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VfL Lübeck-Schwartau Sieg in Düsseldorf: Frohe Weihnachten!
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Sieg in Düsseldorf: Frohe Weihnachten!
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22:33 22.12.2017
Die Spieler des VfL Lübeck-Schwartau jubeln nach dem Spiel in Düsseldorf. Quelle: Deutzmann
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Düsseldorf

„Das war kein tolles Spiel, doch wichtig ist für uns, dass wir die zwei Punkte geholt haben“, sagte Markus Hansen und ergänzte: „Wir haben eine gute Abwehr gestellt, aber vorne keine Lösungen gefunden. Aber unterm Strich zählt: Frohe Weihnachten! Wir haben die Punkte.“ Auch Trainer Torge Greve war „sehr glücklich. Das war sicher kein handballerischer Leckerbissen, ein langsames, kampfbetontes Spiel, in dem man gesehen hat, dass beide Teams auf dem Zahnfleisch kriechen. Aber ich bin froh, dass wir bei einem starken Aufsteiger punkten konnten.“

Schwartau startete vor 1109 Zuschauern im schmucken Düsseldorfer „Castello“ mit einer Überraschung. Dennis Klockmann, die Punkte-Bank zwischen den VfL-Pfosten, die zuletzt den Sieg gegen Balingen festgehalten hatte, saß auf der Bank. Dafür stand Juniorenauswahl-Keeper Marino Mallwitz im Tor. „Marino hat im Training und auch die wenigen Minuten, die er gespielt hat, immer gut gehalten. Er hatte sich den Einsatz verdient. Da auch Dennis angeschlagen war, haben wir so entschieden.“

Ein Volltreffer! In den ersten 30 Minuten bissen sich die Vikings am 21-Jährigen (9 Paraden bis zur Pause, zwei Siebenmeter) und der guten 6:0-Abwehr davor die Zähne aus. Greve: „Marino hat eine Klasse-Leistung gezeigt.“ Die Wikinger vom Rhein brauchten fast zehn Minuten für ihr erstes Tor. Die Defensive war es auch, die in einer von vielen technischen Fehlern geprägten Partie Schwartau die Oberhand gewinnen ließ. In Zahlen: Der VfL setzte sich über 7:4 (18. Minute) kurz vor der Pause auf 10:6 (28.) ab, verpasste aber eine kleine Vorentscheidung. Zwei verlorene Bälle – und die Wikinger waren zur Pause auf zwei heran (8:10). „Das war sehr ärgerlich“, sagte Greve, „aber wir hatten danach das Spiel bis zum 13:10 im Griff.“

Der Bruch kam mit dem Schachzug der Vikings, offensiv auf den siebten Feldspieler zu setzen, den Torhüter rauszunehmen. „Da hatten wir Probleme“, sagte Greve. Die Wikinger waren auf großer Fahrt, beim 14:14 (51.) auf Augenhöhe. Doch sie hatten zu hoch gepokert. Mit fünf Treffern in Folge, davon drei ins verwaiste Vikings-Tor (darunter auch Mallwitz), riss der VfL das Spiel und den Sieg an sich. 19:14 (56.) – die Entscheidung. „Wichtig war, dass wir in der Phase die Ruhe bewahrt haben“, sagte Greve später und freute sich nicht nur über das Ergebnis: „28:10-Punkte und Platz drei zur Hinrunde – das ist sehr gut.“ Am Dienstag geht's weiter, zum 2017-Finale nach Coburg. Greve: „Da müssen die Jungs dann noch einmal alle Körner rausknallen.“

Die Statistik zum Spiel

HC Rhein Vikings: Bozic (1. - 60./9 Paraden), Modrup – Gipperich, Hosse 2, Aust 1, Klasmann 1, Kozlina, Thomas 2, Weis 3, Johnen 3, Coric 2, Pankofer (n.e.) Handschke 2, Artmann, Bahn

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz 1 Treffer (1. - 60./13 Paraden/2 Siebenmeter), Klockmann – Glabisch, Milde, Lauenroth 4, Podpolinski 1, Akerman, Hansen 2, Ranke 3, Waschul 1, Schult 2, Damm 5, Köhler 1, Schlichting, Bruhn.

Siebenmeter: 2/0 - Mallwitz pariert gegen Noße und Klasmann – 1/0 Damm scheitert an Bozic.

Zeitstrafen: 3 – 1

Spielfilm: 0:3 (9.), 4:5 (16.), 4:7 (18.), 6:10 (28.), 8:10 (HZ) – 9:12 (35.), 12:13 (44.), 14:14 (51.), 14:19 (54.), 16:20 (Ende).

Von Norbert Krings/Jens Kürbis

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