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VfL Lübeck-Schwartau Stoppsignal: Zeschke fällt lange aus
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Stoppsignal: Zeschke fällt lange aus
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17:45 29.11.2012

„Jonas Thümmler von den Füchsen ersetzt verletzten Zeschke“ – mit dieser Meldung auf der Homepage sorgten Schwartaus Handballer vor dem heutigen Nordderby gegen den Empor Rostock für eine Überraschung, die in dem Ausmaß keiner erwartet hatte.

Denn Schwartau-Geschäftsführer Christian Fitzek rechnet „nicht vor Jahresende“ mit der Rückkehr des besten Kreisläufers der 2. Liga. „Unter Umständen kann es sogar länger dauern. Martin hat große Rückenprobleme, kann kaum schmerzfrei Sitzen. Wir geben ihm alle Zeit, das auszukurieren. Deshalb haben wir dank der unkomplizierten Hilfe der Füchse Nachwuchstalent Jonas Thümmler bis Ende Dezember per Zweitspielrecht verpflichtet“, erklärte Fitzek.

Doch was ist mit Zeschke (Vertrag bis Juni 2014), der seit dem Spiel gegen den Bergischen HC vor gut fünf Wochen aufgrund einer Rippenprellung weder trainieren noch spielen konnte? „Seit der Partie wache ich morgens mit Schmerzen auf“, erklärt Zeschke. „Als Kreisläufer ist das zwar normal, dass du Prügel bekommt. Doch seit drei Jahren bin ich ohne Pause dabei, bin auch unter Schmerzen aufgelaufen, habe mich vor jedem Spiel einrenken lassen.“ Jetzt hat sein Körper offenbar genug und ein Stoppsignal gesendet. Und der 26-Jährige, der parallel vor dem Masters-Abschluss seines BWL-Studiums steht, nimmt es ernst. „Halbfit kann ich der Mannschaft auch nicht helfen.“ Deshalb hat er sich durchchecken lassen. „Die Diagnose steht noch aus. Ich denke, dass ich am Wochenende sagen kann, wie es weitergeht.“

Für Trainer Torge Greve ist der Ausfall „ein Schlag ins Kontor. Martin ist einer der Leistungsträger, ungemein wichtig für die Mannschaft. Seinen Ausfall steckt man nicht so einfach weg.“ Und dennoch muss er es. Deshalb ist Greve froh, dass aufgrund der guten Fitzek- Kontakte zu Füchse-Chef Bob Hanning Ersatz gefunden wurde.

Jonas Thümmler, 19, Kreisläufer, gilt als eines der größten Berliner Talente. Der A-Jugend-Meister hat seit Saisonbeginn einen Bundesliga-Vertrag, trainiert mit Christophersen & Co., spielte auch schon in der Champions League mit, ist aber zumeist bei den Juniorfüchsen in der dritten Liga im Einsatz. „Zielsetzung ist, dass er in zwei Jahren so weit ist, eine feste Größe im Bundesligateam zu sein“, sagt Hanning. Der Junioren-Nationalspieler war gestern Abend schon beim Training in der Hansehalle dabei.

Greve ist erleichtert, „dass wir so schnell Ersatz haben, aber wir dürfen keine Wunderdinge von Jonas erwarten“. Denn Thümmler, der kurz vorm Abitur steht, fliegt in Schwartau stets erst zum Abschlusstraining am Tag vor dem Spiel ein. Heute soll er bereits auflaufen. Und mit ihm sind auch die zuletzt angeschlagenen Adrian Wagner, Marcel Schliedermann und Henning Quade wieder dabei. Greve fordert: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, müssen und werden gewinnen.“ Dass das Duell eines der Kellerkinder ist, das Tabellenende nur zwei Punkte weg, wischt Greve weg: „Daran orientieren wir uns nicht. Die Tabelle ist eh’ verzerrt, das bringt uns nicht aus der Ruhe.“

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