Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
VfL Lübeck-Schwartau VfL Bad Schwartau hofft auf Überraschung im Pokal
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL Bad Schwartau hofft auf Überraschung im Pokal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:51 25.10.2012
Addi Wagner (34) erinnert sich gerne an den größten Triumph der Schwartauer Handballer und will auch heute gegen Wetzlar seinen Teil zu einem heißen Pokal-Fight in der Hansehalle beitragen.
Anzeige
Lübeck

Schwartau im DHB-Pokal gegen die HSG Wetzlar: Als dem VfL Anfang des Monats für die dritte Runde des K.o.- Wettbewerbs der Bundesligist zugelost wurde, waren die Erinnerungen geweckt: an Hamburg, das Final Four 2001, das Endspiel am 27. Mai in der Alsterdorfer Sporthalle – als das Team des damaligen Trainers Anders Fältnäs mit einem 26:22-Erfolg über die Mittelhessen den riesigen Pott nach Bad Schwartau holte, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt machte.

Adrian Wagner war damals 23, das Küken in einem Team gestandener Handballer – und derjenige, der sich beim Feiern zunächst zurückhalten musste, weil er am Abend noch mit Geschäftsführer Manfred Diebitz beim N3-Sportclub eingeladen war. „Es ist in den vielen Jahren die schönste Erinnerung meiner Handballer-Karriere geblieben“, sagt „Addi“, inzwischen mit 34 der „Oldie“ im VfL-Team – und heute wieder dabei, wenn es ab 19.30 Uhr in der Hansehalle zur Neuauflage des Endspiels von 2001 kommt.

Auch angesichts der bisher starken Saison in der Bundesliga (Platz 5) „schlägt das Pendel vor der Partie klar in Richtung Wetzlar aus“, weiß Wagner. Doch er weiß auch, „dass wir zuhause gezeigt haben, was wir können, wozu wir mit der Unterstützung unserer Fans in der Lage sind“. Und so sieht er „eine realistische Außenseiterchance, wenn wir – anders als zuletzt in der Liga – die Möglichkeiten nutzen, die sich uns bieten.“

Beim Gast sieht man das offenbar genauso. Denn die HSG hat sich auf das Spiel vorbereitet wie auf jedes Erstliga-Match. Bereits gestern ins Maritim Seehotel nach Timmendorfer Strand angereist, steht für heute noch ein Anschwitzen am Vormittag auf dem Tagesprogramm. Nicht dabei sein wird Wetzlars Spielmacher Fannar Fridgeirsson. Der 25-jährige isländische Nationalspieler zog sich am Montag im Training eine Bänderverletzung zu. Trainer Kai Wandschneider weiß, „dass ein Auswärtsspiel in Bad Schwartau eine richtig schwierige Aufgabe ist. Nur wenn wir in Angriff und Abwehr 100 Prozent geben, werden wir als Sieger vom Platz gehen können!“

Für Schwartaus Coach Torge Greve ist Wetzlar eine „Hammer- Aufgabe“, das Spiel deshalb in erster Linie eine „dankbare Abwechslung“, bei der sein Team „relativ druckfrei auf hohem Niveau testen“ und sich „Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben holen“ kann. Im Klartext heißt das: Die 2. Bundesliga hat für ihn Priorität.

Dennoch verspricht er den Fans einen „heißen Fight“. Nicht zuletzt, weil auch er um die Pokalhistorie des VfL weiß, der in der Hansehalle schon so manchen Favoriten gestürzt hat. Vor drei Jahren bekam das der TBV Lemgo zu spüren (28:29), etwas länger her ist der K.o. des THW Kiel: Mit 19:22 unterlagen die Zebras am 8. November 2000. Es war die dritte Runde, und es war ein großer Schritt auf dem Weg zum größten VfL-Triumph ein halbes Jahr später . . .

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige