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VfL Lübeck-Schwartau 27:26 – Traum-Einstand für Trainer-Duo Claasen/Engelhardt
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 27:26 – Traum-Einstand für Trainer-Duo Claasen/Engelhardt
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22:03 16.03.2019
Befreiender Jubel: Trainer Gerrit Claasen freut sich mit Markus Hansen (v.l.), Jan Schult, Jannik Schrader und Marcel Möller über einen Schwartauer Treffer. Quelle: Agentur 54°
Aue/Lübeck

Schlusspfiff in der Erzgebirgshalle. Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt fallen sich in die Arme. Die Mannschaft jagt auf ihr Bollwerk, Dennis Klockmann, zu. Mit 18 Paraden war der Torwart-Riese der Matchwinner, hatte den 27:26 (13:14)-Erfolg beim EHV Aue festgehalten. Die neue Trainer-Doppelspitze Claasen/Engelhardt hat die Zweitliga-Feuertaufe im Spiel eins nach Torge Greve bestanden. So ganz nebenbei ist es der fünfte Sieg in Folge für Schwartaus Handballer.

Die Beckerfaust des Matchwinners: Dennis Klockmann parierte 18 Auer Würfe, darunter zwei Siebenmeter. Quelle: Agentur 54°

Claasen: „Der Stein, der geplumpst ist, war riesig“

„Ein Supereinstand für Gerrit und ,Engel’. Wir freuen uns für sie. Es zeigt aber auch, dass wir als Team gefestigt sind“, erklärte Martin Waschul. Der Käptn sieht sich bestätigt. Denn die Mannschaft hatte sich klar für Claasen/Engelhardt ausgesprochen. Und die Bilder sprachen für sich: Jeder der Spieler klatschte das Duo einzeln ab. Marcel Möller hob Claasen sogar jubelnd in die Höhe. Und der gab danach erleichtert zu: „Der Stein, der geplumpst ist, war schon riesig. Das muss man nach dem ganzen Drumherum schon sagen.“

Metzner: Verdacht auf Gehirnerschütterung

Damit meinte Claasen auch das Handicap, dass der VfL ohne etatmäßigen Linksaußen (Damm verletzt, Glabisch erkrankt) ins Erzgebirge gereist war. Nicht genug: Mitte der ersten Halbzeit fiel auch noch Top-Torjäger Antonio Metzner nach einem Schlag gegen den Kopf mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus. „Es ist sicher leicht zu sagen, dass wir zusammenrücken“, erklärten Claasen und Engelhardt, „dass aber gegen diesen Gegner zu zeigen, spricht für die Jungs.“ Für beide ist der Gewinner des Spiels so auch „der Teamgeist“.

Handicap: Antonio Metzner musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nach 15 Minuten passen – Ausfall Nummer sechs. Quelle: Agentur 54°

41. Minute: VfL liegt 17:19 zurück

Denn vor 1500 Zuschauern startete der VfL gut, aber nicht fehlerfrei. Tollen Aktionen, vor allem über den Kreis (Köhler stark), folgten einfache Ballverluste beim Zuspiel. „Da waren immer ein, zwei Fehler zu viel, die Abwehr auch nicht konsequent“, fand Waschul. Nur: Der VfL war im Hin und Her zumeist „einen vor“, vor der Pause zuletzt beim 12:11 (25.). Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, „spielerisch sicher nicht die ganz große Kunst, aber die war auch nicht gefragt“, befand Claasen. Beim 17:19 (41.), dem Auer Zwischenhoch, drohte die Partie allerdings zu entgleiten.

Ersatzaußen Cordes – „Man of the Match“

„Wenn sie da auf drei weggehen, ist das Spiel weg“, gab Claasen später zu, „doch die Jungs haben gegengehalten. In den letzten zwölf Minuten haben wir die Big Points gemacht.“ Mit Torwart-Riese Klockmann (Claasen: „Ein Extra-Lob, ein großer Baustein“), der nach dem 19:21 (46.) acht Minuten seinen Kasten vernagelte. Mit Toni Podpolinski und Finn Kretschmer auf rechts (zusammen acht Treffer). Und Jacob Cordes aus der Zweiten als gutem Ersatz-Linksaußen (zwei Treffer). Claasen: „Das war besonders erfreulich. Jacob hat die komplette zweite Halbzeit durchgespielt.“ Mehr als nur eine Geste: Vom Team wurde er zum „Player of the Match“ nominiert. Der VfL drehte die Partie, setzte sich auf 25:22 (55.) ab. Den Deckel machte Markus Hansen drauf. Nah am Zeitspiel, wühlte er sich durch, traf 67 Sekunden vor Schluss zum 27:24.

Bärenstarker Ersatz auf der linken Außenbahn: Jacob Cordes aus der U23 des VfL traf zweimal. Quelle: Agentur 54°

Und jetzt kommt Nordhorn

Claasen überglücklich: „Wir haben uns durch kritische Phasen gekämpft, mehr als nur ein Spiel gewonnen. Das gibt Mut für die nächsten Aufgaben.“ Die nächste heißt Nordhorn. Der Tabellendritte kommt am Freitag in die Hansehalle.

Die Statistik zum Spiel

EHV Aue: Musil (11 Paraden), Rasimas – Meinhardt 4/1, Naumann4, Roch 1, Bornhorn 1, Dumcius 1, Brykner 8, Neuteboom 5/1, Slachta 2, Schauer, Faith, Roth, Petreikis, Ebert.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 60./18/ 2 Paraden), Mallwitz (1 Siebenmeter gehalten) – Cordes 2, Otten 2, Podpolinski 4, Hansen 2, Schult 5, Köhler 5, Kretschmer 4, Möller 1, Metzner 2, Waschul, Schrader, Bruhn.

Siebenmeter: 5/2 (Klockmann pariert gegen Meinhardt und Neuteboom, Mallwitz gegen Meinhardt) – 0.

Zeitstrafen: 4 – 3.

Zuschauer: 1500 in der Erzgebirgshalle in Lößnitz.

SR.: Heine/Standtke.

Spielfilm: 3:3 (10.), 7:6 (15.), 9:10 (21.), 12:12 (28.), 14:13 (HZ) – 15:16 (35.), 17:17 (39.), 21:19 (46.), 21:24 (54.), 24:27 (59.), 26:27 (Ende).

Jens Kürbis

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Der VfL Lübeck-Schwartau hat am Sonnabend den fünften Sieg in Folge eingefahren. Beim EHV Aue gab es vor rund 1.500 Zushcauern ein 27:26. Es war das erste Spiel des Interimsduos Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt auf der Trainerbank.

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