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Sportmix VfL siegt 33:27 beim Schlusslicht
Sportbuzzer Sportmix VfL siegt 33:27 beim Schlusslicht
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00:07 02.03.2019
Linksaußen Thees Glabisch gehörte mit sieben Treffern wieder zu den besten VfL-Werfern. Quelle: Horstmüller
Düsseldorf, Düsseldorf

Der VfL Lübeck-Schwartau hat in der Zweiten Handball-Bundesliga seinen dritten Sieg in Folge gefeiert. Nach dem 28:24 bei Dessau-Roßlau und dem 26:19 gegen Rimpar gewann die Mannschaft von Trainer Torge Greve bei den Rhein Vikings 33:37.

Doch vor allem in den ersten 30 Minuten taten sich die Schwartauer beim abgeschlagenen und insolventen Schlusslicht sehr schwer, hatten große Probleme mit der aggressiven 4:2-Deckung der Wikinger. Greve hatte schon vor Abreise nach Düsseldorf gewarnt, dass es eine „höchst unangenehme Aufgabe“ werden würde. Und der VfL-Coach sollte recht behalten. Zwar erwischte seine Mannschaft den besseren Start, lag nach fünf Minuten 2:0 vorn. Doch gegen die aggressive Deckungsvariante der Hausherren fanden Antonio Metzner und Co. in der Folgezeit immer weniger Mittel. „Diese aggressive Deckung liegt uns nicht besonders. Da haben wir uns vor der Pause etwas aus der Ruhe bringen lassen. Aber in der zweiten Hälfte standen wir deutlich stabiler und haben das souverän gelöst“, erklärte Greve anschließend.

Weil die Vikings ihre Möglichkeiten aber Mitte des ersten Durchgangs konsequenter ausnutzten, lagen die Hausherren plötzlich vorn (8:7, 15. Minute). Die Schwartauer, die neben den Langzeitverletzten (Genda, Claasen) auch Sebastian Damm (Grippe), Dadi Runarsson (Knie-OP) und Jan Schult (Waden-Probleme) ersetzen mussten, kämpften sich aber zurück in die Partie und gingen mit einer knappen 14:13-Führung in die Kabine.

Rot für Podpolinski

Die Personalprobleme für Greve wurden allerdings direkt vor dem Pausenpfiff noch größer. Denn mit dem letzten Wurf traf Toni Podpolinski einen Gegenspieler unglücklich in einer sehr empfindlichen Körperregion. Das Schiedsrichter-Gespann Felix Pusch/Stefan Weisse zeigte dem Schwartauer Rückraumspieler zum Ärger von Greve die Rote Karte. „Das war ganz sicher keine Rote Karte. Es war keine Absicht, „Podde“ hat versucht, ein Tor zu erzielen. Beim Wurf ist ihm der Ball ein wenig weggerutscht. Hätte er einen Gegenspieler am Kopf getroffen, wäre es Rot gewesen. Keine Frage. Aber so war es einfach eine Fehlentscheidung“, sagte der Schwartauer Trainer.

Aber auch ohne nun insgesamt sechs fehlende Spieler ließ sich der VfL nicht aus dem Konzept bringen, zog nach der Pause durch Treffer von Metzner (2), Finn Kretschmer, Markus Hansen und Jonas Ottsen auf 19:15 davon und baute den Vorsprung kontinuierlich aus, so dass es am Ende ein hart erkämpfter, aber doch deutlicher Pflichtsieg beim Schlusslicht wurde. Die erhoffte Serie nimmt damit langsam Form an, der dritte Erfolg ist unter Dach und Fach. Mit einem vierten Sieg in Serie am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Hansehalle) gegen den TuS N.-Lübbecke (derzeit Tabellenfünfter) können die Schwartauer dann sogar schon bis auf zwei Minuspunkte an Rang vier heranrücken.

Spielabbruch in Dresden

Während die Schwartauer ihre 60 Minuten ohne Probleme herunterspielen konnten, gab es bei Ligakonkurrent Elbflorenz Dresden gegen den ASV Hamm einen kuriosen Spielabbruch. Weil Hülsen im Hallenboden, die für eine andere Sportart entnommen wurden, laut einem Bericht der „Bild“ mit einer fettigen Substanz beschmiert und wieder eingesetzt wurden, rutschten die Handballer am laufenden Band aus. Beim Stand von 6:6 (17.) gab‘s eine 15-minütige Reinigungspause. Ohne Erfolg! Die Schiedsrichter Christian Moles/Lutz Pittner brachen die Partie ab.

Statistik zum Spiel

Rhein Vikings: Moldrup, Dreyer, Conrad – Gipperich (5), Hosse (4/1), Artmann (3), Pöter (3), Skorupa (3), Weis (3), Johnen (2), Handschke (1), Rutzki, Kurth, Kuepper Ventura, Middell (3) VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann, Mallwitz – Glabisch (7/3), Ottsen (3), Podpolinski, Hansen (3), Ranke (1), Waschul (4), Köhler (1), Schrader, Kretschmer (6), Möller, Bruhn (1), Metzner (7). Schiedsrichter: Felix Pusch/Stefan Weisse Zuschauer: 350 Siebenmeter: 1/1 – 3/3 Zeitstrafen: 1 – 2 Rote Karte: Podpolinski (30. Minute) Spielfilm: 0:2 (5.), 4:5 (10.), 6:6 (12.), 8:7 (15.), 8:9 (17.), 9:11 (22.), 13:14 (HZ) / 15:19 (37.), 18:21 (41.), 18:24 (45.), 22:28 (50.), 23:30 (54.), 27:33 (60.).

Axel Wronowski

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