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VfL Lübeck-Schwartau Joker Mallwitz sticht
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Joker Mallwitz sticht
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17:43 04.10.2018
War gegen Aue einer der Matchwinner: Marino Mallwitz. Quelle: 54° / Christian Schaffrath
Lübeck

„Hey, Marino hey!“ Am Morgen nach dem 30:22 (16:11) über den EHV Aue war Marino Mallwitz schon wieder im Azubi-Modus. Der führte den Bankkaufmann in spe, der pikanterweise gegenüber der Hansehalle im Sparkassen-Neubau seinen Ausbildungsplatz hat, nach Kiel zum Seminar. Doch auf der Fahrt in die Landeshauptstadt hallte der Jubelchor der Fans noch in seinen Ohren. „Ich habe zudem viele WhatsApp-Nachrichten bekommen – auch von vielen, von denen ich lange nichts gehört habe. Das war recht schön“, berichtete der 22-Jährige. Der Grund für die kleine Euphoriewelle: Er war einer der Matchwinner beim vierten Sieg im vierten Heimspiel, einer der Garanten, dass der VfL Lübeck-Schwartau in der 2. Handball-Bundesliga in seinem „Wohnzimmer“ saisonübergreifend seit nunmehr fünf Monaten unbezwungen ist.

Greve: „Marino ist dicht dran“

17 Paraden, darunter ein Siebenmeter, standen am Ende in der Mallwitz-Statistik. Dass er und nicht Stammkeeper Dennis Klockmann von Beginn an zwischen den Pfosten stand, war allerdings eine Überraschung und ein Novum in dieser Saison. „Marino hatte es sich durch tolle Trainingsleistungen verdient“, erklärte Trainer Torge Greve seinen Coup und ergänzte: „Ich würde sagen: Chance genutzt. Es ist schön zu sehen, wie dicht dran Marino ist. Es ist auch für Klocki gut zu wissen, dass sein Backup voll da ist.“

Die lobenden Worte, das anerkennende Schulterklopfen – Mallwitz genoss es. „Gegen Aue habe ich offenbar immer ein gutes Händchen. Das hat schon in den Jahren zuvor funktioniert. Ich hatte auf meine Chance gehofft, bin dankbar und froh, dass es so gut gelaufen ist.“ Die ersten Paraden des ehemaligen Junioren-Nationaltorhüters waren auch die Initialzündung, die der VfL brauchte.

Wütender Genda trifft

Doch Mallwitz war es nicht allein. Mit ihm zündete vor 1871 Zuschauern Antonio Metzner seinen Turbo. Der 2,07-m-Schlaks, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und der schon auf dem Wunschzettel einiger Erstligisten steht, warf, traf – insgesamt siebenmal. Doch nicht nur Schwartaus M&M’s machten Appetit auf mehr. Auch Pawel Genda. In unnachahmlicher Art tankte sich der polnische Bär durch die Abwehr, netzte aus dem Rückraum. Sechs Würfe, sechs Treffer bis zur Pause, am Ende waren es acht aus elf Würfen – stark. Dazu tolle Anspiele an den Kreis. „Nach dem Spiel gegen Nettelstedt war ich wütend auf mich, auf meine Leistung. Doch jetzt lief es. Wir wollten mit viel Tempo aus der zweiten Welle Tore machen, das ist gelungen“, sagte Genda. Auch Greve war zufrieden: „Genau das erwarte ich von Antonio und Pawel, dass sie mit Power nach vorn gehen. Das muss Standard sein. Wenn dann noch das feinnervige Klein-Klein, wie ihre Kreisanspiele dazu kommt, ist das on Top.“

Bestätigung für Kaderbreite

Für Greve war die Partie, das Wie des Sieges auch eine „Bestätigung für unsere Kaderbreite, in der jeder seine Qualitäten nur abrufen muss“. So wie Joker Mallwitz. „Er hat lange warten müssen auf seine Chance, sich immer voll reingehängt. Schön, dass er sich jetzt dafür belohnt hat. Das sollte ihm Auftrieb geben und Selbstvertrauen“, lobte auch Torhüter-Trainer Jörg Engelhardt. Ob Matchwinner Mallwitz am Samstag zum Abschluss der Englischen Woche in Nordhorn erneut von Beginn an spielt, ließ Greve indes offen . . .

Jens Kürbis

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