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Leidenschaftlicher VfL bezwingt Ex-Erstligist Balingen 27:26

VfL Lübeck-Schwartau Leidenschaftlicher VfL bezwingt Ex-Erstligist Balingen 27:26

Als Dennis Klockmann den letzten Wurf parierte hatte, gab es kein Halten mehr. Die Spieler stürmten auf ihren Keeper zu, die Fans schrien ihre Freude raus. Der VfL Lübeck-Schwartau hat mit Leidenschaft und Kampf Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten mit 27:26 (13:16) niedergerungen.

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Rettete die Führung mit drei Paraden in Folge am Ende über die Zeit: Schwartau-Keeper Dennis Klockmann.

Quelle: 54°

Lübeck. Was für ein Spiel, was für eine Auferstehung. Die Balinger, die nach elf Jahren erster Liga ihr Debüt in der Hansehalle gaben, hatten bis Mitte der zweiten Halbzeit die Partie im Griff, führten 22:18. Doch der VfL – schon am Boden – stand wieder auf. Das Spitzenspiel, das Duell Dritter kontra Vierter, gipfelte in einer vor Spannung kaum auszuhaltenden Schlussphase, in der Markus Hansen 85 Sekunden vor dem Abpfiff zum 27:26 traf. Und dann wurde Klockmann zum „Turm in der Abwehrschlacht“. Erst parierte er gegen Friedrich, dann – nach Ballverlust in der Manndeckung – gegen Schoch und letztlich auch noch den direkten Freiwurf von Stegefelt.

„Der Kampf, der Wille – das hat die Mannschaft überragend gemacht“, lobte VfL-Trainer Torge Greve und gab zu, beim 13:18-Rückstand (32.) „schon selbst nicht mehr dran geglaubt zu haben“. Denn neben den vielen angeschlagenen Spielern musste „Tormaschine“ Oliver Milde nach der Pause mit einer Handverletzung passen, biss sich Jan Schult (Schlag aufs Schienbein) gerade so durch.

Vor 2079 Zuschauern (nicht ganz ausverkauft) startete der VfL verheißungsvoll (3:1), verlor dann aber den Faden. Balingen, die „Gallier von der Alb“ drehten das Spiel. Ruhig, unaufgeregt, abgezockt – mit fünf Treffern in Folge (6:3/11.). Schwartau mühte sich, fand auch vorn wieder die Linie, mit sehenswerten Momenten – Podpolinskis Rückraumkracher (7:8/17.), Akermans Eins gegen Eins (9:10/20.).

Nur: Das sonstige Prunkstück, die Abwehr, verbreitete zu selten Glanz. Vor allem das Spiel über den bulligen Ösi-Kreisläufer Wagner bekam der VfL trotz des überraschenden Comebacks von Abwehrchef Martin Waschul nicht in den Griff. „Wir haben Balingen hinten ins Laufen gebracht“, fand Greve. „Das wird schwer für Schwartau. Sie brauchen jetzt einen starken Torhüter. Auch aus dem Rückraum muss mehr kommen“, befand Jens Westen, der in Neustadt beheimatete Moderator des Handball-Senders Sky zur Pause (13:16).

Balingen bog beim 22:18 (42.) schon auf die Siegerstraße ein. Doch wie ein Stehaufmännchen rappelten sich Schult & Co. immer wieder auf. Auch, weil die Abwehr mit dem neuen Mittelblock Waschul/Ranke nun Zugriff bekam, Klockmann sich steigerte (13 Paraden). Und vorn fand das Rückraumtrio Podpolinski/Hansen/Akerman immer wieder Lösungen. Als Damm (Klasse-Spiel!) zum 23:23 (50.) ins verwaiste Balinger Tor traf, war auch das Feuer in der „Hansehölle“ entfacht. Erst recht nach Julian Lauenroths Führungstreffer zum 24:23 (51.). „Die Halle war bombastisch, hat uns Kraft gegeben“, sagte Fynn Ranke.

Schwartau enteilte sogar auf 26:24, hatte nach dem 26:26 dann das Quäntchen Glück mehr. Und Klockmann. Er wusste, woran es lag: „Das, was uns in Bietigheim am Ende gefehlt hat, war heute da: die Fans. Sie haben uns zum Sieg getragen.“ Und Gäste-Trainer Jens Bürkle gratulierte: „Die kämpferische Leistung des VfL war groß. Wie sie mit den Fans zurückgekommen sind – Hut ab.“

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. 35.; ab 41., 13 Paraden) , Mallwitz (35. - 41./2 Paraden) – Glabisch, Milde 2 Tore,

Lauenroth 2, Podpolinski 5, Akerman 4, Hansen 3, Ranke 1, Waschul, Schult 2, Damm 6/1, Köhler 1, Claasen 1, Schlichting (n.e.), Bruhn (n.e.).

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva (1. - 52./15 Paraden), Maggaiz (ab 52./2 Paraden)– Schonningsen 5, Foth 1, Wagner 3, Flohr, Hausmann, Thomann 3, Friedrich, Nothdurft, Runarsson, Gretarsson 3/2, Strobel 4, Stegefelt 4, Schoch 3, Spohn.

Siebenmeter: 1/1 – 2/2.

Zeitstrafen: VfL 3 - HBW 2.

Zuschauer: 2079.

Spielfilm: 3:1 (6.), 3:6 (11.), 7:8 (17.), 11:11 (24.), 13:16 (HZ) – 13:18 (33.). 18:19 (37.), 18:22 (42.), 22:23 (48.), 24:23 (51.), 26:24 (55.), 26:26 (57.), 27:26 (Endstand).

Von Jens Kürbis

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