohnehin schon unser Leben.“ Der spanische MotoGP-Fahrer Pol Espargaro sprach von „einer Schande“, so etwas dürfe ein Rennfahrer „niemals tun“.

Unter dem Druck der Fahrer zog das Marinelli-Snipers-Team Konsequenzen. Zunächst soll der Rennstall am Sonntag laut motorsport-magazin.com verkündet haben: „Wir stimmen überein, dass das unverzeihbar war. Für alle, die fragen, was wir nun unternehmen werden: Wir akzeptieren die Sperre für unseren Fahrer und danken der Rennleitung für den professionellen Umgang mit dieser Situation.“

Fenati meldete sich am Montag auch zu Wort. „Ich entschuldige mich bei der gesamten Sportwelt. An diesem Morgen, mit meinem klaren Kopf, wünschte ich, es könnte nur ein böser Traum gewesen sein“, teilte er auf seiner Homepage mit. „Es ist wahr, leider habe ich einen impulsiven Charakter, aber meine Absicht war sicherlich nicht, einem Mitpiloten Schaden zuzufügen.“

Fenati hatte bereits vor zwei Jahren für Schlagzeilen gesorgt, als er während des Rennens im österreichischen Spielberg von Valentino Rossi aus dem Moto3-Team geworfen wurde. Insider berichteten, dass es damals innerhalb des Teams zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. 

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In dieser Woche beginnt die neue Saison in der Champions League. Für die deutschen Vertreter lief es dort zuletzt nicht nach Wunsch. Das momentane Top-Duo will wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen.

10.09.2018

Aus Rache für ein geblocktes Überholmanöver greift Moto2-Pilot Romano Fenati seinem Kollegen Stefano Manzi bei voller Fahrt in die Bremse - und bekommt eine milde Strafe. Zahlreiche Motorrad-Stars fordern jetzt schärfere Konsequenzen für Fenati.

10.09.2018

Nach Wimbledon gewinnt Novak Djokovic auch die US Open. Der Serbe ist zum dritten Mal in New York erfolgreich und der dominierende Tennisprofi des Sommers. Verlierer Juan Martin del Potro kann neun Jahre nach seinem US-Open-Titel diesmal die Chancen nicht nutzen.

10.09.2018