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In Coburg gepatzt und Oliver Milde verloren

VfL Lübeck-Schwartau In Coburg gepatzt und Oliver Milde verloren

Das war nicht der Jahresabschluss, den sich die Zweitliga- Handballer des VfL Lübeck- Schwartau erhofft hatten und mit dem sich Oliver Milde verabschieden wollte: Beim HSC Coburg kassierte die Mannschaft von Torge Greve ihre fünfte Saisonniederlage, geht trotz des 21:24 (9:13) als Tabellendritter in die EM-Pause, die am 11. Februar mit dem Heimspiel gegen TuSEM Essen endet.

Timeout: VfL-Trainer Torge Greve (4.v.l.) versucht, sein Team neu einzustellen. In der Schlussviertelstunde setzte er auf den siebten Feldspieler.

Quelle: Bilek

Coburg. Die Coburger stürmten nach dem Schlusspfiff auf ihren Keeper zu. Mit 22 Paraden war Jan Kulhanek ihr Matchwinner, der 36-jährige Tscheche hatte dem VfL den Zahn gezogen. Von außen, aus dem Rückraum, im Gegenstoß – Kulhanek parierte mehr als die Hälfte der Würfe, sorgte so dafür, dass die Coburger eine Woche nach dem 22:29 gegen Spitzenreiter Bergischer HC diesmal vor 2196 Zuschauern ein Topteam der Liga ohne Punkte auf die Heimreise schickten.

VfL-Trainer Torge Greve wirkte gefasst: „Meiner Mannschaft muss ich trotzdem ein Kompliment machen, dass sie sich bis zum Ende nicht geschlagen gegeben hat, trotz der harten Hinrunde und den beiden Auswärtsspielen jetzt über Weihnachten.“ Und doch musste er anerkennen: „Coburg hat das Spiel von der ersten Minute an ergebnistechnisch dominiert, war sehr präsent, dynamisch und zielstrebig. Uns ist es nicht gelungen, eine stabile Abwehr hinzustellen.“

Weil seine Mannschaft „in den ersten dreieinhalb Minuten förmlich überfahren“ wurde, sah er sich früh gezwungen, nach den ersten Ballverlusten eine Auszeit zu nehmen. Erst danach suchten Schult, Podpolinski und Hansen Eins-gegen-eins- Situationen, statt riskante Pässe an den Kreis durchzustecken. Doch Coburg blieb dauerhaft vorn, vor allem dank Kulhanek.

Erst als Greve in der Schlussviertelstunde auf den siebten Feldspieler setzte, war der VfL drauf und dran, ähnlich wie beim spät gesicherten 25:22-Sieg im Hinspiel, die Partie noch zu drehen. Milde erzielte vier seiner fünf Treffer in der Phase ab Minute 46, doch dann fischte Kulhanek drei freie Würfe weg. Und Greve musste anerkennen: „Coburgs Sieg ist hochverdient."

Für Milde, mit fünf Treffern noch einmal bester VfL-Werfer, war es somit nicht der erhoffte Ausstand. Der Rückraumlinke wechselt nach dreieinhalb Jahren in Lübeck zum 1. Januar zurück in seine Heimat, hat einen Vertrag bei Erstligist Füchse Berlin unterschrieben. „Dort lebt meine gesamte Familie. Und für mich ist es die Chance des Lebens im Handball“, begründet „Olli“ seinen Entschluss, der gestern vor dem Spiel bekannt wurde. Der 24-jährige BWL-Student legt Wert auf die Feststellung, dass er nicht gewechselt wäre, wenn er „einfach nur von einem anderen Team der 2. Liga mehr Geld bekommen hätte“. Er sei dem Verein „super dankbar, dass er mir das jetzt ermöglicht“.

Milde hatte VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs bereits frühzeitig informiert, dass er seinen im Sommer 2018 auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde. Als nun das Angebot der Füchse kam – die gestern Petar Nenadic zum ungarischen Serienmeister KC Veszprem verabschiedeten und deshalb Ersatz im linken Rückraum brauchten – waren sich Friedrichs und Trainer Greve einig. „Für ihn ist das eine große Chance. Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen“, so Friedrichs. Greve betonte: „Ich freue mich für Oliver. Er bekommt die Möglichkeit, in der Bundesliga zu spielen. Wir haben es geschafft, den Spieler so zu entwickeln, dass er diese Chance bekommt.“

Friedrichs, der über die Höhe der Ablösesumme keine Angaben machen wollte, ergänzte: „Wir sind eben Talentfischer und werden weiter unseren Weg gehen. Wir sondieren bereits seit längerem den Markt, um uns auf dieser Position zu verstärken, da Oliver uns im Sommer ohnehin verlassen hätte.“ Dass der VfL einzig mit Jan Schult im linken Rückraum die restliche Saison bestreitet, dürfte Greve allerdings kaum akzeptiert haben. Auch deshalb ist damit zu rechnen, dass der VfL bereits einen Neuzugang an der „Talentangel“ hat. Anfang des Monats hatte der polnische Jungnationalspieler Pawel Genda (23) vom dortigen Erstligisten MMTS Kwidzyn beim VfL mittrainiert. Allerdings war seither von der Personalie nichts mehr zu hören . . .

 rabi/ing

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