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VfL Lübeck-Schwartau 25:22 – Saisoneinstand nach Maß
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 25:22 – Saisoneinstand nach Maß
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09:32 27.08.2017
Quelle: John Garve
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Schlusspfiff. Trainer Torge Greve stürmt mit seinen Jungs von der Bank jubelnd aufs Feld. Ein Hüpfen, Tanzen. Dank einer Energieleistung hat der VfL Lübeck- Schwartau einen Saisonstart nach Maß in der 2. Handball-Bundesliga hingelegt, Erstliga-Absteiger Coburg nach 14:18-Rückstand (44.) mit 25:22 (12:14) bezwungen. Und das vor 1704 begeisterten Fans. „Ich bin überrascht, dass wir so zurückgekommen sind. Das zeigt, wir haben als Team Charakter“, meinte Keeper Dennis Klockmann. Toni Podpolinski fand „das Drehbuch unglaublich. Plötzlich haben wir eine bockstarke Abwehr, fasst Klocki Bälle an, nimmt Jan die Halle mit, als er verletzt trifft und weiterspielt. Da passten Kleinigkeiten.“

Neue Saison, und es gab bereits vor dem ersten Jubel viel Neues: das neu gestaltete Foyer (neuer Caterer, Handballtor als Tresen, Merchandising-Stand), ein aufblasbares Holstentor, durch das Waschul & Co. liefen, auch die Werbung von Sponsoren (Euroimmun/Flughafen), die es offiziell noch nicht gibt.

Und dann ging es los. Ohne Spielmacher Markus Hansen, dessen Knie nicht mitspielte. Aber mit Schwartau unter Volldampf. Schult sorgte nach 31 Sekunden für das erste Saisontor. Claasen (per Siebenmeter) und Podpolinski legten nach. Und Krake Klockmann begann so, wie er als bester Keeper der 2. Liga aufgehört hatte – mit Paraden. 3:0 – ein Blitzstart. Der VfL blieb am Drücker (10:6/17.). Die Trümpfe: Claasen sorgte für Tempo in der Offensive. Podpolinski deutete alte Qualitäten an. Auch wenn die Defensive – mit Neuzugang Köhler im Mittelblock – noch nicht auf Vorjahresniveau war, zeigten sich die Tempogegenstöße über Glabisch und Lauenroth als probates Mittel. Die Treffer – Nadelstiche.
Doch der VfL stand sich zum Ende der ersten Halbzeit selbst im Weg, warf die Führung (12:10/24.) weg. Ballverluste, Stürmerfoul, Fehlwurf – Coburg nahm die Einladung dankend an, drehte die Partie (14:12). Der Erstliga-Absteiger (stark Rechtsaußen Billek – 12/6 Treffer) spulte sein Programm runter: unaufgeregt, clever.

Auch nach der Pause. Beim VfL war nun offensiv der Wurm drin. Nur zwei Treffer in 14 Minuten (14:18) – zu wenig. Taktikfuchs Greve ordnete seine Sieben neu, brachte Zimmermann als Regisseur, spielte mit siebtem Feldspieler (Köhler als zweitem Kreisläufer). Mit Erfolg: Nach 48 Minuten war der VfL beim 17:18 dran. Auch dank Klockmann. Das Feuer in der „Hansehölle“ war entzündet.

Erst recht, als sich Schult durchtankte, zum 21:20 (56.) traf. Die Hansehalle skandierte: „VfL, VfL“. Und Coburg zeigte Nerven, verlor erst Bälle, dann den Faden. 58 Sekunden vor Schluss machte Schult mit dem Treffer zum 24:21 den Sack zu. „Das war ein richtig geiler Auftakt“, fand Schult, der sich beim 21:20 aber verletzt hatte, mit Eisbeutel am Sprunggelenk in der Kabine saß: „Ich bin auf dem Fuß des Gegners gelandet. Das hat geknackt, tut höllisch weh. Wir müssen schauen, was es ist.“ Es ist der Wermutstropfen im VfL-Freudenbecher.

Die Statistik zum Spiel

VfL Schwartau-Lübeck: Klockmann (1. - 60./11 Paraden), Mallwitz (ein Siebenmeter) – Glabisch 2, Milde 1, Lauenroth 3, Podpolinski 4, Ranke, Zimmermann 1, Waschul 1, Schult 6, Damm, Köhler 2, Claasen 4/3, Schlichting, Bruhn, Metzner 1.
HSC Coburg: Krechel (1. - 55./14 Paraden), Kulhanek (ab 55./1) – Barsties, Hagelin, Wucherpfennig, Spross 1, Kelm 2, Linhart, Weber 1, Lex 3, Kellner, Billek 12/6, Riehn 2, Knauer, Varvne, Kirveliavicius.
Siebenmeter: 3/3 - 7/6. Zeitstrafen: 4– 2.
Spielfilm: 3:0 (4.), 6:4 (12.), 10:6 (17.), 11:10 (23.), 12:14 (29./HZ) – 13:17 (39.), 17:18 (48.), 21:20 (56.), 23:20 (58.), 25:22.

Jens Kürbis

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