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VfL Lübeck-Schwartau Lübeck-Schwartau geht in Nordhorn die Luft aus
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Lübeck-Schwartau geht in Nordhorn die Luft aus
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22:55 06.10.2018
Markus Hansen war bester VfL-Werfer, traf  sechs Mal. Quelle: Udo Wohlrab.
Nordhorn/Lübeck

50 Minuten auf Augenhöhe reichten nicht. Die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau warten nun seit fast sieben Jahren weiterhin auf einen Sieg in der Grafschaft. Das Team von Trainer Torge Greve verlor bei der HSG Nordhorn-Lingen 22:26 (11:12), rutschte in der Tabelle auf Platz sechs ab.

Podpolinski sagt mit Magen-Darm-Problemen ab

„Das war schon ärgerlich. Zwei, drei falsche Entscheidungen in der Schlussphase. Dazu hatte Nordhorn da das entscheidende Torhüterplus – dann läuft das Spiel weg“, erklärte Torge Greve. Der VfL-Coach haderte zudem mit den Schiris Jan und Michael Lier. Sein Team war durch den kurzfristigen Ausfall von Toni Podpolinski – sagte mit Magen-Darm-Problemen am Morgen ab – auf Halbrechts ohnehin gehandicapt. Doch dann fiel auch noch der zuletzt bärenstarke Antonio Metzner mit einer Rückenverletzung aus. Und das machte Greve sauer. „Antonio wurde 40 Minuten lang nur verprügelt, mit Schlägen ins Gesicht traktiert, landete immer wieder auf dem Rücken. Da fehlt mir einfach der Schutz durch die Schiris“, erklärte Greve. Das doppelte Handicap sei mit spielentscheidend gewesen.

Finn Kretschmer traf drei mal gegen Nordhorn Quelle: Udo Wohlrab

Trotz allem waren die Vorzeichen für den ersten Sieg in Nordhorn seit 2011 gut. Nordhorn wirkte nach zwei Pleiten angeknockt. Zudem fehlte mit Toptorjäger Jens Wiese, Alexander Terwolbeck und Philipp Vorlicek eine komplette Rückraumriege plus Außen Nicky Verjans. „Nordhorn wird deshalb wütend, ärgerlich sein“, mutmaßte Greve vor dem Anwurf, „deshalb wird der Start ins Spiel entscheidend sein.“

Mallwitz beginnt erneut im Tor

Doch Waschul & Co. zeigten sich zunächst wach, aufmerksam. Das Pfund: die Abwehr. Stabil, beweglich – mit einem guten Marino Mallwitz dahinter, der wie schon gegen Aue den Vorzug vor Stammkeeper Dennis Klockmann erhielt. „Er hat seine Sache 30 Minuten gut gemacht“, befand Greve. Markus Hansen sorgte vor 1576 Zuschauern nach 15 Minuten für die erste Führung. Pawel Genda legte nach – zum 7:6 (18.). Doch das sollte die letzte Führung bleiben.

Pawel Genda läuft sich in der Nordhorner Deckung fest Quelle: Udo Wohlrab

Buhrmester vernagelt den Kasten

Nach der Pause schickte Greve Klockmann zwischen die Pfosten. „Wir wollten da einen neuen Impuls setzen. Das hat leider nicht funktioniert“, gestand Greve. Der VfL blieb dennoch bis zur 50. Minute, Gendas Anschlusstreffer zum 20:21, dran. Doch dann riss der Faden. Entscheidend: Buhrmester im HSG-Tor. Ob Hansen, Waschul oder Bruhn – neun Minuten kam keiner an ihm vorbei. Greve: „Er hat den Laden einfach zugemacht.“ Der 33-Jährige sorgte nahezu im Alleingang für die Entscheidung, hatte am Ende 17 Paraden auf der Habenseite. Vorn traf in der Phase für die Hausherren vor allem der Rückraumlinke Lutz Heiny (6), der neben Georg Pöhle (5) der VfL-Abwehr große Probleme bereitete. „Uns hat es da am Tempospiel nach vorn gefehlt. Auch in der Abwehr fehlte der Zugriff“, monierte Co-Trainer Gerrit Claasen. Nordhorn zog so auf 26:20 (59.) weg – das war’s. „Kämpferisch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Ihnen hat in der Schlussphase auch eine Spur Cleverness gefehlt“, sagte Greve.

Jetzt muss der VfL wieder auf seine Heimstärke bauen. Am kommenden Samstag kommt Bayer Dormagen in die Hansehalle (19 Uhr).

Die Statistik zum Spiel

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (1. – 60./17 Paraden), Ravensbergen – Heiny 7, Leenders 2, Mickal 2/2, Miedema 1, De Boer 1, Zare, Smit 1, Seidel 4/1, Possehl 3, Pöhle 5.

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz (1. – 30., ab 50., 9/1 Paraden, 1 Treffer), Klockmann (31.-50., 3 Paraden) – Genda 5/1, Hansen 6, Ranke, Waschul, Schult 1, Damm 2/2, Köhler, Schrader, Kretschmer 3, Claasen, Runarsson, Möller, Bruhn, Metzner 4.

Zuschauer: 1576 im Euregium Nordhorn.

Siebenmeter: 3/4 – 3/3

Zeitstrafen: 3 / 2. Rote Karte: Leenders (26., 3x2 Minuten)

Spielfilm: 4:2 (6.), 5:6 (15.), 8:8 (20.), 11:8 (25.), 11:11 (30.), 12:11 (HZ) – 18:15 (40.), 20:19 (49.), 21:20, 25:20 (57.), 26:22 (Ende).

Jens Kürbis

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