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VfL Lübeck-Schwartau 31:27 – Schwartauer Serie hält
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau 31:27 – Schwartauer Serie hält
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22:15 13.10.2018
Steffen Köhler setzt sich am Kreis durch. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

„Ein Hoch auf uns“ trällerte aus den Boxen in der Hansehalle, auf dem Feld klatschten die Spieler die Fans ab. Die Heimweste bleibt weiß, der fünfte Sieg im fünften Spiel. Doch es war ein hartes Stück Arbeit. Der VfL Lübeck-Schwartau bezwang vor 1815 Zuschauern Aufsteiger Bayer Dormagen mit 31:27 (19:14) – und das in einem flotten, intensiven Spiel.

Alle Heimspiele des VfL Lübeck-Schwartau im Überblick

„Es war das erwartet schwere Spiel, gegen einen unangenehmen Gegner, aber wir haben die Ruhe bewahrt, verdient gewonnen“, war Trainer Tore Greve erleichtert.

Die Partie, sie begann mit einer Überraschung. Greve schickte nicht die Kanoniere Antonio Metzner und Pawel Genda auf den „Halben“ ins Feld, sondern den etatmäßigen Rechtsaußen Jasper Bruhn und Markus Hansen, assistiert vom flinken Tim Claasen als Spielmacher. Der isländische Neuzugang Dadi Runarsson saß auf der Tribüne, hatte sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen. Die Idee: Mit dem beweglichen, im Duell Mann gegen Mann starken Trio sollte die Bayer-Defensive ausgehebelt werden. Doch der VfL tat sich zunächst schwer. Auch wenn Dennis Klockmann – nach zwei Partien wieder von Beginn an – mit einem parierten Siebenmeter und Claasen mit dem ersten Treffer die ersten Akzente setzen, bestimmte Dormagen den Ton. In Zahlen las sich das so: 5:6 (12.). Das Problem: Die „Wiesel“ vom Rhein entzogen sich mit flottem Spiel immer wieder dem VfL-Zugriff. Ohne Schi-Schi, schnörkellos, nach ein, zwei Zuspielen.

VfL-Trainer Torge Greve und Sebastian Damm jubeln. Quelle: 54° / Felix Koenig

Der VfL brauchte eine gute Viertelstunde, um gegenzusteuern. Wie? Mit „Peitsche“ Metzner (ab 14. Minute). Mit seinem unbändigen Zug zum Tor drehte sich das Spiel. Steffen Köhler sorgte für die Führung (nach Metzner-Anspiel), Finn Kretschmer legte per Konter zum 9:7 (16.) nach. Die Partie nun eine Hasenjagd, in der phasenweise Zeitnehmer und Sekretär am Kampfrichtertisch den Überblick verloren, immer wieder den Spielstand korrigieren mussten.

Auch wenn die Stockfehler im Rückzug blieben, der VfL mit einer Roten Karte gegen Martin Waschul (zu hartes Einsteigen gegen Egger) nach 16 Minuten den Abwehrchef verlor, gewann Schwartau mit seiner Offensiv-Power mehr und mehr die Oberhand. Dormagen, mit 31 Gegentreffern pro Partie die „Schießbude der Liga“, kassierte Wirkungstreffer. Sebastian Damm (erstes Spiel gegen sein altes Team), Genda, „Konterwaffe“ Kretschmer (2) und erneut Damm sorgten für ein vorentscheidendes Fünf-Tore-Plus 18:13 (24.). Und das hielt bis zur Pause (19:14).

13. Oktober 2018: Der VfL bezwingt vor 1815 Zuschauern Aufsteiger Dormagen mit 31:27. Bester Werfer: Antonio Metzner (9). Quelle: 54° / Felix Koenig

Das muntere Treiben, das flotte Hin und Her – es blieb. Der VfL diktierte, dominierte, durfte sich aber nie sicher sein. Das Fünf-Tore-Plus (24:19/42.), es war in Windeseile wieder weg (25:22/44.). Aber: Hansen & Co. hatten immer etwas zum Zulegen, selbst als es noch einmal richtig eng wurde (26:25/51.). Klockmann parierte, Metzner tankte sich durch, Genda fing einen Pass ab – beim 28:25 (52.) ging ein Aufatmen durch das VfL-Wohnzimmer.

„In der Phase haben wir gute Entscheidungen getroffen, da hat uns Klocki im Tor mit wichtigen Paraden auch geholfen“, sagte Greve. Kreisläufer Fynn Ranke sah den Schlüssel zum Sieg in der Abwehr: „Darauf konnten wir uns wieder verlassen. Und: Auch wenn uns Dormagen ein paar Mal mit Tempo überrumpelt hat, haben wir es auch hinbekommen. Der Sieg war ein hartes Stück Arbeit.“

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 60./13/1 Paraden), Mallwitz – Glabisch, Genda 5, Podpolinski, Hansen 5, Ranke, Waschul, Schult, Damm 2, Köhler 3, Schrader, Kretschmer 4, Claasen 3/1, Bruhn, Metzner 9.

TSV Bayer Dormagen: Rozsavölgyi (1. – 19./2), Bartmann (ab 19./11 Paraden – Reuland 4, Eggert, Löfström 5, I. Hüter, Richter 3/1. P. Hüter, Braun 1, Jagieniak, Maldonado 1, Stutzke 6, Wieling 7/3.

Siebenmeter: 2/1 Claasen scheitert an Bartmann) – 6/4 (Klockmann pariert gegen Wieling, Wieling trifft die Latte)

Zeitstrafen: 4 – 6. Rote Karte: Waschul (16.)

Zuschauer: 1815 in der Lübecker Hansehalle.

Schiedsrichter: Schaban/Westphal.

Spielfilm: 1:2 (6.), 5:6 (12.), 9:7 (16.), 13:13 (20.), 18:13 (24.), 19:14 (HZ) – 22:17 (36.), 24:21 (43.), 26:25 (51.), 31:27 (60.).

Jens Kürbis

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