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VfL Lübeck-Schwartau DHB-Pokal: Christophersen hätte gern in Lübeck gespielt
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau DHB-Pokal: Christophersen hätte gern in Lübeck gespielt
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23:15 13.08.2015

„Ich fand das mega mies.“ Kerstin Christophersen war „zumindest ganz kurz“ ein wenig böse auf den VfL Bad Schwartau und Geschäftsführer Michael Friedrichs, als der entschieden hatte, dass der Handball-Zweitligist sein Heimrecht für das neu erdachte Vierer-Turnier zum Auftakt des reformierten DHB-Pokalwettbewerbs nicht wahrnehmen würde.

Das allerdings hatte eher private Gründe. Denn mit einem Spielort Lübeck hätte sie schon an diesem Wochenende ihren Sohn wiedergesehen, den 101-fachen Nationalspieler Sven-Sören Christophersen, der vor zwölf Jahren vom ATSV Stockelsdorf aus das Abenteuer Handball-Bundesliga wagte und nach Stationen in Lemgo, Hildesheim, Wilhelmshaven, Wetzlar und Berlin nun in Hannover lebt.

Zuletzt war der gebürtige Lübecker erst Mitte Juli mit Ehefrau Katharina und dem im Mai geborenen Sohn Aron in seiner Heimatstadt zu Besuch, kurz bevor er mit dem TSV Hannover-Burgdorf in die Saisonvorbereitung startete. Der Bundesligist ist nun morgen Erstrundengegner des VfL im Pokal, Christophersen nach einer ganzen Reihe von Verletzungen und einer Hüft- Athroskopie Ende Mai wieder „gut im Saft“. Allerdings hat er sich am vergangenen Wochenende beim Vorbereitungsturnier in Bremen gegen die Rhein-Neckar Löwen ein Band im linken Fuß gerissen. Ein Belastungstest soll heute zeigen, ob der Rückraumlinke morgen dabei sein kann.

„Ein Spiel in Lübeck wäre cool gewesen“, sagt Christophersen. „Es wäre das erste Mal gewesen, dass ich als Profi dort gespielt hätte.“ Doch gespielt wird nicht in Lübeck, sondern in Hildesheim.

Der Grund: Die Pokalreform der Handballer hat einen Modus hervorgebracht, bei dem 64 Teams, darunter alle Erstligisten, an einem Wochenende in 16 Turnieren im Final-Four-Modus 16 Turniersieger und somit die Achtelfinalisten ausspielen. Als Ausrichter waren die Zweitligisten vorgesehen, doch für VfL-Manager Michael Friedrichs war schnell klar: „Das finanzielle Risiko ist mir zu groß.“ Denn die Gastgeber müssen für die drei Gästeteams die Reisekosten (ein Euro pro Kilometer) übernehmen, die Ticket-Einnahmen nach Abzug der Kosten (Hallenmiete, Kampfgericht, Schiris) werden durch vier geteilt. Dem Heimteam bleiben einzig Catering- und Sponsoring-Einnahmen.

So spielt der VfL morgen um 16 Uhr in der Hildesheimer Sparkassen-Arena (2600 Plätze) gegen Erstligist Hannover, anschließend (ab 18.30 Uhr) trifft Hildesheim in einem Drittliga-Duell auf Dessau-Roßlau. Beim Gastgeber hofft man angesichts von erst knapp 400 verkauften Kombi-Tickets (22 Euro für beide Tage) auf „1000 Zuschauer oder mehr, damit die Halle für eine solche Veranstaltung wenigstens angemessen gefüllt ist“, so Pressesprecher Steffen Kumme.

Das Endspiel findet am Sonntag ab 17 Uhr statt. Der Sieger ist im Lostopf, wenn am 6. September vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Magdeburg und den Rhein-Neckar Löwen die Begegnungen des Achtelfinales gezogen werden, das am 28. Oktober gespielt werden soll. Der unterklassige Verein hat grundsätzlich Heimrecht, kann es aber auch abgeben . . .

ing

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