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VfL Lübeck-Schwartau Das VfL-Karussell dreht sich
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02:10 09.03.2013
Von Jens Kürbis
Soll neuen Schwung in den rechten Rückraum bringen: Jacob Fritsch. Beim Drittligisten LVB Leipzig war er im Vorjahr Top-Torjäger. Quelle: LVZ
Lübeck

Lübeck — Das Thema Lizenzunterlagen ist vom Tisch. Jetzt dreht sich bei Schwartaus Zweitliga-Handballern das Personal-Karussell. „Wir haben zwei neue Spieler verpflichtet, und Tobias Mahncke wird uns verlassen“, teilte Geschäftsführer Christian Fitzek mit.

Die „Neuen“ sind der Rückraumrechte Jacob Fritsch (24) vom Ost- Drittligisten LVB Leipzig und Torhüter Markus Noel (25), die beide bereits einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben. Der Ur-Schwartauer Noel kommt nach zwei Jahren in Henstedt-Ulzburg zurück. Und Mahncke (28) muss dafür gehen. Das überrascht, denn der 2,02-m-Riese hatte sich nicht nur statistisch ob eines Mehr an parierten Bällen gegenüber Ariel Panzer zur „gefühlten“ Nummer eins durchgesetzt. Und Noel war zuletzt in Henstedt selten erste Wahl. „Das ist keine Entscheidung gegen Tobi, sondern für Markus. Ich halte sehr viel von ihm, er muss es jetzt auch beweisen“, erklärt Fitzek. Noel war ohnehin nie richtig weg, wohnt nach wie vor in Lübeck und studiert an der FH Wirtschaftsingenieurwesen.

Fitzek hat Mahncke die Entscheidung vorgestern mitgeteilt. „Überrascht war ich nicht. Und erklärt hat er es mir mit Etatgründen“, sagt Mahncke, der sich jetzt in Ekkehard Hostert einen Spielerberater genommen hat, „denn ich will noch mindestens zwei Jahre spielen und habe noch nichts“. Mahncke verhehlt nicht, dass er nach sechs „sehr schönen Jahren“ gern geblieben wäre: „Wir sind eine coole Truppe, haben gerade in der turbulenten Zeit gut zusammengehalten.“

Kein Geheimnis: Trainer Torge Greve hatte um Mahncke gekämpft: „Für Tobi tut es mir leid, da er mit Ariel ein gutes Gespann bildet. Aber unsere finanziellen Engpässe ließen keine andere Wahl zu.“ Und was ist mit Talent Max Folchert? Sollte der 19-Jährige nicht an die 2. Liga herangeführt werden? Fitzek: „Wir setzen natürlich weiterhin auf ihn, werden ihn auch noch stärker einbinden. Ein Doppelspielrecht für einen Drittligisten ist dabei ebenfalls denkbar, denn die Spiele in der Oberliga mit unserer Zweiten bringen ihn nicht weiter.“

Und wer ist Jacob Fritsch, an dem Sportchef Michael Friedrichs lange dran war? „Ein Riesentyp, ein Teamplayer, Top-Torjäger, der beste Halbrechte der Liga“, schwärmt sein Leipziger Noch-Trainer Torsten Löther vom 1,93 m großen Rotschopf. Als der Jura-Student (9. Semester) jetzt seine Entscheidung bekannt gegeben habe, „gab es bei vielen im Team einen Knacks. Er ist einer unserer Führungsspieler“, sieht Löther den Abgang mit Wehmut. „Aber der Schritt ist richtig. Viele Vereine waren an ihm dran.“ Da ihm Zweitliga-Nachbar DHfK keine Chance gegeben habe, „hoffen wir alle, dass er in Schwartau einschlägt“. Darauf setzt auch Coach Greve: „Jacob ist der Linkshänder, den wir gesucht haben, ein ganz anderer Typ als Podde. Er ist kompakt, robust, stark im Eins gegen Eins.“

Fritsch selbst will sich im Juni eine WG suchen, freut sich schon auf Lübeck und den VfL: „Der Verein hat einen großen Namen, vor 2000 Fans zu spielen ist auch ganz nett und die Truppe sicher eine, in der man sich wohl fühlen kann.“

Das VfL-Karussell dreht sich. In den nächsten Tagen sollen sich die Personalien „Matze“ Hinrichsen, Adrian Wagner, „Frodo“ Dombrowski, Dennis Tretow und Markus Hansen klären. Es deutet viel auf einen Umbruch hin.

Wer steht unter Vertrag?
Beim VfL stehen sieben Spieler aus dem Zweitliga-Kader längerfristig unter Vertrag: Torhüter Ariel Panzer (39) bis zum 30. Juni 2014, Rechtsaußen Finn Kretschmer (18) bis 2015. Bis 2017 hat Kanonier Jan Schult (26) unterschrieben; bis 2014 Marcel Schliedermann (23), Martin Waschul (24) und Toni Podpolinski (26). Kreisläufer Henning Quade (24) hat sich bis 2015 gebunden. Hinzu kommen noch die Talente Kim Reiter (20/bis 2016), Maximilian Folchert (19) und Finn Meiners (20/beide bis 2014).

Jens Kürbis

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