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VfL Lübeck-Schwartau Hansen: „Die Arbeit hat sich gelohnt“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Hansen: „Die Arbeit hat sich gelohnt“
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22:10 27.08.2018
Lübeck

Den freien Sonntag hatten sich die VfL-Handballer redlich verdient. Ihnen war tags zuvor nicht nur ein Saisonstart nach Maß gelungen, sie hatten auch gleich mal den Beweis angetreten, dass die nur auf drei Kaderpositionen veränderte Mannschaft nichts eingebüßt hat von ihrem Siegeswillen und ihrer in der Vorsaison entwickelten spielerischen Reife. Wieder mittendrin: Markus Hansen.

Kraftvoll Richtung Tor: Markus Hansen gegen zwei Balinger. Quelle: Foto: Cs/54°

Nach mehr als fünf Monaten Zwangspause wegen anhaltender Patellasehnenprobleme hatte der 26-Jährige ein überragendes Spiel gemacht, war in Abwesenheit von Martin Waschul (Daumenbruch) und Jan Schult (Meniskus-OP) in die Rolle des „Aggressive Leader“ geschlüpft, hatte sein Team mit Herz und Kopf, drei Toren und wohlüberlegten Aktionen zum Sieg geführt.

„Ziemlich platt“ sei er am Tag danach gewesen, habe „nur entspannt“ und sei „ein wenig spazieren gegangen“, verriet Hansen gestern, als er mit dem morgendlichen Krafttraining und einer Pflegeeinheit beim „Physio“ schon wieder in die neue Trainingswoche gestartet war. Mit einem guten Gefühl: „Während des Spiels ist man so voller Adrenalin, da merkt man eh nicht, wo’s eventuell zwickt“, sagt er. Aber auch jetzt fühle sich das Knie nach der intensivsten Belastung seit seiner Zwangspause gut an.

„Es hat alles gehalten. Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt Hansen im Rückblick auf die Zeit bis zum Zweitliga-Neustart, die für ihn weit länger war als die sechs Wochen Saisonvorbereitung. Am 11. März hatte er zuletzt in Hamm gespielt. Und wusste erst Wochen später, dass die Saison für ihn vorzeitig beendet war. Die teilgerissene Patellasehne bereitete anhaltend Probleme. Erst mit der Behandlung durch Dr. Helge Riepenhof, Chefarzt des Zentrums für Rehabilitationsmedizin – zunächst drei Wochen stationär im BG Klinikum Hamburg, danach ambulant – zeigten sich Fortschritte. „Noch immer gibt es eine rege Kommunikation mit den VfL-Docs und -trainern, sie haben gemeinsam einen guten Mix an individuellen Übungen für mich gefunden“, sagt Hansen. Mit Athletik-Trainer Uwe Wilts tausche er sich über sinnvolle Übungen aus, um Defizite abzubauen.

Mit seinem Spiel war Hansen zufrieden, er habe es „geschafft, die aufgebaute Kraft ins Spiel einzubringen“ umschrieb er seinen unbändigen Vorwärtsdrang am gegnerischen Kreis, mit dem er Balingens Deckung dauerhaft beschäftigte. „Es fehlt aber noch Schnelligkeit und Ausdauer.“

Genossen habe er die „bombastische Stimmung in der Halle“, dadurch habe sich „jeder ’reingefightet“ in das Spiel, das für ihn „von Minute zu Minute schöner“ geworden sei. „Nun müssen wir es hinkriegen, auch in Auswärtsspielen solche Stimmung in der Mannschaft zu haben.“ Die aggressive Abwehr, die Wurfeffektivität, die Spielsteuerung mit wenigen technischen Fehlern – „dann wird es schwer für jeden, uns zu schlagen“. Zumal sein Team gezeigt habe, dass es reifer geworden sei, sich weder durch einen Rückstand aus der Ruhe bringen lasse noch durch wieder einige Verletzte.

Während des Spiels hatte es auch noch Antonio Metzner am Daumen seiner linken Wurfhand erwischt. Beim Röntgen gestern war „wenig zu sehen“, so der 22-Jährige, „klar ist, dass die Kapsel verletzt ist.“ Mehr Aufschlüsse soll heute eine MRT-Untersuchung bringen.

ing

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