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VfL Lübeck-Schwartau Ansturm auf das Traditionsduell
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Ansturm auf das Traditionsduell
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23:10 10.02.2018
Lübeck

Da kam sogar der Chef ins Staunen. Als Michael Friedrichs Mitte der Woche von den gut 2000 im Vorverkauf abgesetzten Karten erfuhr, musste er zweimal nachfragen, ob das denn wirklich so sei. „Das ist überragend. So einen Run hatten wir bei einem Punktspiel noch nie.“ Und Friedrichs muss es wissen, ist er doch seit mehr als 15 Jahren am VfL-Ball. Auch wenn heute so nur noch knapp 150 Karten, inklusive Stehplätze, an der Tageskasse liegen, verspricht Friedrichs: „Wir werden keinen draußen lassen.“ Trainer Torge Greve ist vom Ansturm ebenfalls überrascht: „Das zeigt aber auch, dass wir uns etwas erarbeitet haben, dass die Fans Lust auf den VfL, auf die Mannschaft haben.“

Vielleicht ist es auch nur die am Handball oder am Gegner mit dem immer noch klangvollen Namen: Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe, kurz Tusem Essen. Das erinnert an die goldenen Zeiten, als Fraatz, Hecker, Krebs & Co. Ende der 80er von Titel zu Titel jagten, Manager Klaus Schorn mit seinem Edeka-Netzwerk den Klub zu einer Top-Adresse im europäischen Handball machte.

Es war einmal. Nach zwei Insolvenzen, zwei Auf- und Abstiegen kämpft der Tusem in Liga zwei. Nach vier Jahren in der unteren Tabellenhälfte soll es in dieser Saison wieder in höhere Regionen gehen.

Doch danach sah es zunächst nicht aus. Der Start: verheerend. 4:16- Punkte. Ende Oktober rangierte das Team von der Margarethenhöhe auf einem Abstiegsplatz. „Seitdem haben sie sich aber wieder berappelt“, weiß Greve. Aktuell ist Essen auf Platz elf und mit ausgeglichenem Punktestand zu finden (20:20). „Das ist eine junge, hungrige Truppe, die einen Lauf hat. Das wird ein kniffliges Spiel“, ahnt Greve, stellt aber klar: „Wir geben die Richtung vor, müssen Essens Spielfreude und Spielfluss brechen.“

Bis auf Linksaußen Thees Glabisch („Er braucht nach seiner Ellenbogen-OP noch zwei, drei Wochen“) und Spielmacher Markus Hansen („Wir geben ihm mit seiner Patellasehnenreizung Zeit“) hat Greve alle Mann an Bord.

Gespannt ist die Schwartauer Fan-Gemeinde auf das erste Pflichtspiel des neuen Rückraumlinken Pawel Genda. Der polnische Nationalspieler selbst ist heiß: „Es wird Zeit, dass es losgeht. Ich will spielen.“ Greve erwartet vom Rechtshänder „keine Wunderdinge. Wichtig ist, dass Pawel gut reinkommt.“ Der 24-Jährige habe aber bereits angedeutet, wie wertvoll er für die Mannschaft werden könne.

„Ich bin überzeugt“, sagt Greve, „er ist ein echter Gewinn für uns.“

Das erste Pflichtspiel des neuen Jahres – der VfL will es vor der Kulisse auch als Eigenwerbung nutzen. „Wir haben nicht nur einen Ansturm der Fans, erwarten auch sehr viele potentielle Sponsoren“, verrät Friedrichs, der auf die neue Heimstärke des VfL setzt. In der Hansehölle wurden bisher nur drei Zähler abgegeben, konnten nur die Wölfe aus Rimpar zwei Zähler mitnehmen. Friedrichs: „Und das soll auch so bleiben.“

Online: Den Spielbericht lesen sie kurz nach Abpfiff auf www.ln-online.de

VfL Lübeck-Schwartau - Tusem Essen

Anwurf: Heute, 16.30 Uhr, Hansehalle.

Karten: bisher sind 2000 Tickets verkauft; 150 Restkarten (inklusive Stehplätze) an der Tageskasse: ab 15 Uhr. Hinspiel: Essen - HL-Schwartau 28:29.

Bisherige Begegnungen: 28 Spiele seit 1993; 11 VfL-Siege, 5 Remis, 12 Niederlagen.

Info Essen: verletzt: Kreisläufer Tim Zechel, Richard Wöss (Sprunggelenksverletzung) und Carsten Ridder (Bänderriss im Sprunggelenk).

Einlaufkinder: MTV Lübeck Mini Mix, Lübeck 1876 wJE.

Sonstiges: Hallensprecher-Debüt von Carsten „Schoppi“ Schoppenhauer.

VfL im TV: Beitrag heute im NDR; SH-Magazin (ab 19.30 Uhr).

LN

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