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VfL Lübeck-Schwartau Finn Kretschmers und das „Gefühl von früher“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Finn Kretschmers und das „Gefühl von früher“
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22:10 30.07.2018
Bad Schwartau

Den trainingsfreien Montag hatten sich die VfL-Handballer redlich verdient. Hatten tags zuvor 60 Minuten lang Handball in höchstem Tempo geboten. Hatten in einem „sehr offensiv geprägten Spiel“, wie es Torge Greve hinterher zusamenfasste, gegen die Mecklenburger Stiere 44 Tore erzielt. Und es „geschafft, im Angriff viele gute Akzente zu setzen“, so der Trainer weiter. Dass dabei den Gästen aus Schwerin immerhin auch 34 Treffer gelangen, wollte Greve nicht überbewerten. „Die Abwehr stand nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt.“

Sechs Tore an alter Wirkungsstätte: Finn Kretschmer. Quelle: Foto: Schaffrath/54°

Die knapp 100 Zuschauer, die trotz hochsommerlicher Temperaturen gekommen waren, um nicht zuletzt die Neuen im Team zu sehen, mussten auf Marcel Möller verzichten. Der war am Samstag gegen die HSG Ostsee umgeknickt, es besteht der Verdacht eines Außenbandanrisses im linken Sprunggelenk. Dadi Runarsson aber spielte, ebenso wie Finn Kretschmer. Und die Nummer 24 im VfL-Trikot überkam, wie er nachher verriet, „das Gefühl von früher“. Schießlich hatte er in der A-Jugend-Bundesliga regelmäßig und auch in der 2. Herren des VfL hin und wieder in der Bad Schwartauer Jahnhalle gespielt, bevor er für letztlich vier Jahre zum TV Bittenfeld nach Stuttgart wechselte. Nun ist der 24-jährige Rechtsaußen zurück, hat mit seiner frisch angetrauten Steffi eine Wohnung in Stockelsdorf gefunden und will mit seiner Erfahrung aus drei Jahren erste Liga „eine Führungsrolle im Team übernehmen“, wie er sagt.

In den vier Jahren weit weg vom VfL hat er den Kontakt vor allem zu Geschäftsführer Michael Friedrichs nie verloren. „Ihm war wichtig, auf meiner Position mehr Erfahrung zu holen und die Qualität ein bisschen zu erhöhen“, berichtet Kretschmer von den Vertragsanbahnungsgesprächen. Als Rückschritt sieht Kretschmer den Schritt zurück nach Lübeck nicht. „Ich habe extrem viel Spaß daran, mit Vereinen aufzusteigen“, hat er festgestellt. Gleich im ersten Jahr in Bittenfeld konnte er den Sprung ins Handball- Oberhaus feiern. Und er glaubt daran, Gleiches mit dem VfL schaffen zu können:

„Wir haben menschlich eine super Truppe und die sportliche Qualität im Team ist sehr hoch. Jeder Spieler gibt Vollgas, jeder möchte sich zeigen.“

Das war auch gegen die Mecklenburger Stiere deutlich zu sehen. Schlusswort Greve: „Besonders erfreulich war, dass, egal wen ich eingewechselt habe, alle Gas gegeben haben und es keinen Leistungseinbruch gegeben hat.“ ing

VfL: Mallwitz, Escher – Glabisch 5/3, Hansen 1, Ranke 3, Waschul 3, Schult 6, Damm 6, Köhler 3, Kretschmer 6, Claasen 2, Runarsson 2/1, Bruhn 2, Metzner 5.

Schrader holt EM-Bronze

Die U20-Handballer haben sich mit der Bronzemedaille für eine starke Europameisterschaft belohnt – und anschließend ausgiebig gefeiert. Im kleinen Finale gegen Portugal setzte sich die DHB-Auswahl mit 29:26 (14:11) durch. Rechtsaußen Janik Schrader vom VfL Lübeck-Schwartau, erst kurz vor der EM nachnominiert, jubelte: „Ein Traum ist wahr geworden. Ich wollte dabei sein, jetzt habe ich Bronze gewonnen. Unglaublich.“

In sieben EM-Spielen gab es für Schrader & Co. nur eine Niederlage im Halbfinale gegen die Franzosen – die das Endspiel überraschend gegen Gastgeber Slowenien 30:31 verloren.

ing

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