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Sportmix Böttichers „guter Film“: Keirin-Gold zum Abschluss
Sportbuzzer Sportmix Böttichers „guter Film“: Keirin-Gold zum Abschluss
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16:52 07.08.2018
Stefan Bötticher holte mit dem Gold im Keirin seine dritte Medaille bei den Europameisterschaften. Quelle: John Walton/pa Wire
Glasgow

Bei der Siegerehrung küsste Stefan Bötticher stolz seine Gold-Medaille: Wenige Minuten zuvor hatte der Chemnitzer am Dienstag mit dem Keirin-Titel das großartige Abschneiden der deutschen Bahnradfahrer bei den Europameisterschaften in Glasgow gekrönt.

„Ich habe mich tags zuvor ein bisschen über Silber gegrämt. Aber das heute ist wie eine Story in einem schlechten Film“, sagte Bötticher in einer ersten Reaktion und fügte hinzu: „Für mich war es ein guter Film.“ Das Gold war für den 26-jährigen Chemnitzer die dritte Medaille bei den Titelkämpfen im Sir-Chris-Hoy-Velodrome. Am Vortag hatte er schon Silber im Sprint und zum EM-Auftakt Bronze im Teamsprint geholt.

Damit stehen zum Abschluss der sechstägigen Rennen für den Bund Deutscher Radsportler in den 22 Entscheidungen elf Medaillen (3/4/4) zu Buche. Damit wurde in etwa das Ergebnis der vergangenen Titelkämpfe in Berlin erreicht, als es zwölf Mal Edelmetall (5/4/3) gegeben hatte, allerdings mit Medaillen in den Steher-Rennen, die in Glasgow nicht ausgefahren wurden.

Böttichers Vereinsgefährte Joachim Eilers hatte zuvor seine dritte Medaille verpasst. Der Weltmeister von 2016 aus Chemnitz belegte Platz sieben. Er hatte im Vorlauf eine äußerst knifflige Situation zu überstehen, als ein Fahrer vor ihm im Zielsprint stürzte und er ausweichen musste. „Ich habe das ganz gut ausmanövriert. Aber um ins Finale einzuziehen, waren die Beine nicht mehr frisch genug“, bedauerte er. Titelverteidiger Maximilian Levy aus Cottbus hatte frühzeitig auf einen EM-Start verzichtet.

Auch die Cottbuserin Emma Hinze scheiterte im Halbfinale und landete auf Rang elf. „Natürlich wäre ich gern im Finale gewesen. Aber ich bin ja noch jung und kann es nächstes Mal schaffen“, sagte die 18-Jährige. Vorjahres-Europameisterin Kristina Vogel aus Erfurt wurde nach ihrem schweren Unfall von Cottbus in Glasgow sehr vermisst.

Im Ausscheidungsfahren der Männer musste Maximilian Beyer beim Sieg des Briten Matthew Walls mit Rang sieben zufrieden sein. „Ich hatte mir nach der Enttäuschung im Omnium viel mehr vorgenommen, aber es hat einfach nicht gereicht“, sagte der Berliner. Auch im Zweier-Mannschaftsfahren waren Anna Knauer und Lisa Küllmer ohne Chance auf Edelmetall, nachdem Küllmer gestürzt war.

dpa

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