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Sportmix Saison-Aus für Joachim Persson
Sportbuzzer Sportmix Saison-Aus für Joachim Persson
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18:00 04.12.2018
Joachim Persson ist Spitzenspieler des TSV Trittau in der Badminton-Bundesliga. Quelle: Agentur 54°
Kopenhagen/Trittau

Hiobsbotschaft für Badminton-Bundesligist TSV Trittau. Der Tabellenvorletzte, der nur zwei seiner bisher acht Saisonspiele gewinnen konnte, muss voraussichtlich für den Rest der Saison auf seinen Spitzenspieler Joachim Persson verzichten.

Joachim Persson mit Krücken und Orthesenstiefel in seiner Wohnung in Kopenhagen Quelle: privat

Der 35-jährige Linkshänder, in seiner Zeit als Vollzeitprofi im Jahr 2008 auf Weltranglistenposition 6 geführt und mit unzähligen internationalen Turniersiegen dekoriert, hat sich am Wochenende in seiner Wahlheimat Kopenhagen das Sprunggelenk im linken Fuß gebrochen, wurde bereits operiert und fällt auf noch unbestimmte Zeit aus. Persson war mit Freunden in der Kopenhagener Nobel-Bar „Arch“ unterwegs und dort gestürzt, als er auf dem Weg zur Garderobe auf der Treppe ausrutschte. „Ich habe das Gleichgewicht verloren und bin dann ein paar Stufen weiter unten unglücklich auf dem Fuß gelandet“, berichtet Persson. „Es war dort spiegelglatt, direkt nach mir ist ein weiterer Gast ausgerutscht und auf mich gefallen, inzwischen haben mir viele Freunde berichtet, dass ihnen das dort auch schon passiert ist.“ Persson muss in den nächsten sechs Wochen einen Orthesenstiefel tragen.

Bisher zwei Einzelsiege bei vier Saisoneinsätzen

Persson war in dieser Saison aufgrund seiner vielen weiteren Badminton-Verpflichtungen erst bei vier der acht Saisonspiele dabei, gewann zwei seiner vier Spitzeneinzel und sprang zweimal im Doppel ein, wo er beide Male an der Seite des Engländers Matthew Clare verlor. Nun fällt Persson nicht nur für das letzte Trittauer Punktspiel des Jahres am 16. Dezember beim 1. BC Beuel aus, sondern geht davon aus, dass er in der regulären Saison, die am 24.  März endet, nicht mehr spielen wird. „Das ist bitter“, sagt der 35-jährige Linkshänder, „auch mit mir hatten wir schon große Schwierigkeiten, gegen die anderen Teams vier Punkte für einen Sieg zu holen. Insofern geht es für uns in der Bundesliga in diesem Jahr nun erst recht einzig und allein darum, irgendwie den Klassenerhalt zu schaffen.“

Zu 90 Prozent keine Nachverpflichtung

Zumal es in der Badminton-Bundesliga nicht die Möglichkeit gibt, während der Saison weitere Spieler zu verpflichten. Einzige Ausnahme: Vor Beginn der Rückserie könnte ein Spieler, der bereits das Spielrecht für die Bundesliga hat, von einem anderen Verein geholt werden. Angesichts der sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Trittauer ein unwahrscheinliches Szenario, wie auch Abteilungsleiterin Sabina Persson bestätigt: „Ich gehe zu 90 Prozent davon aus, dass wir mit dem jetzigen Kader und ohne Verstärkungen in die Rückserie starten werden.“

DM-Vierte 2017 und 2018: Badminton-Bundesligist TSV Trittau, hier mit dem 2018er-Final-Four-Team: Joachim Persson (hi.l.), Nikolaj Persson, Milosz Bochat und Paul Reynolds sowie Priskila  Siahaya (v.v.l.), Ari Trisnanto, Iris Tabeling, Kilasu Ostermeyer und Jonathan Persson. Quelle: TSV

Klassenerhalt als Saisonziel des Vorjahresvierten

Ein erneutes Erreichen des Final-Four-Turniers, wie es den Trittauern in den vergangenen zwei Spielzeiten gelungen war, scheint derzeit nicht vorstellbar. Nach zwei Jahren als viertbestes Team aus ganz Deutschland geht es nun nur noch darum, den Verbleib in der Eliteliga zu sichern.

Joachim Persson muss nun abwarten, wie er seinen weiteren Verpflichtungen nachkommen kann. Neben den Jobs als Sportdirektor beim dänischen Zweitligisten Langhoj KFUM und Turniercoach des Franzosen Brice Leverdez sollte er am 18. Dezember nach Indien fliegen und dort den Erstligisten Pune 7 Aces – mit Topspielern wie der spanischen Olympiasiegerin Carolina Marin und dem Dänen Mathias Boe (Olympia-Silber im Herrendoppel) – während des nur drei Wochen dauernden Ligaspielbetriebs zum Meistertitel coachen. „Das könnte noch klappen“, sagt Persson, „da muss ich ja nicht selbst spielen.“

Christian Schlichting

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