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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau: Kollektive Erleichterung
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22:20 24.11.2018
Matchwinner gegen Emsdetten: Keeper Marino Mallwitz. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Den „Angstgegner“ besiegt, die Negativserie nach drei Niederlagen gestoppt – das Aufatmen in den Schwartauer Handball-Reihen nach dem 30:24 über den TV Emsdetten war kollektiv zu spüren, zu sehen, zu hören: „Ich bin erleichtert. Es war nicht einfach, den Kopf hochzukriegen“, gestand Käptn Martin Waschul, der als Abwehrchef erneut auch seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellte. Diesmal mit fünf (!) Treffern.

Hansen: „Die zwei Punkte sind ganz wichtig“

Auch Spielmacher Markus Hansen war froh: „Der Druck war da. Auch wenn nicht alles rund lief, mit unserem Kampf haben wir das Ding nach Hause gebracht. Die zwei Punkte sind ganz wichtig.“ Der Schlüssel zum Sieg hatte für ihn einen Namen: Marino Mallwitz. Der 22-Jährige rückte nach der Pause für Dennis Klockmann zwischen die Pfosten, war, als es eng wurde (22:20), der Turm in der „Abwehrschlacht“, parierte zehn Würfe. „Marino hat das super gemacht, in der wichtigen Phase vier fünf Freie rausgeholt“, lobte Hansen. Mallwitz selbst wollte das nicht so hochjubeln: „Bälle halten ist ja nun mal mein Job. Ich freue mich aber, dass ich helfen konnte.“

VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs überreicht Ministerpräsident Daniel Guenther und Landtagspräsident Klaus Schlie jeweils ein Trikot. Quelle: Agentur 54°

Ministerpräsident zum Anfassen

Auch Ministerpräsident (MP) Daniel Günther und Landtagspräsident Klaus Schlie fanden daran Gefallen. Günther, der zwölf Jahre im Männerturnverein in Eckernförde Handball gespielt hat und in den Ferien „ab und an rumdaddelt“, sah in Mallwitz einen „Super-Torwart. Er war der Matchwinner.“ Der „Handball-MP“ fühlte sich sichtlich wohl in der VfL-Familie. Aus Berlin angereist, wo er seine Antrittsrede als Bundesratspräsident gehalten hatte, wollte er sein Lübeck-Intermezzo eigentlich in der Pause beenden. Eigentlich. In der Klub-111-Loge fachsimpelte er mit VfL-Chef Michael Friedrichs und LN-Geschäftsführer Ingo Höhn, freute sich über ein VfL-Trikot mit „Günther“-Aufdruck, genoss mit Fanschal das Siegerbier mit Waschul & Co. in der Kabine, trat spontan in den Fanclub „Hansehöllen-Tiger“ ein und zeigte später auf dem Spielfeld seine Wurfqualitäten als Linkshänder. „Ein spannendes Spiel, eine tolle Stimmung, es hat viel Spaß gemacht“, sagte Günther. Ein Ministerpräsident zum Anfassen, der wiederkommen will. Und muss. Denn sein Trikot hatte er in der Loge liegen lassen . . .

Für VfL-Chef Friedrichs war es ein „rundum gelungener Abend“. Dass sich die Jungs reingekämpft haben, „darüber habe ich mich sehr gefreut“. Auch über die erste kleine Fan-Choreographie und, dass der Draht nach Kiel da ist. „Daniel Günther steht dem VfL-Projekt wohlwollend gegenüber“, formulierte es Friedrichs vorsichtig. Ein Thema, das zur Sprache kam: der Hallenausbau. Das Land hilft da immerhin mit einer Million Euro.

Friedrichs: „Dezember wird ein Brett“

Noch Zukunftsmusik. Friedrichs schaute erst einmal auf die nächsten sportlichen Aufgaben. Aufsteiger Großwallstadt kommt am nächsten Samstag in die Hansehalle und dann steht der Dezember vor der Tür. „Ein Knaller-Monat, das wird ein richtiges Brett“ mit nur einem Heimspiel (Dresden) aber drei Auswärtsaufgaben beim HSV, in Hamm und Balingen.

Jens Kürbis

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