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VfL Lübeck-Schwartau Handball liegt in Runarssons Genen
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Handball liegt in Runarssons Genen
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23:10 10.07.2018
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Lübeck

Aus dem Flieger schickte Sigtryggur Dadi Runarsson via Instagram noch ein „Go back to work“-Foto. Der Isländer ist seit gestern zurück in Deutschland, zurück zur Arbeit. Dienstbeginn ist am Montag. Dann steigen die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck- Schwartau in die Saisonvorbereitung ein. Bis dahin hat der 22-jährige Neuzugang noch allerhand zu tun. Er muss in Leipzig seine Siebensachen packen, einen Transporter organisieren. Am Sonntag soll der Umzugsexpress nach Lübeck in den Mönkhofer Weg rollen. „Früher ging nicht“, erzählt er, „ ich habe jetzt erst eine Wohnung gefunden.“

Sucht beim VfL eine neue Herausforderung: Dadi Runarsson. Quelle: Foto: Imago
Mitternachtsgolfen – beliebt in Island. Auch bei Dadi Runarsson.

Aber aus Leipzig? Hat der technisch versierte Spielmacher nicht zuletzt im Süden Baden-Württembergs bei Zweitliga-Konkurrent HBW Balingen-Weilstetten gespielt? „Klar, aber meine Eltern haben in Leipzig gewohnt. Sie sind zwar jetzt zurück nach Island gezogen, doch meine Möbel sind noch in Leipzig bei einem Kumpel eingelagert“, erzählt Runarsson, der in Island die letzten freien Wochen genossen hat. Er war bei seinen Großeltern in Akureyri, in den Bergen wandern, „auch wenn das bei zehn Grad und Regen nicht so viel Spaß gemacht hat“. Schon eher Freunde treffen. „Ganz beliebt ist bei uns, sich um Mitternacht zum Golfen zu verabreden.“ Putten im Schummerlicht der weißen Nächte. „Für mich ein Vorteil“, erzählt er schmunzelnd, „da hat keiner gesehen, wie schlecht ich spiele, aber es macht riesigen Spaß.“

Ab Montag will er dann beim VfL „einlochen“. Die lange Vorbereitung – für den Rechtshänder, der seit 2012 in Deutschland spielt, mit 17 Jahren beim EHV Aue sein Zweitligadebüt gefeiert hat, wird das eine völlig neue Erfahrung. „In den letzten Jahren war ich zu dem Zeitpunkt immer mit Islands Jugend und Junioren zu EM oder WM, bin so immer erst später in die Saison eingestiegen.“ Und er ahnt, dass es eine harte Erfahrung wird. „Ich bin kein Freund von Läufen, aber das gehört ja leider dazu.“ Wichtig ist ihm ohnehin, „dass ich in die Mannschaft gut reinkomme, die Jungs kennenlerne“.

Dass er Handball-Profi werden würde, war klar. Es liegt in den Genen. Sein Vater Runar Sigtryggsson war Nationalspieler (118 Länderspiele), Olympia-Teilnehmer 2004, spielte in Deutschland in Göppingen, Wallau-Massenheim und Eisenach. Seine Mutter Heida trug ebenfalls das isländische Nationaltrikot. Sein Vater wechselte 2004 an die Seitenlinie, ist seitdem Trainer, zuletzt in Aue und Balingen. Dass er unter ihm trainiert hat, hat für ihn eine untergeordnete Rolle gespielt. „Das hatte positive und negative Aspekte.“ Jetzt ist es ohnehin Geschichte. Eine neue beginnt, die beim VfL Lübeck-Schwartau – und vielleicht mit der Rückennummer 13. „Mit der haben schon viele in meiner Familie gespielt, auch mein Großvater und Vater.“ Sie wäre beim VfL noch frei . . .

jek

LN

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