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VfB Lübeck Kein Poker mehr um die Lohmühle
Sportbuzzer VfB Lübeck Kein Poker mehr um die Lohmühle
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21:10 04.03.2013
Von Peter-Wulf Dietrich
Lübeck

Es sollte eine Erfolgsstory werden. Mit der Vermarktung des Stadionnamens Lohmühle wollte der Online-Pokeranbieter „pokerstars.de“ den VfB Lübeck wieder nach oben bringen. „Wir glauben an den Sport im Norden. Also auf in die Bundesliga. Wir helfen mit”, frohlockte Sven Stiel, Direktor der Firma für Nordeuropa, vor knapp anderthalb Jahren.

Aber auch „pokerstars.de“ konnte die zweite Insolvenz nicht verhindern. Der VfB befindet sich inzwischen im freien Fall in die SH-Liga. Der Vertrag läuft zum 30. Juni 2013 aus. Von einer Optionsmöglichkeit seitens des Online-Pokeranbieters (Verlängerung bis 30. Juni 2016) ist inzwischen keine Rede mehr.

„Wir haben seit ewigen Zeiten nichts mehr von Pokerstars gehört“, sagte Geschäftsstellenleiter Florian Möller. Der VfB muss davon ausgehen, dass der Kontrakt über das Saisonende hinaus nicht verlängert wird.

Das geplante Schild „pokerstars.de — Stadion an der Lohmühle“ ist bis heute nicht an der Haupttribüne angebracht. Auch sollen die vier für den Sponsor vorgesehenen Dauerkarten zu keinem Regionalligaspiel abgerufen worden sein.

Die 150 000 Euro für die anderthalb Jahre wurden aber gezahlt. Nicht in Raten, sondern komplett bei Vertragsbeginn. Das Geld ist aber längst verbraucht.

Wolfgang Kubicki, der FDPFraktionsvorsitzende im Kieler Landtag und einer der „Väter“ des schleswig-holsteinischen Glücksspielgesetzes, hatte damals die Verbindung von Pokerstars zu den Grün-Weißen hergestellt. Er war überzeugt, dass das Geld dem klammen Verein helfen würde.

Am Rande der heutigen Vorstands- und Aufsichtsratssitzung wird auch über das Thema Stadionname gesprochen. Gibt es neue Interessenten? „Nein“, betont Möller. „Bei uns hat sich kein Sponsor gemeldet.

Der Name war ja bisher vergeben. Es war auch eine außergewöhnliche Sache.“

PWD

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