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VfL Lübeck-Schwartau 23:28 — VfL geht die Puste aus
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 23:28 — VfL geht die Puste aus
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23:24 26.10.2013
Aus dem Rückraum zu oft am Wurf gehindert: Toni Podpolinski traf nur dreimal in Erlangen. Quelle: Zink
Erlangen

Eine bis unters Dach mit 1500 Zuschauern gefüllte Hiersemann-Halle, eine umkämpfte, oft an der Grenze des Erlaubten geführte Partie mit sehenswerten Spielzügen: Das Duell zwischen dem Tabellenzweiten HC Erlangen und dem VfL Bad Schwartau hielt alles, was ein Spitzenspiel verspricht. Doch der Schwartauer Schwung nach dem sensationellen Pokalsieg über Erstligist Hannover (38:31) reichte nur für gut 50 Minuten. Dann ging dem VfL beim Anrennen gegen die Festung der 2. Liga — Erlangen kassierte im Schnitt bisher nur 22 Gegentreffer — die Luft aus, verlor das Team von Trainer Torge Greve mit 23:28 (14:16).

„Das war Spitzenkampf auf höchstem Zweitliganiveau. Die Jungs haben alles gegeben. Doch Erlangen hatte auf alles eine Antwort, hat immer wieder im Stile einer Spitzenmannschaft geantwortet. Und uns fehlte am Ende die Kraft“, erklärte VfL-Sportchef Michael Friedrichs, der sich zudem festlegte: „Die steigen auf.“

Zum Spielverlauf: Der VfL startete stark, hatte in der Defensive anfangs nur Probleme mit Weltmeister Preiß am Kreis. Und: Offensiv zeigte vor allem Schult seine Klasse, traf bis zur Pause sechsmal.

Schwartau führte (5:4/Schliedermann), war bis zum 7:7 auf Augenhöhe, scheiterte dann aber immer wieder am ehemaligen tschechischen Nationalkeeper Stochl, wusste zudem dreimal eine Überzahl nicht zu nutzen. Die Folge: Erlangen zog so erstmals deutlich davon — 11:8 (18.). Die Partie — intensiv, auf spielerisch sehr hohem Niveau. Und die HCE-Fans waren sich zur Pause einig: Erlangen musste die beste erste Halbzeit der Saison zeigen, um mit einem 16:14 in die Kabine gehen zu können.

Nach der Pause blieben die Schwartauer weiter dran. Erst Glabisch, dann Schult sorgten für den Anschluss. Doch nach dem 17:18 (39.) verlor Schliedermann den Ball, warf Tretow neben das Tor. Als noch ein weiterer Ballverlust hinzu kam, gab es den ersten Knacks: Denn Erlangens Torjäger Rahmel nahm die Einladung an, traf zweimal per Tempogegenstoß zum 22:18. Auch entscheidend: Schult kam kaum noch zur Entfaltung, wurde durch Krämer per Manndeckung abgemeldet. In der Halle machte sich fränkische Siegesstimmung breit. Doch der VfL kam zurück, nutzte eine Überzahl, um auf 22:24 (53./Kretschmer) zu verkürzen. Doch mehr ließ Erlangen nicht zu. Keeper Stochl vernagelte seinen Kasten. Die Gastgeber trafen viermal in Folge zum 28:22 (58.) — die Entscheidung.

Die Statistik zum Spiel
HC Erlangen: Stochl (14 Paraden), Selke (ein 7m) — Böhm , Hess 5, Krämer, N. Link 3, J. Link 2, Murawski, Nienhaus 2, Pankofer 2, Preiß 5, Rahmel 10/2, Schwandner, Weltgen.

VfL Bad Schwartau: Panzer (6 Paraden), Noel ( 17. - 30./4) — Fritsch, Glabisch 5/3, Kalski, Kretschmer 3, Podpolinski 3, Quade 1, Reiter, Schliedermann 1, Schult 7, Schwarz, Tretow 3, Waschul.

Siebenmeter: 2/2 — 4/3. Zeitstrafen: 7 —2. Rote Karte: N. Link (47.)

Spielfilm Erlangen - Schwartau: 3:3 (7.), 4:5 (8.), 7:6 (15.), 10:8 (17.), 12:11 (22.), 14:11 (24.), 16:13 (28.), 16:14 (Halbzeit) — 18:17 (39.), 21:17 (41.), 23:18 (49.), 24:21 (51.), 24:22 (52.), 28:22 (58.).

pöhl/jek

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