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VfL Lübeck-Schwartau „Ich will in die erste Liga - am liebsten mit Lübeck“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau „Ich will in die erste Liga - am liebsten mit Lübeck“
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23:18 08.02.2018
Deutschstunde: Pawel Genda hat dreimal pro Woche zwei Stunden Individualunterricht bei den Sprachprofis von „Inlingua“. Quelle: Foto: Felix König
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Lübeck

Bäckerei an der Lohmühle. Pawel Genda nippt an seinem Kaffee und plappert lachend drauf los: „Ich bin“, „Du bist“, „Ich heiße“. Schwartaus Neuer bringt sein gerade frisch erworbenes Wissen aus der ersten Doppelstunde bei den Sprachprofis von „Inlingua“ an den Mann. Doch noch ist für den 24-Jährigen alles unbekanntes Terrain, jeder Tag eine kleine Entdeckungsreise. Doch Genda weiß, was er will:

„Ich will mit Polen irgendwann bei Olympia spielen und im Verein 1. Bundesliga, am liebsten mit Lübeck. Dafür gebe ich mein Bestes.“

Doch wer ist dieser Genda überhaupt, den der VfL bis 2020 an sich gebunden hat?

Aufgewachsen im Bergarbeiterstädtchen Ozimek, südlich von Breslau, hat er mit neun Jahren den Handball entdeckt. „Mein fünf Jahre älterer Bruder hat gespielt. Und da wollte ich das auch.“ Fußball und die Mittelstrecken bis 1500 Meter mochte Klein-Pawel ebenfalls. Als er 13 war, stellte sein Vater ihn vor die Wahl. „Und da habe ich mich für Handball entschieden.“ Der Beginn einer Bilderbuchkarriere: Mit 15 ging es an die Sportschule nach Danzig. „Wir waren eine reine Handballklasse, 15 Jungs“. Es folgten die ersten Jugend-Länderspiele, mit 16 das Debüt bei den Männern in der 2. Liga, mit 18 der Wechsel zum Erstligisten MMTS Kwidzyn und im Juni 2017 das erste von jetzt zehn Länderspielen. Die Königsposition, der linke Rückraum, war dabei immer die seine. „Doch ich bin kein klassischer Shooter, der hochspringt und losballert. Ich bin der spielerische Typ, liebe es auch in der Deckung zuzupacken“, erzählt er.

Vor drei Jahren reifte bei ihm erstmals die Idee, ins Ausland zu gehen. „Und jetzt ist es soweit.“ Sein Manager habe noch andere Angebote gehabt, aber nur eins aus Deutschland. Eine Ausstiegsklausel für die Bundesliga ermöglichte seinen vorzeitigen Wechsel zum VfL. Seine Ausbildung zum Rettungssanitäter hat er dafür unterbrochen. „Ich setzte jetzt erst einmal voll auf die Karte Handball-Profi.“

Und mit ihm seine Freundin Marcelina. Im Sommer kommt die angehende Grundschullehrerin und künftige Frau Genda („Wir heiraten am 22. Juni 2019 in der Nähe von Danzig“) nach. Seine neue Welt muss der 1,98 Meter große Rechtshänder so vorerst allein entdecken.

Und das zumeist noch in englischer Sprache, auch auf dem Spielfeld. Am Sonntag gegen Essen sind seine Qualitäten zum ersten Mal gefragt. Genda will sich auch von einer Fingerverletzung nicht stoppen lassen: „Alles gut. Das geht schon.“ Er ist gespannt: „In Kwidzyn hatten wir bei Topspielen um die 1500 Fans. Beim VfL soll ja mehr los sein . . .“

2000 Karten für Essen-Spiel bereits weg

Die Handball-Fans fiebern dem ersten Heimspiel des Jahres entgegen. Für die Partie gegen TuSEM Essen am Sonntag (Anwurf 16.30 Uhr) sind im Vorverkauf bereits 2000 Karten weg. „So einen Run habe ich noch nicht erlebt“, erklärte VfL-Ticketchef Hauke Schult. Die Hansehalle hat nach dem Logenbau maximal 2114 Sitzplätze plus (neu!) 50 offizielle Stehplätze.

Von Jens Kürbis

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