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VfL Lübeck-Schwartau 21:17 – VfL siegt erstmals im Rimparer Wolfsrevier
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 21:17 – VfL siegt erstmals im Rimparer Wolfsrevier
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22:08 16.09.2018
Die Spieler des VfL Lübeck-Schwartau bejubeln den Auswärtssieg im Wolfsrevier. Quelle: foto2press.de
Würzburg/Lübeck

„Auswärtssieg, Auswärtssieg!“ Jubelnd tanzen Markus Hansen & Co. im Kreis durch die s.Oliver-Arena von Würzburg. Schwartaus Zweitliga-Handballer haben das Unmögliche möglich gemacht, im sechsten Anlauf zum ersten Mal das Wolfsrevier eingenommen. Der VfL Lübeck-Schwartau feiert bei der DJK Rimpar Wölfe den ersten Auswärtssieg seit 2013, gewinnt im Topspiel vor 1713 Zuschauern hochverdient mit 21:17 (12:8).

Und das ist eine Überraschung: Denn die Unterfranken, die 2017 hauchdünn den Aufstieg in die erste Liga verpasst hatten, waren furios in die Saison gestartet, hatten im DHB-Pokal den Erstligisten TVB Stuttgart ausgeschaltet und auch beim TV Großwallstadt gewonnen.

Dennis Klockmann (VfL Lübeck-Schwartau) jubelt. Quelle: foto2press

„Das war eine Klasse-Leistung der Jungs, ein Sieg des Kollektivs“, freute sich Trainer Torge Greve. Es sei kein hochklassiges Spiel gewesen, auch kein Angriffsfeuerwerk, „aber das ist egal. Es war einfach überragend“. Keeper Dennis Klockmann sah so auch in der Abwehr den Schlüssel zum Erfolg: „Das war einfach sackstark, wie die Jungs vor mir gestanden haben. Ein großes Lob.“ Der einzige Wermutstropfen: Im Livestream bei sportdeutschland.tv war bis auf die letzten vier Minuten davon nichts zu sehen. Der Kommentator war mitsamt Technik und Tisch vom Podest in die Zuschauerreihen abgestürzt, blieb dabei aber unverletzt.

Der VfL Lübeck-Schwartau bezwingt die DJK Rimpar in Würzburg mit 21:17.

Zum Spiel: Der VfL, der in Linksaußen Thees Glabisch seinen besten Werfer hatte (6/4 Treffer), legte im Wolfsrevier einen Blitzstart hin, führte 8:4 (17.). „Damit hatten wir von Beginn an Halle und Stimmung im Griff“, berichtete Greve. Die besondere Rivalität, die beide Teams seit dem 10. Juni 2017 verbindet (der VfL zerstörte im letzten Spiel Rimpars Aufstiegstraum), konnten die Gastgeber nicht ausleben. Greve: „Hinten haben wir uns die Sicherheit geholt, vorn gute Lösungen gefunden, das Spiel breit gemacht.“ Und das zunächst mit der spielerischen Komponente, die das Rückraum-Quartett Markus Hansen, Toni Podpolinski, Dadi Runarsson und dann Tim Claasen ins Spiel brachten. Klockmann: „Damit kam Rimpar nicht zurecht. So haben wir den Druck aus dem Spiel genommen.“ Auch, weil der Schwartauer Mittelblock Pawel Genda/Steffen Köhler wie eine Wand stand.

Markus Hansen (VfL Lübeck-Schwartau, von links), Steffen Köhler (VfL Lübeck-Schwartau), Steffen Kaufmann (DJK Rimpar Wölfe) Quelle: foto2press

Der VfL ging so mit einer 12:8-Führung in die Pause. Doch dann kam Rimpar, war beim 13:14 (39.) wieder dran. „Wir haben uns da vorn festgelaufen“, monierte Greve, „da hätte das Spiel kippen können. Klocki hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten. Wir sind stabil geblieben.“ Mit drei Treffern in Folge setzte sich der VfL auf 17:13 (47.) ab. „Das war die Knackphase des Spiels, in der haben wir die Big Points gemacht und die Kurve gekriegt“, befand Klockmann. Nach Rimpars 14:17 (48.) ließ der Riese im VfL-Tor bis zur 57. Minute keinen Gegentreffer zu. „Das war unglaublich“, freute sich Greve. Als Claasen 2:30 Minuten vor dem Abpfiff zum 20:15 traf, war die Partie entschieden.

Mit drei Siegen aus vier Spielen und dem Statement bei den heimstarken Rimparern ist der Saisoneinstand des VfL geglückt, macht Lust auf mehr. Am kommenden Sonntag (23. September, 16.30 Uhr) kommen die Rhein Vikings in die Hansehalle.

DJK Rimpar Wölfe: Brustmann (1. – 60./10 Paraden), Wieser – Bohm 1, Karle, Gempp 1, Schmidt 5/2, Kaufmann 3, Siegler 2, Meyer, Bauer, Schulz, Backs 1, Herth 2/1, Sauer 1.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1.– 60./7), Mallwitz – Glabisch 6/4, Genda 2, Podpolinski 1, Hansen 3, Ranke, Köhler 1, Schrader, Kretschmer 2, Claasen 1, Runarsson 2, Möller, Bruhn, Metzner 3.

Siebenmeter: 3/3 – 4/4

Zeitstrafen: 5 – 4. Rote Karte: Schulz (Disqualifikation/47.) – Genda (Disqualifikation/47.)

Spielverlauf: 1:3 (3.), 3:6 (11.), 4:8 (17.), 8:12 (HZ) – 13:14 (39.), 13:17 (47.), 15:20 (58.), 17:21 (60.).

Jens Kürbis

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