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VfL Lübeck-Schwartau VfL-Angriff deutlich verbessert
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL-Angriff deutlich verbessert
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17:44 28.01.2019
Jonas Ottsen setzt sich im Finale des Präsidenten-Cup des TV Verl gegen TuS N-Lübbecke durch, erzielt eines seiner fünf Tore Quelle: TVV
Verl/Bad Schwartau

Nach dem Spiel noch ein paar Autogramme geschrieben und danach noch einmal auf Einladung des Gastgebers ein Mittagessen, um 14 Uhr dann die Abfahrt aus Verl, und nach einer Rücktour ohne Staus nur drei Stunden später die Ankunft in Bad Schwartau: So reibungslos wie das gesamte Wochenende beim Winter-Cup des TV Verl verlief auch der letzte Akt. Und Trainer Torge Greve hatte allen Grund für ein durchweg positives Fazit. Nicht nur wegen der sportlichen Auftritte seines Teams. Aber auch.

Janik Schrader schreibt nach dem Spiel gegen TuS N-Lübbecke Autogramme für die jugendlichen Fans Quelle: TVV

Zum Abschluss des dreitägigen Turniers mit drei Topteams aus Schweden und Dänemark, drei Erstligisten sowie zwei Teams aus der 2. Bundesliga hatte sich seine Mannschaft im Duell eben dieser beiden Zweitligisten mit einem bemerkenswert deutlichen 32:19-Erfolg gegen den TuS N-Lübbecke und somit als Sieger des „Präsidenten-Cup“ aus Verl verabschiedet. Und ganz nebenbei auch noch dafür gesorgt, dass die Kollegen des Liga-Konkurrenten, die am 9. März zum Punktspiel in der Hansehalle antreten, auf ihren ursprünglich für gestern geplanten trainingsfreien Montag verzichten mussten.

„Der freie Tag morgen ist gestrichen, denn den haben sich meine Spieler ja heute schon genommen“, ätzte TuS-Coach Aaron Ziercke nach dem Spiel. Die Leistung seines Teams sei „absolut indiskutabel“, „unterirdisch“ gewesen, „wir haben uns den Schwartauern kampflos ergeben.“ Er hatte insgesamt 39 Fehler beim Wurf oder technischen Ungereimtheiten notiert.

„Trend der letzten zwei Wochen bestätigt“

Greve interessierte das wenig. „Die Jungs haben das wieder richtig, richtig gut gemacht“, lobte der VfL-Coach und sah den „Trend der letzten zwei Wochen bestätigt: Die Mannschaft zeigt sich in einer guten Verfassung, motiviert und konzentriert“. Und torhungrig. 37 Tore beim Jubiläumsspiel in Stove gegen Erstligist Minden (37:33), danach 27 beim ersten Spiel des Winter-Cups gegen Lemgo (27:28), anschließend 28 gegen Melsungen (28:25) und nun noch 32 im dritten Spiel binnen drei Tagen gegen Lübbecke – „der Schuh Angriff, der zuletzt ja häufiger mal gedrückt hat, passt deutlich besser“, nahm Greve als Erkenntnis aus Verl mit. „Wir haben in der Vorbereitung viel an unserem Angriffsspiel gearbeitet. Das hat man an diesem Wochenende gesehen.“ Wobei gegen Nettelstedt auch die Abwehr überzeugte, gemeinsam mit Keeper Marino Mallwitz viele Gegenstoßtore ermöglichte.

Fünf-Ottsen-Tore in acht Minuten

Bemerkenswert war zudem der Auftritt von Jonas Ottsen, der in der ersten Halbzeit binnen acht Minuten seine fünf Treffer beisteuerte und so maßgeblich daran beteiligt war, dass sich der VfL vom 2:2 (8.) auf 11:4 (18.) schon frühzeitig vorentscheidend absetzte. „Er ist als Spieler in der zweiten Liga noch unbekannt und hat wieder bewiesen, dass er ein belebendes Element für unser Angriffsspiel ist“, lobte Greve. Vor allem das Zusammenspiel mit Dadi Runarsson und Antonio Metzner sorgte für viele Probleme beim Gegner. Und auch Toni Podpolinski, der knapp 40 Minuten im rechten Rückraum spielte, bewies sich mit vier Treffern wieder als echte Alternative.

Greve spricht von „optimaler“ Vorbereitung

Dass sich „zudem keiner verletzt“ habe, sei ein weiterer Aspekt in einer uneingeschränkt positiven Wochenendbilanz, zu der auch die „erstklassige Organisation des Turniers“ ihren Teil beigetragen habe. Das Team sei zudem „weiter zusammengerückt“, insgesamt laufe die Vorbereitung derzeit „optimal“, befand Greve abschließend – und bat seine Spieler dennoch am Montag genau wie Kollege Zierke gleich wieder zum Training.

VfL: Mallwitz, Escher – Glabisch 4, Ottsen 5, Podpolinski 4, Ranke 1, Köhler 1, Schrader 6/6, Kretschmer 1, Möller 6, Metzner 4.

Der VfL nach dem Sieg im Finale des Präsidenten-Cup in Verl mit einigen weiblichen Fans aus dem Verein des Veranstalters. Quelle: TVV

Winter-Cup des TV Verl

Vorrunde

TBV LemgoVfL Lübeck-Schwartau 28:27

Skanderborg HB – MT Melsungen 29:28

TuS N.-Lübbecke – GOG Svendborg 27:29

Bergischer HCHammarby IF 35:29

Präsidenten-Cup (Platz 5-8)

Halbfinale

VfL HL-Schwartau – MT Melsungen 28:25

N-Lübbecke – Hammarby IF (SWE) 26:23

Platz 3:

MelsungenHammarby IF 21:37

Finale:

VfL Lübeck-SchwartauTuS N-Lübbecke 32:19

Winter-Cup Endrunde

Halbfinale:

GOG Svendborg (DK) – Bergischer HC n.S. 36:37

TBV LemgoSkanderborg (DK) 32:30

Platz 3: Bergischer HCSkanderborg 24:29

Finale: GOG Svendborg – TBV Lemgo 40:33

(Paarungen getauscht auf Wunsch der dänischen Mannschaften)

Christian Schlichting

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