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Neues Sündenregister: Strafpunkte für F1-Regelverstöße

Silverstone Neues Sündenregister: Strafpunkte für F1-Regelverstöße

In der Formel 1 herrschen künftig Flensburger Verhältnisse. In einem neuen Sündenregister erhalten die Fahrer von 2014 an Strafpunkte für Regelverstöße, bei zwölf Punkten folgt eine automatische Sperre für das nächste Rennen.

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Sebastian Vettel hatte sich zuvor gegen den Strafenkatalog ausgesprochen. Foto: Valdrin Xhemaj

Silverstone. Diesen Beschluss verkündete der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA. Im Vorfeld der Entscheidung hatte sich vor allem Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel gegen die Pläne der FIA ausgesprochen und vor überzogenen Konsequenzen gewarnt.

Die FIA aber ließ sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Die Anzahl der Strafpunkte wird sich nach dem jeweiligen Vergehen bemessen. So wird das Verschulden von Unfällen deutlich härter bestraft als Verstöße gegen das Tempolimit. Nach einem Jahr werden die Strafpunkte aus dem Register des Fahrers getilgt. „Ich mag das nicht“, hatte Red-Bull-Pilot Vettel noch im Mai beim Bekanntwerden der Idee gesagt.

Seine Kritik: In der Formel 1 könne es nun „mehr Strafen geben, als wir wollten. Das ist ein bisschen ein Teufelskreis.“ So könnte die Verschärfung dazu führen, dass Fahrer für Verstöße bestraft werden, für die sie gar nicht verantwortlich sind. So kann ein Pilot eher nichts dafür, wenn ihm nach einem Boxenstopp zu früh das Zeichen zum Losfahren gegeben wird und er dadurch einen Konkurrenten gefährdet. Dennoch dürfte dies im Punkteregister vermerkt werden.

Eine Anpassung an das im normalen Straßenverkehr übliche Strafensystem sei daher nicht unbedingt der richtige Weg, befand Vettel seinerzeit. „Wir fahren doch nicht auf der Straße, wir fahren Rennen“, meinte Vettel. Die Teammanager und FIA-Rennleiter Charlie Whiting hatten den umfassenden Strafenkatalog im Mai in Barcelona verabschiedet.

Demnach hat das Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse um zehn Stundenkilometer das Abdrängen eines Konkurrenten oder das Überfahren der weißen Linie nach der Boxenausfahrt einen Punkt zur Folge. Für das Verschulden einer Kollision, einen Frühstart oder das Überholen bei einer Safety-Car-Phase kassiert der Verkehrssünder zwei Zähler. Wer einen gefährlichen Crash verursacht, die schwarze Flagge ignoriert oder in der Boxengasse mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell ist, muss mit drei Punkten rechnen. Für eine Rennsperre soll es zusätzlich fünf Strafpunkte geben.

dpa

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