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VfL Lübeck-Schwartau Abschied mit Tränen, Toren und 40 Punkten
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Abschied mit Tränen, Toren und 40 Punkten
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19:50 07.06.2015
Dennis Tretow (VfL Bad Schwartau, #22) wird auf den Schultern durch die Halle getragen Quelle: Fotoagentur objectivo
Lübeck

Markus Noel konnte zum Abschied die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Birdy“ Tretow wurde unter stehenden Ovationen der 2017 Zuschauer auf den Schultern von Torhüter-Trainer Jörg Engelhardt und Keeper Dennis Klockmann durch die Halle getragen. Der VfL Bad Schwartau verabschiedete sich mit einem Handball-Happening aus der Saison, feierte zum Finale gegen die Wölfe aus Rimpar einen 29:23 (16:9)-Erfolg. Trainer Torge Greve war zufrieden: „Eine super Teamleistung, ein würdiger Abschluss“ Mit erstmals 40 Punkten seit Bestehen der eingleisigen 2. Liga wertete er die Saison trotz Platz elf auch als „Erfolg“.

Auf dem Schwartauer Jahrmarkt – Motto der Abschlussparty – mussten bereits vor dem ersten Wurf einige Tränen getrocknet werden. Denn neben Physiotherapeutin Kristin Bark wurden die Kreisläufer Christian Schwarz (wechselt nach Potsdam/3. Liga) und Henning Quade (Elbflorenz Dresden/3. Liga), Keeper Markus Noel (mit Unterbrechung seit den Mini Mix im Verein) und Dennis „Birdy“ Tretow verabschiedet. Ergreifend: Quade erinnerte mit seinem T-Shirt an den Tod von Betreuer Thomas Kähler. Als Tretow zum letzten Mal nach zehn VfL-Jahren in die Hansehölle lief, wurden selbst bei dem sonst so coolen Allrounder die Augen feucht. Extra zu seinem Abschied waren seine Beachhandballkumpels „Sandfüxxe“ sowie seine ehemaligen Mitstreiter Matze Hinrichsen und Addi Wagner gekommen.

„Ich mach mein Ding“ – der Lindberg-Klassiker, „Birdys“ VfL-Song, wurde dabei zum Hit. Denn die ersten 30 Minuten gerieten zur Tretow-Show. Der 32-Jährige traf aus allen Lagen, von fast allen Positionen. Ob per Unterarmwurf, trocken aus dem Handgelenk oder im Sprung – der Allrounder genoss sein Abschiedsspiel. Mit zwei Treffern brachte er seinen VfL so 6:2 in Front. Als er zum 14:7 (25.) netzte, war es bereits sein sechster Treffer. Mit Christian Schwarz erwies sich ein zweiter „Abgänger“ als eiskalter Vollstrecker– acht Treffer vom Kreis und der Siebenmeterlinie. „Das war ein wunderschöner Abschied, einfach geil, eine wunderschöne Zeit hier“, sagte er später.

Die Partie wurde so schnell zu einer Schwartauer Abschlussparty. Denn Rimpar spielte mit, die Wölfe zeigten sich erschreckend harmlos. Ganz anders als in der Saison. Auch nach der klaren Pausenführung (16:9) ging das Schwartauer Handball-Happening weiter. Dafür sorgte auch Keeper Markus Noel. Nach 43 Minuten eingewechselt parierte das VfL-Urgestein gleich den ersten Konter, ließ weitere Paraden folgen. Auch Rechtsaußen Christoph Wischniewski brillierte nach langer Verletzungspause mit schönen Trickwürfen. Alles passte, alles gelang. „Eine tolle Leistung der Jungs“, lobte Greve, „ich konnte so noch einmal jeden einsetzen.“ Einzig Henning Quade schaute zu. Mit Magenproblemen kämpfend, musste er sich nach einem Schlag in der Pause übergeben.

Ein Schaulaufen nach einer langen Saison, das Lust auf mehr macht. Doch die Fans müssen sich nun bis zum 22. August gedulden – dann kommt der TV Neuhausen zum ersten Saisonspiel in die Hansehalle. Und „Birdy“ Tretow bekam nach 58 Minuten bei seiner Auswechslung Extra-Ovationen, wurde mit Sprechchören gefeiert. Nach 352 Spielen und 1751 Toren - sieben im letzten Spiel - sagte er Tschüs.

 

factbox

Die Statistik:

VfL Bad Schwartau: Klockmann (1. -43./10 gehaltene Bälle), Noel (ab 43./6) – Milde 2, Franke 1, Schwarz 8/6, Judycki, Waschul, Pankofer 5, Tretow 7, Claasen, Wischniewski 4, Schlichting 1, Quade 1, Hanisch.

DJK Rimpar Wölfe: Brustmann (1. - 25./2 abgewehrte Bälle), Madert (25. -60./5) – L. Spieß 2, Kraus 3/3, Schmitt, Bötsch 3, Schäffer 1, Kaufmann 2, Drude 1, Büttner 1, T. Spieß 4, Winkler 2, Brielmeier 3, Sauer 1.

Siebenmeter: 7/6 - 3/3. Zeitstrafen: 4 - 1

Zuschauer: 2017

SR.: Grell/Piper

Beste Spieler: Tretow, Schwarz – Bötsch, . Spieß.

Spielfilm: 3:0 (6.), 6:2 (13.), 8:3 (16.), 12:6 (21.), 14:7 (25.), 14:9 (28.), 16:9 (HZ) – 17:11 (36.), 21:14 (43.), 23:15 (47.), 23:17 (51.), 26:18 (55.), 29:23 (Ende).

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