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VfL Lübeck-Schwartau Angelt sich der VfL den nächsten dicken Fisch?
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Angelt sich der VfL den nächsten dicken Fisch?
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22:17 17.05.2018
Fangfrisch statt frischer Fang: Martin Waschul (l.) und Toni Podpolinski versuchten sich erst erfolglos beim Angeln an der Drehbrücke, zeigten aber danach ihre Kochkünste im „Fangfrisch“. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn
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Lübeck

Zack, zack, zack! Toni Podpolinski ließ das Messer wie einen Ball durch den Schnittlauch fliegen, stand kurz danach am Herd und schwenkte die Kartoffel-Rösti. Ein Blick zur Seite, die stumme Frage: Ist „Waschi“ fertig? Der belegte gerade Brot mit frischem Matjes und Lachs, den er zuvor mit der Präzision eines Chirurgen häppchenweise zerlegt hatte. „Macht Spaß“, schaute Martin Waschul grinsend nach oben und hatte die Kamera vom Fotografen dabei fast in der Nase.

Willkommen beim Magazin „Lübeck delüx“. Nach Ex-Bürgermeister Bernd Saxe, Tourismuschef Christian Martin Lukas und Geschäftsleuten wie Thilo Gollan waren diesmal die VfL-Handballer die Auserwählten beim „Kochen mit Prominenten“ – und das vor sechs Wochen neu eröffnete „Fangfrisch“ an der Untertrave das Lokal.

Für „Podde“ und „Waschi“ eine nette Auszeit zwischen zwei Topspielen. Denn nach dem Festakt gegen den Bergischen HC ist heute mit Bietigheim der nächste dicke Fisch dran. „Um im Bild zu bleiben“, erklärt Hobbyangler Waschul grinsend, „klar wollen wir uns die nächsten zwei Punkte angeln.“ Das Ziel: Der VfL will die Saison auf Platz drei beenden. Der Sieg über den BHC, die Vorfreude auf ein proppenvolles Wohnzimmer macht Lust auf mehr: „Wir wollen die Euphorie aus dem BHC-Spiel mitnehmen“, sagt Waschul, der aber heute auf seinen Co-Koch verzichten muss. Podpolinskis Knie spielt wieder einmal nicht mit. Der Routinier war gestern zur MRT-Untersuchung, will sich heute mit Teamarzt Dr. Dirk Haupt besprechen.

Mit Bietigheim kommt nicht nur der Angstgegner (erst zwei Siege), sondern auch die Mannschaft der Stunde. Das Team, das seinem „74321.Liga“-Konzept (Postleitzahl: 74321) folgend, erst in drei Jahren Eliteliga spielen wollte, machte vor einer Woche den zweiten Aufstieg seit 2014 perfekt – mit 13 Siegen in 16 Rückrunden-Spielen und erfrischendem Tempohandball. Mit durchschnittlich 30,6 Treffern pro Partie ist die SG die Tormaschine der Liga. Und so wird es heute ein Kampf der Systeme. Denn Waschul & Co. sind mit dem Bergischen HC das beste Defensivteam der Liga (24,14 Gegentreffer im Schnitt).

Um nach den ausgelassenen Aufstiegsfeiern wieder in einen geregelten Modus zu kommen, reiste die SG bereits gestern an, trainierte am Abend in Bad Schwartau. „Wir werden versuchen, in Lübeck ein gutes Spiel abzuliefern“, erklärte der zum Saisonende scheidende Trainer Hartmut Mayerhoffer, der am Wochenende mit seinen Jungs auf der Reeperbahn weiterfeiern will. Doch das ohne Happen aus Lübeck.

Die gibt es als „Happenplatte“ ohnehin nur im„Fangfrisch“, wo das VfL-Duo von Chefkoch Claas Rosenbohm und Mitinhaber Constantin Teichert Bestnoten erhielt. Keine Überraschung, denn Podpolinski schwingt den Kochlöffel auch zu Hause gern. „Ich probiere viel aus, bin aber eher der Freestyler, nicht der, der sich sklavisch ans Kochbuch hält.“ Nur eins kommt bei ihm selten auf den Tisch: Fisch.

Seine Frau Jana mag ihn nicht . . .

Tipp: „Lübeck delüx“ mit der Story „Kochen mit den prominenten VfL- Handballern“ erscheint am 23. Juni.

VfL Lübeck-Schwartau - SG Bietigheim

Anwurf: Heute, 19.30 Uhr, Hansehalle.

Tickets: 1900 Karten im Vorverkauf weg; Abendkasse: ab 18 Uhr.

Bisherige Spiele: 11 (2 VfL-Siege, 1 Remis, 8 VfL-Niederlagen); drei Bietigheimer Siege in Lübeck

Hinspiel: Bietigheim - VfL 31:28.

Info Bietigheim: Tabellenzweiter; zweitbestes Auswärtsteam der Liga (24:10-Punkte); bester Werfer: Christian Schäfer (196/111 Treffer). Einzigartig: SG-Frauen spielen 1. Liga, sind Deutscher Meister, stehen am Wochenende im Final4 um den DHB-Pokal.

Einlaufkinder: TSV Travemünde (wbl. E), TSV Ratekau (Mini Mix).

Aktion: Ehrung der Meister des Kreishandballverbandes Lübeck in der Pause.

Jens Kürbis

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