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VfL Lübeck-Schwartau Alle Augen schauen nach Berlin
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02:24 25.10.2013

„Oh, wie ist das schön . . .“ Der Freudenchor nach dem 38:31 über Erstligist Hannover-Burgdorf klang Schwartaus Pokal-Helden noch im Ohr, als sie gestern Morgen in ihrem Job wieder Patienten massierten, hinter dem Bürotisch saßen oder ihre Köpfe in Lehrbücher steckten. Zum dritten Mal binnen vier Jahren hatten Schult & Co. deutschlandweit für die Pokal-Sensation gesorgt, nach dem TBV Lemgo 2009 (29:28) und der HSG Wetzlar im Vorjahr (33:30) erneut einen Erstligisten aus dem Pokal gekegelt. Der Schwartauer Pokal- Wahnsinn geht weiter. Die fünfte Saison in Folge steht der VfL im Achtelfinale. „Wieviel Spiele sind es noch bis zum Final Four in Hamburg?“, fragte Toni Podpolinski so auch lachend, während Kapitän Martin Waschul staunte:

„Einen Erstligisten, einen Europapokalteilnehmer so zu besiegen, erlebt man nicht alle Tage. Da sieht man, wozu wir in der Lage sind.“

Während es „Saures für die Recken“ (Neue Presse Hannover) gab, sich Burgdorf-Manager Benjamin Chatton in Ironie flüchtete („Das Ergebnis spiegelt den Klassenunterschied wieder“) und „Bild Hannover“

mit „Blamage“ titelte, klingelte das Handy von Christian Fitzek ohne Unterlass, gab es Glückwünsche aus ganz Deutschland. Auch aus Norwegen — von Ex-Trainer Anders Fältnäs (mit dem VfL 2001 Pokalsieger, jetzt in Fyllingen): „Glückwunsch! Noch mal Final4?“

Und Fitzek schwärmte: „Wir haben schon eine geile Truppe, die vom Trainer wieder einmal exzellent eingestellt wurde.“ Der VfL- Chef freute sich auch, dass der zweite Anzug (Glabisch, Fritsch, Kalski, Schwarz) immer besser passt und dass trotz der nur 986 Zuschauer noch etwas hängen geblieben ist. Nach einem Umsatz von 18 000 Euro teilten sich beide Teams knapp 12 000 Euro Gewinn.

Jetzt sind alle VfL-Augen auf den Sonntag, auf die Schmeling-Halle in Berlin gerichtet. Vor dem Füchse-Spiel lost Diskus-Olympiasieger Robert Harting das Achtelfinale aus (16.30 Uhr, Livestream auf Sport1.de). Fitzek meldet beim Handball-Gott schon mal ein Heimspiel gegen Liga-Konkurrent SG Leutershausen als Wunsch an: „Das ist lösbar, dann wären wir nur noch einen Sieg von Hamburg weg.

Final Four mit dem VfL, das wär‘s.“

Im Team herrscht derweil ein „Nicht schon wieder Kiel oder Flensburg“-Wunsch vor. In den vergangenen beiden Jahren scheiterten die Schwartauer im Achtelfinale am THW (26:35) und „FleHa“ (2011/12 — 22:35); davor im Viertefinale erneut an Flensburg (2010/11 — 27:34) sowie dem HSV (2009/10 — 29:36). Podpolinski wünscht sich deshalb mal was „attraktiv Frisches, wie die Löwen oder die Füchse“.

Für Trainer Torge Greve ist jetzt „alles, was kommt, eine Zugabe“. Einen Wunschgegener hat er nicht, hofft nur, „dass uns dieser Sieg nicht zu viel Körner gekostet hat. Am Samstag geht es in Erlangen weiter.“ Für Käpt‘n Waschul ist die Partie sogar „noch wichtiger als der Pokalsieg. Erlangen ist unser Alltagsgeschäft. Und das zählt.“

Zehn Erst- und sechs Zweitligisten sind im Pokal-Topf
Für das Pokal-Achtelfinale (Spieltag: Mi., 11. Dezember) haben sich zehn Erst- und sechs Zweitligisten qualifiziert. Das sind mögliche VfL-Gegner:

Bundesliga: HSG Wetzlar, HBW Balingen-Weilstetten, Rhein-Neckar Löwen, Füchse Berlin, THW Kiel, TuS N-Lübbecke, FA Göppingen, TBV Lemgo, MT Melsungen, SG Flensburg-Handewitt.

2. Bundesliga: HC Erlangen, SG Leutershausen, EHV Aue, TV Bittenfeld, Eintracht Hildesheim.

Modus: Zweitligisten haben im Duell mit Erstligisten immer Heimrecht. Erst ab dem Viertelfinale, das am 26. Februar 2014 stattfindet, wird gespielt wie gelost.

Final Four: 12./13. April in Hamburg.

Jens Kürbis

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